Neulich fragte mich meine Schwiegermutter: „Gehst du heute zum Treffen am Royu?“
„Nein, es gibt kein offizielles Treffen und kein Meeting. Wir fahren einfach hin.“
Als ich das sagte, meinte sie: „Ach so, das ist ja irgendwie lustig.“ (lacht)
Natürlich gibt es bestimmt auch Gruppen, die sich gezielt verabreden. Meistens scheint es aber eher so zu laufen: Man kommt einfach vorbei, unterhält sich nett, dreht vielleicht eine kleine Runde auf dem Royu und fährt wieder nach Hause, wenn es Zeit wird. Wir kamen an diesem Tag um 8:30 Uhr am Aussichtspunkt an. Nach 10 Uhr machten sich nach und nach die ersten auf den Heimweg, und gegen 11 Uhr fuhren auch wir los.
Viele entscheiden spontan: „Eigentlich wollte ich hin, aber es regnet, also bleibe ich zu Hause“ oder „Heute ist es sonnig – ich schaue nach langer Zeit mal wieder vorbei.“
Genau diese entspannte Atmosphäre gefällt mir. Man muss nicht denken: „Ich habe mich angemeldet, also muss ich auch hingehen!“ Jeder kann kommen, wann er möchte. Und solange das Wetter mitspielt, trifft man dort immer jemanden.
Auch diese unkomplizierte Art macht den Royu für mich so reizvoll.
Wenn man am Royu immer wieder dieselben Menschen trifft und sich mit ihnen unterhält, freundet man sich mit einigen an. Manchmal kommt dann die Einladung: „Möchtest du mal auf dem Beifahrersitz mitfahren?“ Ich durfte bereits in einem Ferrari California, einem Ferrari 488 Spider, einem McLaren 600LT, einem McLaren 720S, einem Abarth 595, einem 718 Boxster GTS und einem 911 GT3 mitfahren.
Natürlich braucht es dabei ein gewisses Maß an Rücksicht und guten Manieren – schließlich steigt man in das wertvolle Auto eines anderen. Ich nehme solche Einladungen nur an, wenn der Besitzer von sich aus fragt: „Wie wäre es?“
An diesem Tag gab es eine besonders schöne Überraschung: Ich hatte im Blog geschrieben, dass ich am Royu gern einmal einen Mazda Roadster ausprobieren würde. Daraufhin bot ein freundlicher Blogleser, der einen Roadster besitzt, an: „Du kannst gern einmal mitfahren.“ So durften mein Mann und ich beide eine Runde drehen.
Über meine Eindrücke von der Fahrt im Roadster möchte ich später noch ausführlicher schreiben.
Das ist zwar kein besonderer Reiz des Royu Driveway, sollte aber gesagt sein: Im Sommer kann man sich am Royu Driveway sehr leicht einen Sonnenbrand holen. Bisher war ich nur im Frühling oder Herbst dort, wenn das Wetter angenehm ist. Doch neulich reichten schon zwei bis drei Stunden am Aussichtspunkt, um mich ordentlich zu verbrennen. (Selbst schuld – ich hatte meine Arme nicht eingecremt.)
Auf dem Foto sieht man es nicht, aber auch mein Dekolleté war knallrot, und natürlich hatte auch mein Gesicht einiges abbekommen. Ich habe von Natur aus Sommersprossen und mir viel Mühe gegeben, meine Haut zu pflegen und ihr Erscheinungsbild zu verbessern – und dann war die ganze Mühe im Nu dahin …
Jetzt heißt es wieder: Schritt für Schritt weitermachen. Entschuldigung, das musste kurz raus. (-_-)
Das sind die Dinge, die für mich den Royu Driveway im Moment so besonders machen. Allerdings war ich noch nicht oft genug dort, um mich als Royu-Expertin zu bezeichnen – ich bin noch ganz am Anfang. Bestimmt gibt es noch viele weitere Seiten des Royu, die ich bisher nicht kenne.
Übrigens kann ich den Boxster GTS mit manuellem Getriebe inzwischen endlich einigermaßen ordentlich fahren. Nun könnten wir also die Kinder mitnehmen und mit zwei Autos – dem Boxster und dem GT3 – zum Royu fahren. Das würde ich gern bald einmal ausprobieren.
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