Wie ich schon einmal im Blog erzählt habe, trägt mein Mann seit Langem mit Vorliebe Driving-Schuhe von Negroni.
Wenn mein Mann neue Negroni-Driving-Schuhe kaufen geht, begleite ich ihn oft. Irgendwann wollte ich auch ein Paar und suchte nach einem Damenmodell. Im Geschäft sagte man mir jedoch: „Bei Negroni gibt es vor Ort nur Modelle für Herren.“ Das war eine große Enttäuschung.
Später schrieb mir eine Blogleserin, dass man sich in der Fabrik in Tokio auch ein Paar nach Maß anfertigen lassen könne. Doch angesichts der Kosten für die Hin- und Rückfahrt mit dem Shinkansen erschien mir das etwas übertrieben – und so verging die Zeit.
Im Mai dieses Jahres kam dann ein BMW 320i zu uns nach Hause, und ich fuhr fortan fast täglich ein Auto mit Schaltgetriebe. Meine üblichen Sneaker waren allerdings hoch geschnitten und hatten eine dicke Sohle. Damit ließ sich die Kupplung nur schwer bedienen. „Ich brauche wirklich endlich Driving-Schuhe …“, dachte ich, unternahm aber erst einmal nichts. (Übrigens: Diese Sneaker trage ich normalerweise ↓)
Eines Tages sah mein Mann meine Schuhe und meinte:
„Du trägst immer noch solche Schuhe? Kein Wunder, dass du den GT3 nicht richtig fahren kannst! Kauf dir endlich Driving-Schuhe!“
Da raffte ich mich endlich auf und machte mich auf die Suche. Doch bei Damen-Driving-Schuhen dominieren Loafer; Sneaker-Modelle gibt es kaum. (Da ich im Alltag Sneaker trage, wollte ich unbedingt ein Modell im Sneaker-Stil.)
Ich schaute mich auf den Websites verschiedener Hersteller um. Doch selbst wenn ich etwas Schönes entdeckte, war es meist ein Herrenmodell, das oft erst ab Größe 25 cm erhältlich war. Als ich meinem Mann sagte: „Ich hätte gern Driving-Schuhe, aber egal, wonach ich suche – ich finde einfach kein Modell, das mir gefällt“, suchte er ebenfalls auf Amazon. Dabei stellte er fest:
„In 24,5 cm gibt’s welche, aber in 24,0 cm finde ich nichts …“
„24,5 cm würden schon auch gehen (-_-)“, sagte ich. Doch mein Mann blieb dabei:
„Nein. Driving-Schuhe müssen richtig sitzen. Beim Fahren eines Autos mit Schaltgetriebe sind die Schuhe wirklich wichtig!“
Und so suchte er unermüdlich weiter. Mit der Zeit wurde ich allerdings ungeduldig und dachte, vielleicht tut es ja irgendein Modell. „Diese Laufschuhe sehen doch ungefähr so aus – wären die nicht okay?“, fragte ich.
„Nein. Bei Driving-Schuhen ist der Fersenbereich der Sohle abgerundet, damit sich die Pedale leichter bedienen lassen. Laufschuhe haben dagegen eine Kante, oder? Wenn du schon neue Schuhe kaufst, bringt so ein Modell doch nichts.“
Dann entdeckten wir ein vielversprechendes Paar Driving-Schuhe von Puma. „Oh, die sind toll!“, dachte ich und prüfte die Größen. Alle anderen kosteten weniger als 10.000 Yen – aber ausgerechnet Größe 24,0 cm war mit 45.000 Yen ausgezeichnet.
Amazon, manchmal sind deine Preise wirklich rätselhaft … (*_*)
Auf einer ausländischen Website fanden wir außerdem ein Modell, das gut aussah. Doch dort war ein Währungssymbol angegeben, das ich noch nie gesehen hatte, und das war mir dann doch zu suspekt. Mein Mann meinte:
„Das gibt’s doch nicht – wir finden einfach nichts. Na, dann müssen wir wohl selbst welche machen. Ferdinand Porsche hat doch auch gesagt: ‚Weil es kein Auto gab, das meinen Traum verwirklichte, beschloss ich, es selbst zu bauen.‘“
„Das ist doch völlig unmöglich (-_-)“, sagte ich. Für einen Moment stellte ich mir aber vor, dass es vielen Frauen wie mir geht, Damen-Driving-Schuhe also total gefragt wären und ein eigenes Modell weltweit ein Riesenerfolg werden könnte …
Doch egal, wie ich es drehte und wendete: Das würde wohl kaum passieren. Also ließ ich die Idee wieder fallen. (War ja klar.)
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