Unser Boxster hat ein Schaltgetriebe. Insofern ist er vielleicht nicht für jeden gleichermaßen unkompliziert im Alltag. Trotzdem finde ich die Bedienung des Schaltgetriebes inzwischen ziemlich einfach (obwohl ich früher ständig behauptet habe, sie sei schwierig :D)
Die Kupplung des 981 Boxster ist eher schwergängig – spürbar schwerer als die des 911 GT3 (991.2). Hat man sich einmal daran gewöhnt, lässt sich der Schleifpunkt aber gut finden. Und weil die Kupplung einen gewissen Widerstand bietet, kann man sie meiner Meinung nach fein dosieren.
Mit dem GT3 ist es manchmal etwas mühsam, langsam im zweiten Gang um eine Kreuzung zu fahren. Im Boxster klappt das dagegen problemlos. Auf meine Frage meinte mein Mann:
„Beim GT3 ist die Übersetzung länger, aber dafür ist das Drehmoment ganz unten im Drehzahlbereich wohl etwas dünn.“
Außerdem verzeiht der Boxster auch mal einen etwas holprigen Anfahrversuch an einer leichten Steigung – in einer Situation, in der ich dachte: „Mit dem GT3 wäre der Motor jetzt ganz sicher ausgegangen.“ Im Stadtverkehr muss man sich bei der Kupplung des Boxster also deutlich weniger Gedanken machen als beim GT3. (Mein Mann meint allerdings, beim GT3 sei es auch nur eine Frage der Übung.)
Früher habe ich ständig gesagt: „Der Boxster mit Schaltgetriebe ist schwierig. Die Kupplung ist so schwer, als würde ich im Fitnessstudio trainieren. Und der Motor geht sofort aus.“ Und jetzt tue ich so, als sei er leicht zu fahren … 😀 Letztlich bestätigt sich für mich wieder einmal: Beim Schalten ist vieles einfach eine Frage der Gewöhnung.
Der Boxster ist nicht übermäßig hart abgestimmt, verlangt einem im Alltag keine besondere Vorsicht ab und lässt sich ganz unkompliziert fahren. Außerdem passt einiges in die Kofferräume – für einen Kurzurlaub zu zweit, etwa für eine Nacht in einem Onsen-Hotel, reicht der Platz locker.
Das Schönste am Boxster ist natürlich das Offenfahren. Selbst eine alltägliche Fahrt wird mit geöffnetem Verdeck zu einem besonderen Erlebnis; sogar der kurze Einkauf in der Nachbarschaft macht dann Spaß. An diesem Tag wollte ich ebenfalls offen fahren und fragte meine jüngere Tochter: „Sollen wir das Dach aufmachen?“ Sie wehrte sich jedoch vehement: „Nein! Nein!“ Also blieb das Verdeck geschlossen … 😀
Der Boxster eignet sich also ohne Weiteres als Alltagsauto. Schade ist nur, dass ich momentan oft mit meinen beiden Kindern unterwegs bin und deshalb nur selten mit dem Zweisitzer fahren kann.
Da denkt man schon mal: „Ein Carrera Cabriolet, in das vier Personen passen und bei dem sich das Dach öffnen lässt – das wäre schon toll … aber ein Schaltgetriebe gibt es dafür ja nicht mehr.“ Mit solchen Gedanken spiele ich in letzter Zeit immer wieder.
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