Wer diesen Blog schon länger liest, weiß es wahrscheinlich: Ich liebe den Panamera.
Seit ich allerdings auch Schaltwagen fahren kann, gab es eine Zeit, in der ich den Panamera ehrlich gesagt ein wenig langweilig fand. Er ist so perfekt abgestimmt, dass dem Fahrer kaum Raum bleibt, selbst ins Fahrgeschehen einzugreifen … Ganz gleich, wie man fährt – der Panamera macht es einem leicht. Das fand ich manchmal ein bisschen schade.
Doch inzwischen hat sich mein Blick wieder gewandelt. Heute denke ich mehr denn je: „Ich liebe den Panamera einfach.“
Der handgeschaltete Boxster macht unglaublich viel Spaß. Offen zu fahren ist so bewegend, dass mir fast die Tränen kommen. Der manuelle GT3 ist aufregend, und sein Wolf im Schafspelz lässt mich jedes Mal erschaudern. Auch luftgekühlte Porsche sind faszinierend und haben eine ganz besondere Tiefe.
Und doch merke ich in letzter Zeit immer wieder: Ich liebe den Panamera einfach. (Ich bin dankbar, dass ich so viele verschiedene Porsche fahren darf – vielen Dank!)
Wenn ich mich frage, warum ich den Panamera so sehr mag, fallen mir viele Gründe ein. Am wichtigsten ist vielleicht das Gefühl von Geborgenheit.
Ich öffne die Tür, nehme auf dem Sitz Platz und lege die Hände ans Lenkrad – und fühle mich sofort wohl. Sobald es losgeht, denke ich: „Ja … genau das ist es.“ Ich freue mich, denn ich weiß: Auf dieses Auto kann ich mich immer verlassen.
Im Boxster und im GT3 fahre ich mit Handschaltung. Sobald ich das Lenkrad in die Hand nehme, bin ich hellwach – gerade der Umstand, dass man sich als Fahrer nicht zurücklehnen kann, macht für mich den Reiz aus. Der Panamera dagegen lässt mich aufatmen. Er gibt mir ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit.
Warum fühle ich mich im Panamera so sicher? Dafür gibt es viele Gründe: sein sattes Fahrgefühl, seine Größe und die präzise Lenkung. Noch wichtiger ist aber wohl, was ich bisher alles mit dem Panamera erlebt habe.
Mit ihm bin ich zum ersten Mal allein auf der Autobahn gefahren: von zu Hause bis nach Fuji und zurück, rund 1.000 Kilometer. Ich habe an einem Porsche-Fahrsicherheitstraining teilgenommen und Vollbeschleunigung sowie Vollbremsungen erlebt. Ich bin auf einem Bergpass durch Schneematsch gefahren und zum ersten Mal auf einer Rennstrecke unterwegs gewesen …
All das habe ich mit dem Panamera erlebt. Er hat mir viele neue Türen geöffnet.
Auch nach 1.000 Kilometern hin und zurück steigt man nicht erschöpft aus. Auf der Autobahn liegt der Panamera souverän auf der Straße. Denke ich an ein Ziel, bin ich gefühlt schon dort, bevor ich mich versehe – so mühelos beschleunigt er. Und selbst bei strömendem Regen bleibt das Gefühl unvergesslich, wenn dieses große Auto nach einer Vollbremsung aus voller Beschleunigung punktgenau zum Stehen kommt.
Als im Frühling unerwartet Schnee fiel und sich die Bergstraße in Schneematsch verwandelte, fuhr mein Mann im Boxster voraus. „Das rutscht, das ist unheimlich“, sagte er. Der allradgetriebene Panamera Turbo dagegen ließ sich davon nicht beeindrucken: Er vermittelte mir eine beeindruckende Stabilität und keinerlei Unsicherheit.
Auch auf der Start-Ziel-Geraden des Fuji Speedway spürte ich beim Beschleunigen diese schier unerschöpfliche Kraft – als wäre noch so viel mehr möglich.
Mit jedem dieser Erlebnisse wuchs mein Vertrauen in die Leistung und das Fahrverhalten des Panamera. Ich habe gelernt, wie wichtig dieses Gefühl von Sicherheit ist, wenn man Freude am Fahren haben möchte. Wenn ich weiß, wie sich mein Auto in verschiedenen Situationen verhält und wo seine Grenzen liegen, kann ich mich ganz auf das Fahrerlebnis einlassen.
Ein Auto lässt sich nicht zu hundert Prozent genießen, wenn man ihm nicht voll vertraut. Weil ich dem Panamera zu hundert Prozent vertraue, macht mir das Fahren mit ihm so viel Spaß. Das ist mir wieder einmal klar geworden.
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