Tests & Fahrberichte

Abarth 595 mit Handschaltung im Test: stilvoll, klangstark und leicht zu fahren!

Nervös ließ ich die Kupplung kommen und gab Gas. Der Wagen fuhr sauber an – da war ich erst einmal erleichtert. An der Ausfahrt vom Aussichtspunkt Higashi-Rokko hinunter zur Bergstraße am Royu Driveway musste ich am Hang anfahren, aber auch das klappte. Der Besitzer lobte mich:

Der Wechsel vom ersten in den zweiten Gang war sehr flüssig. Sie fahren wirklich gut!

Das ging natürlich runter wie Öl (lacht). Mit seinem 1,4-Liter-Motor ist der Abarth zwar kein besonders leistungsstarkes Auto, doch selbst im zweiten Gang zog er die Bergstraße überraschend kraftvoll hinauf. Auch die Lenkung fühlte sich sofort vertraut an. Und wie der Besitzer schon gesagt hatte: Der Schalthebel sitzt genau am richtigen Platz.

Zusammen mit den kompakten Abmessungen entsteht das schöne Gefühl, den Wagen komplett im Griff zu haben. Dann schlug der Besitzer vor:

Beschleunigen Sie doch einmal im zweiten Gang und ziehen Sie ihn ein bisschen hoch!

Auf einem geraden Stück trat ich kräftiger aufs Gas und konnte den wunderbar angenehmen Motorsound genießen.

Ein angenehmer, sauberer Auspuffklang, der schön nach oben ausdreht. Kein ohrenbetäubender oder brachialer Sound – vielmehr ein Klang, der wirklich musikalisch ist. Ich mag den serienmäßigen Sound ohnehin lieber als den von Autos mit modifizierter Auspuffanlage. (Als ich einmal in einem Supersportwagen mit verändertem Auspuff mitfuhr, sagte ich – ehrlich gesagt ziemlich unhöflich: „Der Motor klingt wie eine Kuh beim Kalben!“)

Wenn der Serienauspuff schon so viel Freude macht, ist das für mich mehr als genug.

Beim Fahren spürte ich außerdem, dass der Abarth schnell zum treuen Begleiter wird. Manche Autos vermitteln dieses Gefühl, andere nicht. Bei diesem Wagen konnte ich mir schon nach der kurzen Probefahrt vorstellen, wie man ihn ins Herz schließt.

Mit dem Abarth hätte ich nicht nur Lust, die täglichen Besorgungen zu erledigen, sondern auch, weitere Strecken zu fahren und neue Orte zu entdecken. Ich stellte mir vor, wie viel Spaß es machen würde, über gepflasterte Straßen zwischen den historischen Häusern Italiens zu fahren …

Auf meine Frage, wie sich der Abarth auf der Autobahn schlägt, antwortete der Besitzer:

Das ist wirklich beeindruckend. Er liegt sicher auf der Straße. Ich fahre meistens um die 1○0 km/h, und das ist überhaupt kein Problem. Vielleicht ist der Verbrauch auch deshalb mit 9 km/l etwas hoch.

Bei einem Verbrauch von 9 km/l bin ich allerdings kein guter Maßstab: Nachdem ich den Verbrauch eines GT3 und eines Panamera Turbo gesehen habe, ist mein Gefühl dafür völlig abgestumpft. Ich weiß gar nicht mehr, ob das nun gut oder schlecht ist … (lacht).

Der Besitzer forderte mich auch auf: „Probieren Sie doch einmal, beim Herunterschalten die Drehzahl anzupassen!“ Ich übe das gerade mit meinem BMW 320i. Aber weil ich mich beim Gasgeben noch nicht richtig traue, endet jeder Versuch mit einem „Kiiiieks!“ und einem heftigen Ruck. Geklappt hat es bisher noch nie – also ließ ich es diesmal lieber bleiben.

Anschließend setzte ich auf einem Parkplatz entlang des Royu Driveway zurück und fuhr die Strecke wieder hinunter. Dank des Besitzers würgte ich den Motor kein einziges Mal ab und brachte die Probefahrt erfolgreich zu Ende. Puh!

Ich möchte noch viele verschiedene Autos fahren

Die Probefahrt dauerte nur etwa zehn Minuten, aber sie hat mir gezeigt, wie leicht sich der Abarth 595 mit Schaltgetriebe fahren lässt und wie viel Spaß er macht. Die Gänge ließen sich einfach einlegen, die Kupplung war leichtgängig und griff erst weit unten. Selbst als Schaltwagen-Anfängerin konnte ich mich deshalb ganz entspannt hinters Steuer setzen.

Außerdem habe ich festgestellt, dass mir ein Schaltwagen mit Linkslenkung leichter fällt als einer mit Rechtslenkung. Da ich Rechtshänderin bin, fühlt es sich für mich natürlicher an, mit der rechten Hand zu schalten. Vielleicht suche ich beim nächsten Schaltwagen also gezielt nach einem Linkslenker … (Ganz schön früh, ich weiß.)

Auch von außen und innen ist der Abarth stilvoll – vermutlich kommt er deshalb auch bei meiner Frau und anderen Frauen gut an. Mein Erfahrungsbericht ist im Vergleich zu dem meines Mannes wohl etwas gefühlsbetont und vage ausgefallen. Dafür möchte ich mich entschuldigen … (-_-)

Vielen Dank an den Besitzer, der mich so großzügig fahren ließ! Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen!

In letzter Zeit sprechen mich auf dem Royu Driveway immer häufiger Blogleser und Follower an. Sie erzählen von ihren Autos und bieten mir an: „Fahren Sie ihn unbedingt einmal! Sie können gern darüber bloggen!“ Das ist wirklich eine große Freude und bedeutet mir sehr viel.

In letzter Zeit interessieren mich neben Porsche auch der Mazda Roadster und der Toyota Supra sehr … Ob mich wohl jemand auf dem Royu Driveway eine Runde fahren lässt?

… Jetzt werde ich wohl übermütig. Entschuldigung! (lacht)

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