Tests & Fahrberichte

Abarth 595 mit Handschaltung im Test: stilvoll, klangstark und leicht zu fahren!

Abarth

Als ich neulich an einem frühen Sonntagmorgen auf dem Royu Driveway unterwegs war, traf ich zum ersten Mal einen Follower, mit dem ich mich sonst immer auf Twitter austausche. Er besitzt einen Abarth mit Handschaltung und fragte mich tatsächlich: „Wenn Sie möchten, können Sie ihn gern einmal fahren. Er hat zwar ein Schaltgetriebe, lässt sich aber leicht fahren und macht Spaß.“

… Nein, nein, nein (-_-). Das Angebot war wirklich nett, aber ich wollte sein wertvolles Auto auf keinen Fall beschädigen – und dann war es auch noch ein Schaltwagen … Also lehnte ich zunächst ab. Doch dann sagte er:

Sie fahren doch jeden Tag einen BMW 320i mit Handschaltung. Das klappt bestimmt problemlos!

Da ließ ich mich schließlich überreden und durfte ans Steuer.

Bei dem Abarth, den ich diesmal ausprobieren durfte, handelte es sich um einen Abarth 595, Baujahr 2018, mit Schaltgetriebe und Linkslenkung. Die Außenfarbe heißt „Grigio Campovolo“ (und obwohl sie so wunderschön ist, gehört sie zur Serienfarbpalette). Außerdem waren das Basismodell mit einem Clarion-Navigationssystem und Tieferlegungsfedern ausgestattet.

Als ich den Besitzer fragte, warum er sich für den Abarth 595 entschieden hatte, erzählte er:

Ich suchte nach einem Neuwagen mit Linkslenkung und Schaltgetriebe, den ich im Alltag nutzen kann. Damals kamen dafür eigentlich nur ein Abarth oder ein Peugeot Sport infrage. Ich dachte auch über den Peugeot nach, entschied mich dann aber für den Abarth, weil ich schon länger mit dem Händler zusammenarbeite.
Dass ich unbedingt einen Linkslenker mit Handschaltung wollte, hatte einen Grund: „Irgendwann möchte ich einen Cayman GT4 fahren und mich schon einmal daran gewöhnen.“
… Wobei ich mich inzwischen ziemlich in meinen Abarth verliebt habe (lacht).

Als ich im April über den Kauf eines Schaltwagens nachdachte, hatte mir auch eine Blogleserin oder ein Blogleser den Abarth ans Herz gelegt: „Der Abarth ist toll!“ Außerdem sehe ich ihn gelegentlich in meiner Nachbarschaft. Deshalb hatte ich ihn schon länger auf dem Schirm.

Das Markenzeichen von Abarth ist übrigens der Skorpion. Er geht auf das Sternzeichen des Gründers Carlo Abarth zurück, der im Zeichen des Skorpions geboren wurde.

Meine erste Probefahrt im Abarth

Der Abarth 595, den ich fahren durfte, war in einer wunderschönen Außenfarbe lackiert, die an Porsches Kreide erinnert. Und was sofort auffällt: Seine kompakten Abmessungen machen ihn ausgesprochen niedlich. Größe und Design dürften besonders vielen Frauen gefallen.

Der Abarth 595 ist 3.660 mm lang, 1.625 mm breit und 1.505 mm hoch. Damit dürfte er sich auch im Stadtverkehr angenehm fahren lassen.

Als ich die Fahrertür öffnete, war ich überrascht: Sie fühlte sich deutlich solider an, als ich erwartet hatte. Bei einem Kleinwagen aus Italien hatte ich mir – ganz ehrlich – einfach vorgestellt, dass er zwar schön aussieht, aber vielleicht nicht besonders sorgfältig verarbeitet ist. (Es tut mir wirklich leid …)

Auch der Innenraum ist stilvoll gestaltet – typisch italienisch. Die Sitze sind weder zu hart noch zu weich und machen einen solide verarbeiteten Eindruck. Und obwohl der Wagen so kompakt ist, bietet er tatsächlich Platz für vier Personen. Gar nicht schlecht!

Dieser Abarth hat Linkslenkung und ein Schaltgetriebe. Bei den meisten Schaltwagen befindet sich der Schalthebel neben der Handbremse (wie hier):

Beim Abarth 595 ist der Schalthebel dagegen weit oben auf der Mittelkonsole angebracht. Dadurch lässt er sich direkt greifen, sobald man die Hand vom Lenkrad nimmt. Das soll das Schalten besonders einfach machen.

Aha … Ich probierte ein paarmal, den Schalthebel schnell zu greifen. Tatsächlich muss man die Hand nur ein kleines Stück bewegen, und schon liegt er ganz natürlich in der Hand. Das funktionierte wirklich gut. Das Getriebe hat außerdem fünf Gänge; der Rückwärtsgang befindet sich dort, wo man bei einem Sechsganggetriebe normalerweise den sechsten Gang findet.

Nachdem mir alles erklärt worden war, stellte ich den Sitz ein und machte mich bereit. Bis dahin hatte ich noch nie das Schaltgetriebe eines Autos gefahren, das nicht meiner Familie gehörte. Entsprechend nervös startete ich den Motor.

Wow – der klingt ganz schön sportlich!

Weiter zur nächsten Seite → Mein Eindruck beim Beschleunigen im zweiten Gang: Schaltgefühl und Motorsound des Abarth

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