Als unser Panamera kürzlich zum zweiten Mal zur Jahresinspektion musste, bekamen wir als Ersatzwagen einen Cayenne der Vorgängergeneration. Mein Mann brachte den Panamera zum Porsche Zentrum und fuhr anschließend mit dem Cayenne zur Arbeit. Am nächsten Tag war auch ich mit an Bord, als wir über kurvige Landstraßen und durch die Stadt fuhren. Hier kommt mein kurzer Fahrbericht zum Cayenne Turbo.
Bei dem Wagen handelte es sich um einen „Cayenne Turbo (958.2)“ mit einem 4,8-Liter-V8-Biturbo. Die Leistung beträgt 520 PS, das maximale Drehmoment 750 Nm.
Vor knapp einem Jahr durfte ich zum ersten Mal einen Cayenne fahren – damals einen neuen Cayenne als Testwagen. Bis dahin dachte ich: „Auch wenn er von Porsche kommt, ist ein SUV doch weit von einem Sportwagen entfernt.“ Doch bei der ersten Fahrt war ich völlig überrascht.
Laufruhe, Handling und Agilität haben mich begeistert. Mein Mann war sogar so angetan, dass er sagte: „Der Cayenne ist ja der Hammer! Den will ich haben!“ (lacht)
Ein Jahr später bekam ich nun die seltene Gelegenheit, den Cayenne Turbo der Vorgängergeneration zu fahren. Als ich auf dem Fahrersitz Platz nahm, fiel mir zuerst die gute Rundumsicht auf. Auch für kleinere Fahrerinnen dürfte sich der Cayenne angenehm einfach fahren lassen. Gleichzeitig wurde mir klar, wie tief man im Vergleich dazu im Alltagspanamera sitzt – fast, als würde man über den Asphalt kriechen. (lacht)
Beim Starten des Motors dachte ich: „Der klingt leiser als im Panamera Turbo.“ Wobei der Motor unseres Panamera mit der Zeit deutlich lauter geworden ist als kurz nach der Auslieferung.
Als ich die Pedale ausprobierte und meine Sitzposition einstellte, hatte ich den Eindruck, dass das Gaspedal etwas weiter rechts sitzt als in den Autos, die ich sonst fahre. Selbst wenn ich den Fuß von meiner üblichen Fersenposition aus nach rechts bewegte, war das Pedal zunächst nicht dort, wo ich es erwartet hatte.
Als ich es meinem Mann sagte, meinte er: „Ach ja? Wirklich?“ Vielleicht liegt es einfach an der unterschiedlichen Fußgröße. Anfangs war es jedenfalls ungewohnt, aber nach zehn Minuten hatte ich mich daran gewöhnt.
Beim Fahren fiel mir außerdem auf, dass sich Pedale und Lenkrad insgesamt leichtgängig bedienen lassen. Im Panamera Turbo sind beide deutlich schwergängiger. (Natürlich stammen die beiden Modelle aus unterschiedlichen Generationen. Ein fairer Vergleich wäre also eigentlich zwischen dem Cayenne 958 und dem Panamera 970.) Für Frauen dürfte sich der Cayenne dadurch besonders angenehm fahren lassen.
Allerdings hat der Cayenne reichlich Leistung. Schon ein etwas kräftigerer Tritt aufs Gaspedal lässt den Motor sofort aufheulen: „Wuuusch!“ Anfangs konnte ich das noch nicht richtig einschätzen und fuhr entsprechend vorsichtig.
Doch sobald ich mich daran gewöhnt hatte, sagte ich immer wieder: „Der fährt sich ja unglaublich leicht!“ – und war plötzlich mit richtig viel Spaß unterwegs. Das PDK im Panamera Turbo schaltet direkt und mit einem „zack, zack“ die Gänge durch. Da ist man schnell selbst im sportlichen Angriffsmodus.
Der Cayenne in unserem Test hatte dagegen eine Wandlerautomatik. Sie reagiert nicht ganz so unmittelbar wie das PDK, sondern spürbar sanfter. Gerade für Frauen und alle, die überwiegend in der Stadt unterwegs sind, dürfte das entspannt und unkompliziert sein.
Auch auf dem Royu Driveway war ich unterwegs – und das Handling ist beeindruckend. Der Cayenne lenkt sich unglaublich willig um die Kurven. Ich war überrascht: „Ein SUV kann so gut um die Ecke gehen?“ Da merkt man wieder, dass es eben ein Porsche ist.
Was mir weniger zusagte, war der Fahrkomfort auf dem Beifahrersitz. Schlecht ist er keineswegs – im Gegenteil, ich würde ihn als gut bezeichnen. Der Cayenne gibt nicht jeden Schlag ungefiltert weiter und liegt stabil auf der Straße. Allerdings war der neue Cayenne zuvor so beeindruckend geschmeidig gefahren, dass mir im direkten Vergleich die stärkeren Karosseriebewegungen des Vorgängers auffielen.
Damit aber zum eigentlichen Thema: dem Fahrbericht meines Mannes. (lacht)
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