Mein Mann ist bekanntermaßen ein großer Autofan. Doch unter all den Autos, die er im Laufe der Jahre besessen hat, gibt es eines, das er bis heute nicht vergessen kann: das Honda Legend Coupé (KA8).
Immer wieder sagt er Dinge wie: „Diese Straße bin ich damals mit dem Legend gefahren“ oder „Ich würde gern mal wieder Legend Coupé fahren“. Dann lernte er zufällig über Instagram den Besitzer eines Legend Coupés kennen, das ihm so viel bedeutet. Der zeigte ihm den Wagen am Royu Driveway – und ließ ihn sogar eine Runde damit fahren.
Diesmal berichtet mein Mann selbst über das Legend Coupé (KA8).
Wenn ich von den Autos erzähle, die ich besessen habe, darf eines nicht fehlen: das Honda Legend Coupé (KA8). Es war allerdings nicht mein erstes eigenes Auto. Mein erster Wagen war ein zweistüriger Legend Hardtop (KA3), den ich von meinem Vater übernommen hatte – das Vorgängermodell des KA8.
An den Tag, an dem ich zum ersten Mal selbst damit fuhr, erinnere ich mich noch ganz genau. Sogar die Straße weiß ich noch: die Präfekturstraße 724 in Tatsuno in der Präfektur Hyōgo.
Mein erstes eigenes Auto, von meinem Vater übernommen: ein Legend Exclusive als Zweitürer-Hardtop (KA3)
Bis dahin war ich nur den Honda Today gefahren, den Kleinwagen meiner Mutter. Als mein Vater mich zum ersten Mal ans Steuer seines Legend ließ, war ich überwältigt. Das Auto fühlte sich viel solider an, folgte Kurven präzise und lag für damalige Verhältnisse beeindruckend stabil auf der Autobahn.
Damals wurde mir wohl zum ersten Mal bewusst: „Autos können sich je nach Modell wirklich so unterschiedlich anfühlen!“
Nach einiger Zeit hatte der Legend als Zweitürer-Hardtop (KA3) so viele Kilometer auf dem Tacho, dass eine Motorüberholung nötig gewesen wäre. Leider wurde er deshalb verschrottet.
Doch da hatte mich die Faszination für den Legend bereits gepackt. Obwohl ich noch Student war, lieh ich mir Geld von meinen Eltern und kaufte für 1,68 Millionen Yen den Nachfolger, das Legend Coupé (KA8) in der Ausstattung Alpha Touring.
Mein damaliger Legend Coupé
Schon als ich noch den KA3 fuhr, hatte mich das Design des Nachfolgers, des Legend Coupé (KA8), fasziniert. Das Heck unterschied sich deutlich von der Limousine, und die markante Front hatte es mir ebenfalls angetan. Ich wusste: Eines Tages wollte ich selbst einen fahren.
Mein damaliger Legend Coupé
Beim Kauf hatte der Wagen, glaube ich, rund 60.000 Kilometer auf dem Tacho. Danach sollten wir noch etwa 100.000 Kilometer gemeinsam zurücklegen.
Was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist: Trotz der großen Karosserie hatte der Wagen nur zwei Türen – ein luxuriöser, beinahe überflüssiger Aufwand, den ich einfach stilvoll fand. Dazu kamen die für ein japanisches Auto herausragende Autobahnstabilität, der entspannte, aber dennoch sportliche Fahrkomfort und der Motor, der wunderbar hochdrehte. Ich war restlos begeistert.
Mein damaliger Legend Coupé
Mit diesem Legend Coupé habe ich ganz Japan bereist – kreuz und quer durchs Land. An Wochenenden und in den Sommer- oder Winterferien saß ich bei jeder Gelegenheit am Steuer. (Na ja, daran hat sich bis heute nicht viel geändert.)
Ich umrundete Shikoku bei einer etwa 16-stündigen Tour mit Übernachtungen im Auto. Ein anderes Mal fuhr ich ohne besonderen Grund stundenlang nur auf der Nationalstraße 8, weil ich sie unbedingt „komplett abfahren“ wollte. Auch nach Kantō, Shinshū, Kyūshū und Hokuriku zog es mich – selbst bei Schnee. Schneeketten hatte ich immer dabei, und ich unternahm sogar Fahrten durch tief verschneite Gegenden.
Man kann wohl sagen, dass meine heutige Leidenschaft fürs Autofahren auf den Reisen mit diesem Legend Coupé begann.
Damals fuhr ich mit dem Legend zum Skifahren und suchte mir sogar gezielt verschneite Gegenden für Ausfahrten aus.
Im Laufe der Zeit gingen verschiedene Nebenaggregate kaputt, und einmal gelangte Kühlwasser in den Motor. Ich ließ die Defekte reparieren und fuhr den Wagen weiter. Schließlich überließ ich ihn einem Freund und verabschiedete mich um 2003 herum vom Legend.
Bis etwa 2003 (damals) betrieb ich sogar eine Fanseite für das Legend Coupé: „The Coupe of LEGEND“. Im Mittelpunkt stand ein Forum für Besitzer, daneben sammelte ich allerlei Informationen rund um das Coupé.
Ein von Hand gestalteter Auftritt, wie man ihn heute kaum noch sieht.
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