Porsche Panamera im Fahrbericht: Die echte Sportlimousine mit Spitzenleistung und hohem Komfort

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Tests & Fahrberichte

Diesmal hatte ich die Gelegenheit, den neuen Porsche Panamera zu fahren. Mein Bericht fällt zwar kurz aus, doch die Eindrücke möchte ich gerne mit Ihnen teilen.
Der neue Panamera ist endlich auch in Japan angekommen. Ich fuhr das gerade erst eingetroffene Basismodell.

Noch eleganteres Design nach der Modellpflege

Der neue Panamera ist eher eine umfassende Modellpflege als eine völlig neue Generation und entspricht dem Facelift der Baureihe 971. Der Panamera Turbo, den ich zuvor gefahren bin, war ein Vor-Facelift-Modell der Baureihe 971. Darauf folgte eine weitere Überarbeitung, bevor nun die jüngste Ausführung an den Start geht.

Das Exterieur hat sich deutlich verändert, auch wenn die Unterschiede im Detail liegen und vielleicht vor allem Besitzern eines Panamera auffallen. Besonders die Frontschürze wurde überarbeitet. Der größere Kühlergrill lässt den Wagen präsenter wirken. Auf Fotos gefiel mir das zunächst nicht besonders.

Porsche Panamera der neuen Generation

Porsche Panamera der neuen Generation

Doch vor dem Auto stehend wirkt der Panamera deutlich eleganter und kompakter, als ich erwartet hatte. Er erscheint niedriger, und auch die Karosserielinien verlaufen deutlich weiter unten. Am Heck wurden ebenfalls Details rund um die Rückleuchten verändert, die nun kräftiger wirken. Insgesamt steht das Heck ruhiger da und sieht zugleich stilvoller aus.

Noch einmal: Das Exterieur ist in echt deutlich attraktiver als auf Fotos. Auf Bildern wirkt der Wagen vielleicht etwas schwerfällig, doch das Original erscheint ausgesprochen scharf gezeichnet und kompakt. Das können Sie mir glauben.

V6-Motor und kultivierter, leiser Fahrkomfort

Beim Testwagen handelte es sich um den Panamera mit dem V6-Motor in der Basisversion. Der 2,9-Liter-V6-Biturbo leistet 353 PS und entwickelt beeindruckende 500 Nm Drehmoment. Besonders bemerkenswert: Das maximale Drehmoment liegt über einen breiten Drehzahlbereich von 1.900 bis 4.800 U/min an.

Die Werksangaben nennen eine Höchstgeschwindigkeit von 272 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,1 Sekunden mit Sport Chrono Paket. Damit ist der Panamera spürbar schneller geworden. Der Preis liegt bei 14,66 Millionen Yen. Zwar ist er etwas teurer als das Vorgängermodell, angesichts der gestiegenen Leistung und der verbesserten technischen Daten ist der Aufpreis jedoch nachvollziehbar.

Innenraum des neuen Porsche Panamera

Im Stadtverkehr fällt zunächst die hervorragende Geräuschdämmung auf. Mit jedem Modellwechsel ist der Panamera leiser geworden – und auch beim V6 ist das deutlich zu spüren. Er ist so leise, dass man beinahe von fehlendem Porsche-Charakter sprechen könnte; selbst den Start-Stopp-Vorgang bemerkt man kaum. Wer großen Wert auf einen markanten Motorsound legt, mag das anders sehen. Für alle anderen könnte genau diese Ruhe ein Pluspunkt sein.
Auch der Innenraum ist hervorragend gegen Außengeräusche abgeschirmt, sodass Gespräche mit den Mitfahrenden mühelos möglich sind. Selbst lange Strecken dürften sich entspannt zurücklegen lassen. Als Limousine überzeugt der Panamera rundum.

Neuer Porsche Panamera

Der Testwagen war in elegantem Carraraweißmetallic lackiert. Dazu passen die exklusiven 20-Zoll-Panamera-Designräder hervorragend. Ihr Design erinnert an die klassischen Räder des 911 – mir gefällt das ausgesprochen gut.

Ein kleiner Wermutstropfen: Statt Reifen von Michelin oder Pirelli waren Hankook-Reifen montiert. Da sie die Freigabeprüfungen von Porsche bestanden haben, dürfte es an ihrer Performance nichts auszusetzen geben. Optisch können sie mich allerdings nicht überzeugen: Die Schulter wirkt zu rund, und das Seitenwanddesign erinnert eher an einen Familienwagenreifen. Auch wenn die Fahreigenschaften passen, ist das ein Detail, auf das ich persönlich Wert lege.

Reifen des neuen Porsche Panamera

Umfangreiche Ausstattung und intuitive Bedienung

Im Innenraum ist die Digitalisierung deutlich vorangeschritten, und das Infotainmentsystem wurde spürbar weiterentwickelt. Auch das volldigitale Kombiinstrument ist gut ablesbar. Die Anzeigen der Fahrerassistenzsysteme sind verständlich gestaltet; beispielsweise lässt sich der Status der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage auf einen Blick erfassen.

Auch die Mittelkonsole wurde grundlegend neu gestaltet. Unter der Abdeckung befindet sich ein Fach, in dem sich das Smartphone kabellos laden lässt. Praktische Ablagemöglichkeiten sind an vielen Stellen durchdacht integriert.

Mittelkonsole des neuen Porsche Panamera

Mittelkonsole des neuen Porsche Panamera

Mit induktiver Ladefunktion

Auch die durchdachte Anordnung der Klimabedienelemente gefällt. Sie lassen sich intuitiv bedienen, sodass man sich auch ohne längere Eingewöhnung schnell zurechtfindet.

Besonders auffällig: Der Wählhebel ist von der Mittelkonsole verschwunden. Stattdessen sitzt der Wählhebel rechts neben dem Lenkrad – ganz ähnlich wie im Porsche Taycan. Nach dem Drücken der Parktaste und der Wahl der Fahrstufe genügt es, das Gaspedal zu betätigen. Die Bedienung des Getriebes ist dadurch verblüffend einfach geworden.

Wählhebel des neuen Porsche Panamera

Wie im Taycan sitzt der Wählhebel nun neben dem Lenkrad. Er lässt sich sehr einfach bedienen.

Neuer Porsche Panamera

Auch der Panamera hat nun einen Startknopf

Display in der Mittelkonsole des neuen Porsche Panamera

Dieser Testwagen ist mit Sitzen inklusive Massagefunktion ausgestattet

Seidenweicher Antrieb und kraftvolle Beschleunigung: eine Sportlimousine in Bestform

Das Fahrwerk des neuen Panamera ist schlichtweg hervorragend. Die weiterentwickelte Luftfederung schluckt selbst harte Kanten und Unebenheiten souverän, ohne dabei schwammig zu wirken. Der gelungene Kompromiss verbindet hohen Komfort mit einem straffen, präzisen Fahrgefühl. Wer sich Sorgen um den Federungskomfort macht, kann hier beruhigt sein.

Bei der Beschleunigung erreicht der Panamera zwar nicht die Geschmeidigkeit des Taycan, doch seine Fähigkeit, in 5,1 Sekunden auf 100 km/h zu sprinten, ist beeindruckend. Auch aus mittleren Geschwindigkeiten heraus zieht er kraftvoll durch und erweist sich beim Auffahren auf die Autobahn als souveräner Begleiter. Für das Basismodell ist das eine bemerkenswerte Leistung.

Kombiinstrument des neuen Porsche Panamera

Volldigitales Kombiinstrument

Kombiinstrument des neuen Porsche Panamera

Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage wurde nochmals verbessert. Auch im Stau folgt der Panamera ruckfrei und ausgesprochen geschmeidig.

Auch in Kurven zeigt sich der Panamera ganz als Porsche. Der niedrige Schwerpunkt und die geringe Seitenneigung sorgen für ein ausgesprochen neutrales Fahrverhalten.

Schon im Normalmodus fährt sich der Panamera sportlich. Im Sportmodus wird das Fahrwerk straffer, und die Lenkreaktionen wirken noch einmal deutlich direkter. Das agile Handling kommt dem des 911 nahe. Meiner Meinung nach entfaltet gerade das Basismodell seinen Charakter besonders gut im Sportmodus oder in einer noch sportlicheren Einstellung.

Auch das PDK hat sich deutlich weiterentwickelt – ein Punkt, der besondere Erwähnung verdient. Die Gangwechsel erfolgen blitzschnell. Betätigt man die Schaltwippen am Lenkrad, reagiert das Getriebe so spontan, dass man sich fast in einem 911 wähnt. Dieses Getriebe spielt in einer ganz eigenen Liga für eine Limousine – das hat mich wirklich beeindruckt.

Fazit: Der neue Panamera vereint alle Qualitäten einer Limousine

Wer eine sportliche Limousine sucht, sollte sich den Panamera in der Basisversion unbedingt ansehen.

Er verbindet Fahrleistungen nahe am 911 mit der Alltagstauglichkeit einer Limousine. Wer Wert auf ein agiles Fahrerlebnis legt, dürfte mit dem V6-Modell die passende Wahl treffen.

Wer dagegen noch mehr Komfort und Luxus, eine überragende Beschleunigung oder leises Fahren im Elektromodus wünscht, sollte sich die Hybridmodelle ansehen. Für ein besonders eindrucksvolles Motorerlebnis empfiehlt sich dagegen das V8-Turbomodell.

Neuer Porsche Panamera

Der Panamera bietet eine beeindruckende Bandbreite an Charakteren. Nehmen Sie sich die Zeit, die passende Variante für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Der neue Panamera ist gerade erst in Japan angekommen. Da die Wirkung des Wagens auf Fotos und in natura deutlich voneinander abweicht, empfehle ich Ihnen, ihn bei einem Porsche Zentrum in Ihrer Nähe persönlich anzusehen und – wenn sich die Gelegenheit bietet – eine Probefahrt zu machen.
Dieser Panamera ist eben keine gewöhnliche Sportlimousine. In ihm steckt das Leistungsvermögen eines echten Sportwagens. Ich bin sicher, auch Sie werden sich von seinem Reiz begeistern lassen.

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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