Empfehlung für „Doppelklick-Verriegelung“ zur Vermeidung einer leeren Porsche-Batterie

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992.2 Targa 4 GTS startet nach nur 3 Wochen nicht mehr wegen leerer Batterie

In den sozialen Medien fiel mir ein Beitrag eines 992.2-Besitzers ins Auge.

Der 992.2 Targa 4 GTS ist ein besonderes Modell mit der ersten T-Hybrid-Technologie von Porsche – doch nach gerade einmal drei Wochen Standzeit war die Batterie leer. Der Besitzer vermutete zunächst einen Schlüsseldefekt. Die Ursache war jedoch die Entladung der 12V-Batterie im Fahrzeug. Die Garantie übernahm wohl die Kosten, doch ein quasi neuwertiger Porsche, der nach 3 Wochen nicht mehr startet, ist kein kleines Problem. Während die innovative T-Hybrid-Antriebstechnologie hohe Aufmerksamkeit erhält, stellt dieses Batterieproblem einen wichtigen Punkt für Besitzer dar.

Die „12V-Falle“ des T-Hybrid-Systems

Ein Blick auf den Aufbau des T-Hybrid verdeutlicht die Problematik.

Beim 992.2 T-Hybrid wird für den Motorstart nicht der herkömmliche 12V-Startermotor verwendet, sondern ein Elektromotor im Hochvoltbereich. Das System kombiniert eine 1,9 kWh starke Fahrbatterie mit einer kleinen 12V-LiFePO4-Batterie (Lithium-Eisenphosphat). Hier liegt die Schwachstelle: Entlädt sich die 12V-Batterie, läuft die gesamte elektronische Steuerung nicht an – egal wie voll die Fahrbatterie ist. Die 12V-Anlage fungiert als „Torwächter“ für das sichere Hochfahren des Hochvoltsystems. Ist dieses Tor „gefallen“, ist die gespeicherte Energie im Hochvoltspeicher nutzlos.

Auch bezüglich der Fahrbatterie ist Vorsicht geboten. Porsche weist im Handbuch darauf hin, die Ladung bei mehr als zwei Wochen Stillstand bei mindestens 30 % zu halten. Ein starker Ladeverlust macht das Starten unmöglich und erfordert Fachservice im Porsche Zentrum. Gleiches gilt, wenn die 12V-Batterie zuerst versagt. Wer noch mit der klassischen Vorstellung „Starthilfekabel hilft immer“ fährt, riskiert unvorhergesehene Kosten und Zeitverluste.

Vorteile und Risiken der Lithium-Ionen-12V-Batterie

Das Batterieproblem beschränkt sich nicht nur auf den T-Hybrid.

Soweit bekannt, sind bei Modellen wie 992.1 Carrera T oder GT3 serienmäßig Lithium-Ionen 12V-Batterien verbaut. Diese sind über 10 kg leichter als herkömmliche Bleisäurebatterien, was das Gewicht und das Handling des Fahrzeugs deutlich verbessert. Persönliche Vergleichsfahrten zeigten mir, dass das Lenkgefühl durch die Lithium-Ionen-Batterie spürbar präziser wird: leichter, aber gleichzeitig stabiler – die Nase reagiert agiler, die Front bekommt ein noch klareres Feedback.

Porsche 911 Carrera T

Allerdings haben Lithium-Ionen-Batterien eine geringere Kapazität: statt etwa 70 Ah bei AGM-Batterien liegen sie bei rund 40 Ah. Porsche-Fahrzeuge sind standardmäßig mit einer Alarmanlage ausgestattet, deren Innenraum-Bewegungssensoren und Neigungsmelder permanent Strom ziehen – der sogenannte Ruhestrom belastet kleine Lithium-Ionen-Batterien stärker als erwartet.

Besonders tückisch ist der „Spannungsabfall“ typisch für Lithium-Ionen. Während AGM-Batterien mit abnehmender Kapazität schrittweise Spannung verlieren und somit Schwächen erkennen lassen, hält Lithium-Ionen die Spannung bis zu einem bestimmten Punkt relativ konstant und bricht dann abrupt zusammen. Das sorgt für „plötzlichen Totalausfall“ ohne Vorwarnung. Gestern noch keine Probleme, heute nicht mehr startbereit – die Kombination aus kleiner Kapazität und abruptem Spannungseinbruch erklärt, warum Diskussionen über Batterieausfälle bei Lithium-Ionen-12V-Batterien so häufig sind.

Das wenig bekannte „Doppelklick-Verriegeln“ für Porsche-Besitzer

Im Folgenden möchte ich eine praktische Methode vorstellen, um Batterieentladungen zu vermeiden.

Die Porsche-Fernbedienung bietet eine Funktion namens „Doppelklick-Verriegelung“. Wenn der Verriegelungsknopf zweimal schnell betätigt wird, wird die Alarmanlage mit ihren Innenraum-Bewegungs- und Neigungssensoren deaktiviert und das Fahrzeug trotzdem verriegelt. Die Unterscheidung zum normalen Verriegeln ist am Blinkerlicht zu erkennen: Beim Doppelklick bleibt das Warnblinklicht zum Schluss länger an – ein Zeichen, dass die Einstellung erfolgreich war. Die Türen bleiben mechanisch verschlossen und ein gewaltsames Aufhebeln löst weiterhin den Alarm aus – es handelt sich also nicht um eine völlige Sicherheitsabschaltung.

Porsche Schlüsselanhänger

Ich habe diese Methode bei verschiedenen Modellen wie dem 718 Spyder RS, 981 Boxster GTS oder früheren 991.1 Carrera 4 GTS mehrfach erfolgreich angewendet. Mit ausgeschalteter Sensorik kam es selbst bei mehr als einem Monat Standzeit nie zu Batterieproblemen. In gesicherten Parkhäusern oder ähnlichen Umgebungen ist die Nutzung der Doppelklick-Funktion daher sehr zu empfehlen. Diese Technik sollten alle Porsche-Besitzer kennen, nicht nur die des T-Hybrid.

Jeder erlebt sie irgendwann: längere Reisen oder Auslandaufenthalte, in denen das Auto nicht bewegt wird. In solchen Fällen kann eine einfache Aktion beim Abschluss das Risiko des Albtraums „Auto startet nicht“ erheblich reduzieren.

Hiro

Minaの夫です。 ファッションやステータスシンボルのためにクルマは乗りません。 運転して楽しく、工業製品として優れ、作り手の意思が感じられるようなクルマを好んで乗ります。長距離ツーリングをこよなく愛し、「クルマは走らせてナンボ」と思ってます。休日には日本全国を愛車で旅しています。 ブログでは主に試乗レポートやツーリング記などを執筆しています。またブログのシステム周りやチューニングなども担当しています。

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