Mit dem Porsche Panamera nach Shirahama und Kumano – Familienausflug zum Neujahrsgebet

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Porsche Panamera

Zum Kumano Nachi-Taisha in der Präfektur Wakayama

Bei uns zu Hause ist es keine feste Tradition, am Neujahrstag oder an einem der ersten drei Tage des Jahres zum ersten Mal im neuen Jahr einen Schrein zu besuchen. Zu dieser Zeit sind die Schreine voller Besucher. Außerdem feierte man das Neujahrsfest bis etwa zur Taishō-Zeit (1912–1926) nach dem alten Mondkalender (dieses Jahr fällt das Neujahrsfest nach dem alten Kalender wohl auf den 5. Februar). Da dachten wir uns: „Dann können wir doch auch im Februar in aller Ruhe zum ersten Schreinbesuch des Jahres gehen, oder?“ Und so machten wir uns neulich endlich zu viert auf den Weg zum Kumano Nachi-Taisha, einem Schrein auf der Welterbeliste, um dort für das neue Jahr zu beten.

Kurz nach unserer Hochzeit war ich schon einmal mit meinem Mann zum Neujahrsgebet am Kumano Nachi-Taisha.


(Damals sind wir mit dem SLK und offenem Verdeck hingefahren.)

Obwohl wir beide ganz normale Menschen ohne besondere Fähigkeiten sind, hatten wir damals dasselbe Gefühl: „Hier scheint irgendwie eine Gottheit zugegen zu sein.“ Das war eine merkwürdige Erfahrung. Deshalb wollte ich unbedingt eines Tages mit unseren Kindern als Familie wiederkommen.

Allerdings ist Kumano alles andere als leicht zu erreichen. Auf der Karte wirkt die Region nicht weit entfernt, schließlich liegt sie in der Kansai-Region. Tatsächlich dauert die Fahrt von zu Hause selbst bei günstigen Bedingungen aber viereinhalb Stunden. Kein Wunder, dass Kumano seit jeher als „isolierte Gegend“ gilt.

Andererseits kommen wohl gerade deshalb nicht allzu viele Touristen hierher, sodass man den Schrein in Ruhe besuchen kann.

Nach Kumano führt auch eine Route durch die Berge der Präfektur Nara. Die macht mehr Spaß am Steuer. Doch für unsere fünf und zwei Jahre alten Töchter wäre eine endlose Fahrt über Bergpässe sicher ziemlich anstrengend gewesen. Deshalb entschieden wir uns diesmal für die entspanntere Strecke entlang der Küste.

Das bedeutete: bis zur Südspitze Wakayamas fahren und dann in einem großen Bogen wieder zurück.

Der erste Tag unserer Fahrt

Ursprünglich hatten wir geplant, am Samstag entspannt loszufahren, eine Nacht in Shirahama zu verbringen und am Sonntag den Kumano Nachi-Taisha zu besuchen. Doch ein Blick auf die Wettervorhersage für die Woche zeigte einmal mehr: Für Sonntag war heftiger Regen angesagt (typisch für mich als „Regenfrau“!). Also änderten wir unsere Pläne und fuhren bereits am Samstag nach Kumano.

Wir wollten um sieben Uhr morgens starten, und ich war schon um fünf aufgestanden, um alles vorzubereiten. Doch auch die Mädchen wurden wach und machten mir einen Strich durch die Rechnung … Am Ende kamen wir erst nach acht Uhr los. Meine jüngere Tochter wollte partout nicht in den Kindersitz, aber schließlich saß sie doch drin.

Und los ging’s.

Am Wochenende war einiges los, doch auf der Hanshin-Autobahn entlang der Bucht lief der Verkehr vergleichsweise flüssig.

Bis hierhin war alles in Ordnung. Das Problem war der einspurige Abschnitt der Hanwa-Autobahn: Zwischen der Anschlussstelle Arida und Nanki-Tanabe verläuft die Autobahn sage und schreibe 50 Kilometer lang einspurig.

Zwar gibt es unterwegs einige Abschnitte mit zwei Spuren, aber die sind ungewöhnlich kurz. Wenn sich vor einem eine Kolonne gebildet hat, ist es außerdem schwierig, auf die Überholspur zu wechseln, zu beschleunigen und sich anschließend wieder in den Verkehr einzufädeln. Da bleibt man am Ende lieber gemütlich auf der rechten Spur …

Eine Strecke, bei der man sich fragt: „Kann man das überhaupt noch Autobahn nennen …?!“

Kaum waren wir auf dem einspurigen Abschnitt, steckte vor uns erwartungsgemäß ein langsames Auto. Der ganze Verkehr hinter ihm musste im Schneckentempo fahren.

Mein Mann fuhr die ganze Zeit mit aktiviertem ACC (Abstandsregeltempostat) des Panamera und meinte:

Da hätten wir auch gleich mit irgendeinem anderen Auto fahren können … Ich habe mal gehört, dass es so eine einspurige Autobahn sonst nirgends auf der Welt gibt. Wahrscheinlich ist die Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf 70 km/h begrenzt und Überholen verboten. Aber mit einem modernen, komfortablen Auto auf einer Straße herumzuschleichen, die aussieht wie eine Bahntrasse – da wird man doch erst recht müde. Das ist doch gefährlicher!

Trotzdem ist es gerade in solchen Situationen praktisch, dass selbst ein Sportwagen über Fahrassistenzsysteme verfügt.

Ich sah das Schild „Achtung, Sekundenschlaf“ aus dem Augenwinkel. Die milde, sonnige Wärme und mein früher Start um fünf Uhr morgens taten ihr Übriges: Mich überkam eine heftige Müdigkeit. Als ich plötzlich hochschreckte, war das Auto bereits von der Autobahn abgefahren und auf einer Küstenstraße unterwegs.

Das Wetter war an diesem Tag wunderbar, das Meer tiefblau und die Landschaft wunderschön.

Allerdings schien die Straße auch bei den Einheimischen beliebt zu sein. Es war viel Verkehr, und mit dem Panamera konnten wir nicht wirklich frei fahren. Mein Mann sagte etwas enttäuscht:

Die Landschaft erinnert mich sehr an Shikoku. Aber auf den Küstenstraßen dort waren kaum Autos unterwegs, die Straßen waren breit, und das Fahren hat unglaublich Spaß gemacht. Hier ist das leider anders.

Weil die Fahrt ziemlich gleichförmig war, probierten wir einiges aus: Sportabgasanlage einschalten, im Sportmodus fahren und so weiter. Nach etwa einer Stunde am Steuer des Panamera verabschiedeten wir uns endlich von der Küste und fuhren in die Berge.

Je näher wir dem Nachi-Schrein kamen, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass die ganze Berglandschaft von Gottheiten erfüllt war und die Umgebung etwas zutiefst Heiliges ausstrahlte. Früher waren die Straßen nicht so gut ausgebaut wie heute. Die Pilgerreise nach Kumano muss damals eine echte Herausforderung gewesen sein.

Nach unserer Ankunft parkten wir zunächst auf einem nahe gelegenen Parkplatz und machten uns auf den Weg zum Nachi-Wasserfall.

Der Nachi-Wasserfall wird seit jeher als heilig verehrt und gilt selbst als Gegenstand der Anbetung. Seine Fallhöhe beträgt beeindruckende 133 Meter.

Als wir dort waren, führte der Wasserfall nicht besonders viel Wasser. Statt überwältigend kraftvoll wirkte er auf uns vor allem durch seine heilige, besondere Atmosphäre. Zu einer Jahreszeit mit mehr Wasser sieht er bestimmt ganz anders aus.


(Auch die Mädchen waren ganz fasziniert.)

Anschließend fuhren wir hinauf zum kostenlosen Parkplatz nahe der Haupthalle (für die Zufahrt zur Haupthalle wurden 800 Yen fällig) und gingen zum Schrein. Als mein Mann und ich früher allein hier waren, sind wir zu Fuß den Berg hinaufgelaufen – ein ordentliches Training. Mit Kindern ist es aber deutlich bequemer, mit dem Auto bis zu diesem Parkplatz zu fahren.

Mir gefällt am Kumano Nachi-Taisha besonders, dass er nicht übermäßig touristisch wirkt. Es gibt zwar Souvenirs und regionale Spezialitäten aus Kumano, aber nur wenige Geschäfte. So konnten wir den Schrein in Ruhe und ganz entspannt besuchen.

Weiter nach Shirahama

Wir schlenderten in aller Ruhe über das Gelände. Mein Mann warf großzügig Münzen in den Opferkasten, und wir vier beteten andächtig – danach fuhren wir auf derselben Strecke zurück. Diesmal saß ich am Steuer und nahm Kurs auf unsere Unterkunft in Shirahama.

Als ich den Sportmodus ausprobierte, schaltete das Getriebe nicht so schnell wie im Normalmodus in den sechsten Gang, sondern hielt den vierten. Auch der Klang wurde schön sportlich und höher, sodass ich das leichte, dynamische Fahrgefühl genießen konnte. Für einen kurzen Moment war kein Auto vor uns – da konnte ich den Panamera endlich ein wenig erleben. Mein Mann meinte anschließend:

Der Panamera ist einfach dafür gemacht, im Sportmodus gefahren zu werden. So fühlt er sich viel mehr nach Sportwagen an.

Dem konnte ich nur zustimmen. Knapp zwei Stunden nach unserer Abfahrt aus Kumano erreichten wir endlich das Hotel. Mein Mann fuhr den Wagen auf den Parkplatz und entdeckte dort einen 997, der am weitesten vom Hoteleingang entfernt stand. Als er zurückkam, erzählte er zufrieden:

Ich habe mich nicht wie ein „Nachbarparker“ verhalten (so nennt man jemanden, der sein Auto neben einem parkt, obwohl der Parkplatz ansonsten fast leer ist), sondern habe zwischen den Autos einen Stellplatz freigelassen!

Doch als wir später aus dem Zimmer auf den Parkplatz hinuntersahen, stand tatsächlich ein Minivan genau zwischen dem 997 und unserem Panamera … (lach) Dabei waren noch andere Plätze frei. Warum musste es ausgerechnet dieser sein? Ich wünschte, andere Autofahrer könnten sich wenigstens ein bisschen in unsere Lage hineinversetzen (-_-).

Aber genug davon: Der Sonnenuntergang über Shirahama war an diesem Abend wunderschön.

Am nächsten Morgen fuhren wir früh zum Strand von Shirarahama.

Dort machten wir noch ein paar Fotos vom Panamera.

Danach besuchten wir Senjojiki, eine bekannte Sehenswürdigkeit.

Obwohl wir auch dort ganz am Rand des Parkplatzes geparkt hatten, war bei unserer Rückkehr wieder ein „Nachbarparker“ da (na ja, an einem beliebten Ausflugsziel lässt sich das wohl nicht vermeiden).

Von da an wurde das Wetter zunehmend schlechter, also machten wir uns auf den Heimweg. Wieder ging es im Schneckentempo über den einspurigen Abschnitt der Hanwa-Autobahn (und wieder habe ich tief und fest geschlafen).

Schließlich kamen wir wohlbehalten zu Hause an. Mein Mann meinte danach:

Wenn Wakayama doch nur besser erreichbar wäre. Dort gibt es mit der Ryujin Skyline und vielen anderen tollen Straßen jede Menge schöne Strecken, aber allein die Anfahrt ist so mühsam, dass man sich nicht so leicht auf den Weg macht.

Hm, dachte ich und schaute im Internet nach. Und tatsächlich: Offenbar liefen damals die Bauarbeiten, um die Hanwa-Autobahn bis 2021 auf vier Spuren auszubauen!*Weniger tödliche Unfälle und Staus: Ausbau der Hanwa-Autobahn auf vier Spuren schreitet voran

Damit wäre Wakayama viel einfacher zu erreichen.

Nach unserem Ausflug mit dem Panamera nach Wakayama wurde mir wieder einmal klar:

Bei einer Tour oder einem Roadtrip sollte man nicht nur die Straßen am Zielort berücksichtigen, sondern auch die Anfahrt dorthin.

Auf der Autobahn zwischen Wakayama und Shirahama war das ACC eine echte Erleichterung. Mit einem Boxster oder einem luftgekühlten Porsche wäre die Fahrt sicher anstrengend gewesen (auch wenn natürlich nicht alle vier hineingepasst hätten).

Am Ziel angekommen konnten wir mit dem Panamera im Sportmodus und anderen Einstellungen trotzdem den Fahrspaß genießen. Umso mehr freute ich mich, dass wir mit dem Panamera unterwegs waren – einem Auto, das Fahrdynamik und Komfort so schön miteinander verbindet.

Wenn die Hanwa-Autobahn erst einmal vier Spuren hat (lacht), möchte ich noch viel öfter nach Wakayama fahren.

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