Für wen ist der Porsche Panamera ideal? Vier Typen von Fahrbegeisterten im Vergleich
Veröffentlicht: 2018.08.30
Lange Strecken mit dem Auto? Für mich ganz normal
Ich glaube, dass ich im Vergleich zu den meisten Menschen gerne Auto fahre. Als ich beruflich einmal nach Yonago in der Präfektur Tottori musste, ging mein Auftraggeber selbstverständlich davon aus, dass ich von meinem Wohnort in der Präfektur Hyōgo mit dem Zug anreisen würde. Als ich aber sagte: „Ich komme mit dem Auto!“, kam prompt die Reaktion:
„Wie bitte!? Ernsthaft? Mit dem Auto dauert das selbst bei freier Strecke vier Stunden! Das ist doch anstrengend, oder?“
(Dabei war es die perfekte Gelegenheit für eine lange Fahrt im Panamera – für mich stand also gar nicht zur Debatte, etwas anderes als den Panamera zu nehmen. W)
Auch bei unseren Familienreisen gilt: Mein Mann ist überzeugter„Zug-Verweigerer – unterwegs sind wir grundsätzlich mit dem Auto“. Von Hyōgo fahren wir ganz selbstverständlich bis zum Fuji Speedway (mit Pausen etwa sieben Stunden pro Strecke). Wenn es nach Kyūshū geht, fahren wir mit dem Auto bis Osaka, nehmen es dort mit auf die Fähre und sind am Ziel ebenfalls ausschließlich mit dem Auto unterwegs.
Als ich mit unserer ältesten Tochter schwanger war (ich glaube, ich war etwa im sechsten Monat), beschlossen wir: „Wenn das Baby erst da ist, können wir eine Weile nicht mehr zu zweit auf eine Fahrt gehen. Also nutzen wir die Gelegenheit jetzt.“ So machten wir uns auf eine dreitägige Wellnessreise mit dem Auto: von Hyōgo zum Fuji, am nächsten Tag über die Venus Line und andere schöne Strecken bis nach Kaga in der Präfektur Ishikawa und von dort zurück nach Hyōgo.
Die Morgenübelkeit war zwar vorbei und ich war im stabilen zweiten Schwangerschaftsdrittel, aber nach all den Stunden im Auto wurde mir unterwegs immer schlechter. „Nein, ich muss mich gleich übergeben … wirklich gleich … (T_T)“, sagte ich und schleppte mich mehr oder weniger halbtot nach Hause. (Danach schimpften meine Frauenärztin und meine Eltern ordentlich mit mir – und ich bereute die Aktion sehr.)
Autofans sind nicht alle gleich
Trotzdem denke ich oft: „Ich fahre zwar gern Auto, aber mein Mann und ich mögen das Fahren auf ganz unterschiedliche Weise.“ (Oder anders gesagt: Wir unterscheiden uns darin, wie verrückt wir danach sind. W) In jedem längeren Urlaub unternimmt mein Mann eine rund 1.500 Kilometer lange Tour. Und sonntagmorgens steht er früh auf, um unbedingt über den Royu Driveway oder zum Rokkō-Gebirge zu fahren. Ich dagegen … bin nicht ganz so leidenschaftlich.
Neulich meinte mein Mann: „Wie wär’s, wenn du beim nächsten Porsche-Fahrsicherheitstraining, der Porsche Track Experience, mitmachst? Da lernst du einiges fürs Fahren!“ Aber derzeit fehlt mir einfach die Motivation, erst eine Betreuung für unsere zwei Kinder zu organisieren und dann sieben Stunden von zu Hause bis zum Fuji Speedway zu fahren, nur um dort Fahrtraining zu machen.
An einem sonnigen Sonntagmorgen sagt mein Mann manchmal: „Das Wetter ist heute so schön – fahr doch zum Royu Driveway! Ich passe auf die Kinder auf.“ Doch ich antworte: „Ach, muss nicht sein“ – und fahre dann doch nicht.
Im Juni durfte ich auf dem Fuji Speedway zum ersten Mal auf einer Rennstrecke fahren. Es hat mir sogar mehr Spaß gemacht, als ich erwartet hatte. Aber wenn man mich fragt: „Willst du jetzt auf der PlayStation in Gran Turismo ständig Rennstrecken üben, um dann wieder auf der Strecke zu fahren?“, lautet die Antwort … eher nicht.
Auf langen Strecken nehme ich allerdings manchmal ganz bewusst das Auto und fahre mehrere Stunden, auch wenn der Zug bequemer wäre. Das Fahren selbst mag ich also durchaus.
Vier Typen von Autofahrern
Da dachte ich mir: „Auch unter Menschen, die gern Auto fahren, gibt es sicher ganz unterschiedliche Typen.“ Bei näherer Überlegung bin ich auf diese vier gekommen:
1) Diejenigen, die gezielt zum Fahren aufbrechen
… Menschen, die sich bewusst ins Auto setzen, um einfach zu fahren.
① Der Rennstreckentyp … liebt es, in der besonderen Atmosphäre einer Rennstrecke das volle Potenzial des Autos auszuschöpfen und mit Vollgas über den Kurs zu fahren.
② Der Tourentyp … liebt es, über schöne Strecken zu fahren – ob kurvige Landstraßen, Bergpässe oder Autobahnen.
2) Die Alltagsfahrer
… Menschen, die nicht eigens zum Fahren aufbrechen, im Alltag aber am liebsten mit dem Auto unterwegs sind.
③ Der Langstreckentyp … genießt nicht nur Fahrten in der Stadt und im Alltag, sondern auch mehrstündige Strecken, selbst wenn es nur in eine Richtung geht.
④ Der Stadttyp … fährt vor allem in der Stadt und möchte auch dort Fahrspaß erleben.
So in etwa? (Zugegeben, das ist alles ziemlich grob eingeteilt … W)
Ich würde mich selbst dem dritten Typ zuordnen. Mein Mann gehört wohl eher zu Typ zwei.
Für wen ist der Porsche Panamera ideal?
Und ich finde: Gerade für Menschen wie mich, die zum dritten Typ gehören, ist der Panamera ideal. In der Stadt fährt er komfortabel, auf der Autobahn ist er luxuriös und macht zugleich Spaß. Er ist ein echter Allrounder.
Würde ich heute einen Boxster oder einen 911 fahren, wäre das vermutlich, als hätte ich „Perlen vor die Säue“ geworfen – oder anders gesagt: Ich könnte das Potenzial des Autos gar nicht richtig nutzen. Den besonderen Reiz eines Boxster oder 911 erlebt man meiner Meinung nach erst auf Touren, wenn man auf Bergstraßen und kurvigen Landstraßen unterwegs ist.
Auch wenn der Panamera auf der Rennstrecke einiges zu bieten hat und die Nürburgring-Nordschleife in rund 7 Minuten und 30 Sekunden fahren kann, wäre für den reinen Rennstreckeneinsatz wohl ein GT3 die bessere Wahl …
Mein grobes Fazit: Wenn Sie sich im dritten Typ wiedererkennen, könnte der Panamera genau zu Ihnen passen – und sich als die ideale Wahl erweisen. (Lacht)
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