Porsche 911 S Targa Sportomatic von 1976 im Fahrbericht

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Tests & Fahrberichte

Neulich durfte mein Mann auf dem Royu Driveway einen Porsche 911 S Targa von 1976 fahren – und hat darüber einen Bericht geschrieben. Ich freue mich, wenn Sie mitlesen!

Porsche 911 S Targa

Ein Porsche 911 Targa hat etwas Besonderes. Er sieht aus wie ein Coupé, ist aber keines – und erinnert an ein Cabriolet, ohne eines zu sein.

Noch gar nicht lange her ist die Vorstellung des Heritage Design Edition auf Basis des neuen 911 Targa 4S (Baureihe 992), von dem nur 992 Exemplare gebaut werden. Angeblich kommen nur wenige Fahrzeuge nach Japan – ein ausgesprochen seltenes Modell. Doch schon die regulären Targa-Modelle sollen seltener sein als der GT3. Damit ist der Targa eine der seltensten Varianten innerhalb der 911-Baureihe.

Ursprünglich wurde der Targa wohl entwickelt, um mit einer offenen Karosserie den damaligen Sicherheitsvorschriften in den USA zu entsprechen. Doch auch die Seitenansicht ist ausgesprochen elegant: Der Targa-Bügel betont die fließende Dachlinie des 911 besonders wirkungsvoll.

Für mich persönlich ist der Targa eine der 911-Varianten, die ich eines Tages gern besitzen würde. Nicht, um damit zu rasen, sondern um stilvoll und entspannt unterwegs zu sein.

911S Targa

Bei unserem heutigen Porsche Fahrerlebnis geht es um einen 911 S Targa von 1976 in leuchtendem Speedway Green. Sein 2,7-Liter-Motor leistet 164 PS.

Tatsächlich stand dieser Wagen gemeinsam mit meinem 964 bei der Porsche-Veranstaltung Porsche Sportscar Together Day 2019 auf dem Fuji Speedway.

911S Targa

Eine Besonderheit des Wagens ist das Sportomatic-Getriebe, ein halbautomatisches Getriebe. Einfach gesagt handelt es sich um ein Schaltgetriebe ohne Kupplungspedal.

Bis zu meiner Fahrt hatte ich zwar schon davon gehört, selbst gefahren war ich mit einer Sportomatic aber noch nie.

Sportomatic

Der Besitzer erzählte:

„Mich hat beeindruckt, dass Porsche schon vor über 40 Jahren ein Getriebe mit zwei Pedalen auf den Markt gebracht hat. Ich dachte: ‚Das ist wirklich großartig!‘ Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich wohl nicht noch einmal die Gelegenheit bekommen würde, einer Sportomatic zu begegnen. Deshalb habe ich mich zum Kauf entschlossen.“

Vor allem aber habe ihn die Kombination aus der grünen Lackierung und dem Froschgesicht auf Anhieb begeistert.

Als Beifahrer den Porsche Targa erleben

Zunächst nahm ich auf dem Beifahrersitz Platz und durfte den Wagen erleben, während der Besitzer fuhr.

Das Anfahren ist völlig unauffällig; weder Ruckeln noch Rupfen sind zu spüren. Der Wagen setzt sich in Bewegung wie ein handgeschaltetes Auto mit sehr gut dosierter Kupplung – vermutlich würde man den Unterschied gar nicht bemerken, wenn man nichts davon wüsste.

Der Motor klingt unverkennbar nach luftgekühltem Porsche, mit angenehmen mechanischen Geräuschen. Er ist dabei nicht besonders laut, sodass man auch auf dem Beifahrersitz ganz entspannt mitfahren kann.

Das Fahrwerk wurde vor einigen Jahren erneuert, was möglicherweise zum guten Komfort beiträgt. Der Wagen vermittelt einen satten Kontakt zur Straße und fährt sich zugleich angenehm geschmeidig. Im Spannungsfeld zwischen sportlich und luxuriös liegt er eher auf der komfortablen Seite. Er erinnerte mich an den 911 SC, den ich kürzlich fahren durfte.

Auch die Schaltvorgänge wirken völlig natürlich. Vom ersten in den zweiten und dann in den dritten Gang – fast wie in einem gewöhnlichen Schaltwagen. Mein Kopf wurde auf dem Beifahrersitz nicht einmal besonders bewegt; alles fühlte sich vollkommen harmonisch an. Es ist erstaunlich, dass Porsche schon damals ein Getriebe mit einem derart natürlichen Schaltgefühl gebaut hat.

Vor der Fahrt hatte ich mit stärkeren Schaltrucken und längeren Schaltpausen gerechnet. In bester Weise wurde ich eines Besseren belehrt.

Weiter zur nächsten Seite → Jetzt darf ich selbst den Targa fahren! Wie fällt mein Urteil aus …?

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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