Porsche „K1“: Rückzug vom EV-Plan – V8-Motor statt Elektroantrieb. Ein Taycan-Fahrer über das wahre Porsche Fahrerlebnis im Alltag
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Was ist der Porsche „K1“? Das Flaggschiff-SUV über dem Cayenne
Porsche entwickelt ein neues SUV namens „K1“. Der Name mag wenig bekannt sein, doch es handelt sich um ein 7-sitziges Flaggschiff-SUV, das über dem Cayenne angesiedelt ist und direkt mit dem BMW X7 sowie dem Mercedes GLS konkurriert. Es wird das größte und teuerste SUV im Porsche-Portfolio sein.
Ursprünglich war der K1 als reines Elektrofahrzeug geplant.
Er sollte auf der vom Volkswagen-Konzern entwickelten „SSP (Scalable Systems Platform)“ basieren und ein Symbol für Porsches EV-Strategie werden. Doch im Februar 2026 berichtete Autocar über eine grundlegende Kursänderung: Der K1 wird kein reines Elektro-SUV mehr sein, sondern mit einem 4,0-Liter V8 Twin-Turbo und einem 3,0-Liter V6 ausgestattet, die Plattform wird mit dem Audi Q9 geteilt.

Warum der Verzicht auf das Elektroauto? Drei unerwartete Herausforderungen
Hinter der Kehrtwende stehen drei harte Realitäten, mit denen Porsche konfrontiert ist.
Erstens verzögert sich die Softwareentwicklung für die SSP-Plattform erheblich. Zweitens sind die Taycan-Verkäufe schwächer als erwartet, was die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen insgesamt dämpft. Drittens steigen die Entwicklungskosten stark an. Bloomberg berichtet sogar, dass der neue CEO Michael Leiters die Einstellung der EV-Entwicklung für den 718 erwägt – was zeigt, dass Porsches gesamte EV-Strategie ins Wanken geraten ist.
Als Ergebnis wird der K1 die Plattform mit dem Audi Q9 teilen, um Kosten zu sparen, und soll zunächst als Benziner und Plug-in-Hybrid etwa 2028 auf den Markt kommen. Porsche kündigt zwar eine spätere EV-Version an, nennt aber keinen konkreten Zeitpunkt. Die Leistungsspanne wird ähnlich wie beim Cayenne von 348 bis 730 PS erwartet, wobei das V8-Modell ein sehr kraftvolles SUV sein wird. Die Entscheidung zur Plattformteilung mit dem Audi Q9 dürfte jedoch bei Porsche-Fans, die die Eigenständigkeit der Marke schätzen, gemischte Gefühle hervorrufen. Wer die Geschichte kennt, wie der Cayenne sich einst vom Q7 absetzte und eine eigene Plattform erhielt, wird diese pragmatische Kostenentscheidung mit einem gewissen Unbehagen sehen.
Gedanken eines Taycan-Fahrers: Ist der V8 wirklich die richtige Wahl?
Hier folgt meine persönliche Einschätzung.
Ehrlich gesagt habe ich Zweifel an dieser Entscheidung. Denn im Alltag zeigt sich für mich, dass ein Elektro-SUV in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Ich fahre den Taycan Turbo GT regelmäßig und schätze die Vorteile des Elektromotors immer mehr: das sofortige volle Drehmoment beim Gasgeben, die nahtlose Beschleunigung ohne Gangwechsel und die Bequemlichkeit, das Fahrzeug zuhause über Nacht aufzuladen. Hat man sich daran gewöhnt, erscheint der Gang zur Tankstelle fast lästig.

Turbo GT und der Cross Turismo 4S meiner Frau
Der 4,0-Liter V8 Twin-Turbo wirkt auf dem Papier zwar verlockend.
Doch die meisten Käufer eines SUVs dieser Klasse nutzen ihn vor allem für den Alltag – Pendeln, Einkaufen, Kinder zur Schule bringen. Im Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten bleibt das Potenzial eines V8 weitgehend ungenutzt. Der Verbrauch ist hoch, beim Anfahren an der Ampel zeigt sich ein leichter Turboloch-Effekt, und auch die modernste Automatik kann nicht mit der direkten Kraftentfaltung eines Elektromotors mithalten. Beim Taycan übersetzt sich jeder Impuls des rechten Fußes unmittelbar in Beschleunigung – ein Vorteil, der gerade im dichten Stadtverkehr spürbar ist. Käufer des K1 werden sich vermutlich eine heimische Ladestation leisten können. Einfach über Nacht laden, morgens vollgetankt – ohne Tankstellenstress oder schmutzige Hände. Für den Alltag ist das Elektrofahrzeug deutlich komfortabler und macht mehr Spaß, so meine Überzeugung.
Mehr Menschen sollten die Alltagstauglichkeit von Elektro-Porsche erleben
Dennoch will ich die Entscheidung von Porsche, zum V8 zurückzukehren, nicht als Fehler abtun.
Für Menschen, die noch nie ein Elektroauto im Alltag gefahren sind, sind der Klang und das Gefühl eines V8-Motors ein großer Reiz. Die Präsenz des Motors, der Auspuffsound, das Hochdrehen der Drehzahl – viele verbinden gerade diese Sinneseindrücke mit der Freude am Auto. Wenn der Markt das verlangt, ist es aus geschäftlicher Sicht nachvollziehbar, dass Porsche darauf reagiert.

Mein Wunsch ist jedoch, dass mehr Menschen den Porsche als Elektroauto im Alltag kennenlernen. Bei uns zuhause übernimmt der Taycan 4S Cross Turismo meiner Frau genau diese Rolle und hat bereits über 35.000 km problemlos zurückgelegt. Ob Einkaufen oder längere Fahrten – es gibt keinerlei Einschränkungen. Im Gegenteil: Wir empfinden es so, dass wir nicht mehr zum V8 im Panamera Turbo zurückkehren möchten. Kürzlich haben wir im Taycan sogar gesagt: „Selbst der V8 im Panamera Turbo kann uns nicht mehr locken.“ Einmal an die sanfte und kraftvolle Fahrt eines EV gewöhnt, übertrifft dieses Erlebnis sogar den Sound und das Gefühl eines Verbrenners. Das ist kein Verlust, sondern ein Fortschritt im Umgang mit dem Auto.
Dass Porsches EV-Strategie nun zurückfährt, stimmt mich etwas traurig – gerade weil ich die Vorzüge eines Elektro-Porsche kenne. Ich hoffe sehr, dass die EV-Version des K1 nicht erst „irgendwann“, sondern möglichst bald Realität wird. Und wenn dann mehr Fahrer vom V8 auf Elektroantrieb umsteigen, wäre das eine glückliche Zukunft für Porsche und seine Besitzer zugleich.
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