Ein Autofan-Traum wird wahr: Ein Junge darf in unseren Porsche steigen
Veröffentlicht: 2021.05.05
Mit dem Porsche in den Kindergarten
Unsere jüngere Tochter geht zurzeit in den Kindergarten. Morgens bringt mein Mann sie mit dem Auto hin. Manchmal darf sie sich ein Fahrzeug wünschen, deshalb fährt sie fast jeden Tag mit einem anderen Auto in den Kindergarten. (Wie beneidenswert …)
Eines Tages kam mein Mann nach Hause, nachdem er unsere Tochter hingebracht hatte, und erzählte:
Wenn ich sie morgens zum Kindergarten bringe, winkt mir oft ein Junge zu. Der scheint Autos wirklich toll zu finden. Er ist in derselben Gruppe wie unsere Tochter.
Er meinte: „Beim nächsten Mal nehme ich dich mal mit!“ Sprich doch noch einmal mit seiner Mutter.
„Ach ja? Das ist doch schön. Ich spreche bei Gelegenheit noch einmal mit ihr“, antwortete ich. Doch dann vergaß ich es, und die Sache blieb erst einmal liegen.
Einige Zeit später fragte mein Mann nach:
Hast du wegen der Sache schon mit seiner Mutter gesprochen? Ich würde mir gern bald Zeit nehmen und ihn wirklich einmal mitnehmen. Seitdem winkt er mir jedes Mal zu, wenn wir uns beim Bringen begegnen.
In dem Alter sind Kinder noch klein und besonders offen für neue Eindrücke. Ich finde es unglaublich wichtig, dass sie einmal in dem Auto sitzen oder es berühren dürfen, von dem sie träumen. So etwas kann sogar das ganze Leben verändern.
Maezawa hat doch dieses Supercar-Projekt ins Leben gerufen. Kindern solche Erlebnisse zu ermöglichen, finde ich wirklich sinnvoll.
Da ist etwas dran … Ich höre öfter von Menschen, die als Kinder ein Formel-1-Rennen auf dem Suzuka International Racing Course besucht und dabei beschlossen haben, Rennfahrer zu werden – oder die als Kind ein Erlebnis hatten, das sie tief beeindruckt und später stark geprägt hat.
Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich mich an keinen großen Aha-Moment aus meiner Kindheit erinnern. Vielleicht bin ich einfach ziemlich verträumt durchs Leben gegangen … (-_-)
Als ich der Mutter des Jungen schließlich erzählte, dass mein Mann ihn sehr gern einmal in unserem Auto mitnehmen würde, antwortete sie:
Wirklich? Ihr Mann hatte meinem Sohn schon gesagt: „Beim nächsten Mal nehme ich dich im Porsche mit“, und er hat sich riesig gefreut. Vielleicht liegt es daran, dass mein Mann Autos so gern mag, aber unser Sohn ist selbst ein großer Autofan. Zu Hause malt er ständig Porsche und Lamborghini aus …
Seitdem ist er ganz aufgeregt und sagt, er möchte Ihrem Mann einen Brief schreiben. Ich gebe ihn Ihnen beim nächsten Mal mit!
Ein paar Tage später bekam ich den Brief.

So malt er zu Hause normalerweise seine Bilder aus.
Darauf waren ein bunt und sorgfältig ausgemalter Porsche und die Worte zu sehen: „Bitte nehmen Sie mich im Porsche mit. Von ○○“.
Wie süß ist das denn bitte … (T_T)
Auch mein Mann war von dem Brief ganz gerührt. Wir fanden einen passenden Termin und verabredeten uns an der Royu Driveway, damit der Junge in einem Porsche mitfahren konnte.
Ein Autofan-Traum wird wahr
Vorab fragten wir ihn, in welchem Porsche er am liebsten mitfahren würde. Seine Wahl fiel auf ein 911 Cabriolet. Für den Tag planten wir deshalb, mit einem 911 Cabriolet (992) und einem Cayenne hinzufahren.
Am Morgen schrieb ich seiner Mutter noch eine Nachricht. Ihre Antwort:
Mein Sohn zählt schon an den Fingern die Tage. Heute Morgen hat er mich um fünf Uhr geweckt und gesagt: „Heute ist der Tag, an dem ich im Porsche mitfahre!“ (lacht)
„Wenn er sich schon so sehr darauf freut, fahren wir mit dem 911 Cabriolet und dem 718 Boxster GTS hin! Dann kann er in beiden mitfahren!“ Also holten wir den Boxster aus dem Parkhaus am Bahnhof ab und machten uns auf den Weg.

Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Wir konnten mit der Familie im 911 Cabriolet und im Boxster bei offenem Verdeck mitfahren. Während die Väter sich angeregt über Autos unterhielten, verbrachten wir alle eine wunderschöne gemeinsame Zeit. (Die Mutter durfte in meinem handgeschalteten Boxster mitfahren, den ich selbst gefahren bin. Witzig!)
Ich fragte den Jungen, welches Auto ihm besser gefallen hatte: das 911 Cabriolet oder der 718 Boxster GTS. Seine Antwort: „Der 718 Boxster GTS hat mir besser gefallen.“ Vielleicht war es der schöne Klang des Motors?
Der Ausnahmezustand war noch nicht ausgerufen, aber wir blieben nicht lange und machten uns wieder auf den Heimweg. Zum Abschied schenkten wir dem Jungen Porsche-Andenken: einen Schlüsselanhänger, eine Porsche-Flagge und einen Katalog.
Kurz darauf schrieb mir seine Mutter:
Mein Sohn hat sich sehr gefreut und den Schlüsselanhänger gleich an seine Kindergartentasche gehängt! Mein Mann wurde von Ihrer Fahrt inspiriert und meinte: „Ich möchte gar nicht unbedingt selbst einen Porsche fahren – vielmehr möchte ich meine Frau in einem Porsche mitnehmen.“ Vielleicht mache ich jetzt auch den Führerschein für Schaltwagen! (lacht)
Die Nachricht kam per LINE – das japanische Pendant zu WhatsApp.
Auch mein Mann freute sich:
Schön, dass es ihm so viel Spaß gemacht hat! So einen großen Autofan trifft man nicht alle Tage. Ich hoffe, dass er sich diese Begeisterung bewahrt und damit groß wird.
Vielleicht kommt er ja auch einmal sonntagmorgens zur Royu, wenn sich dort die Sportwagen treffen!
Vielleicht verliert er irgendwann beim Erwachsenwerden das Interesse an Autos. Trotzdem hoffe ich, dass er mit seinen jetzigen, ganz unbeschwerten Gefühlen aufwächst und sie sich bewahrt.
Auch ich gebe mein Bestes!
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