Die Gemeinsamkeiten zwischen dem von Jirō Shirasu geliebten Soarer und Porsche – Ein Rückblick auf die Geschichte der Motorisierung in Japan
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Jirō Shirasu, ein herausragender Unternehmer der Nachkriegszeit in Japan, wurde von der GHQ als „der einzige ungehorsame Japaner“ bezeichnet.
Persönlich bewundere ich ihn sehr und habe einst das ehemalige Shirasu-Anwesen „Royu“ besucht.

Ehemaliges Shirasu-Anwesen Royu
Er war nicht nur als enger Vertrauter von Premierminister Shigeru Yoshida bekannt, sondern auch als leidenschaftlicher Autoliebhaber. Während seines Studiums in Cambridge besaß er einen 1924er Bentley 3L Speed Model und einen Bugatti und lenkte auch noch im Alter von über 80 Jahren einen Porsche 911S. In seinen letzten Jahren kaufte er den ersten Toyota Soarer und gab dem Entwicklungsleiter direkt Verbesserungsvorschläge.
Porsche und Soarer – auf den ersten Blick zwei sehr unterschiedliche Fahrzeuge – teilen eine gemeinsame Philosophie, die Jirō Shirasu erkannte. Während wir sein Leben und seine Leidenschaft für Autos näher betrachten, wollen wir auch die Ideale beleuchten, die die japanische Automobilindustrie anstrebte.
Jirō Shirasu – 83 Jahre Prinzipientreue
Geboren 1902 in der Stadt Ashiya, Präfektur Hyōgo, war Shirasu schon während seiner Schulzeit in Kobe von Autos fasziniert.
Während seines Studiums an der Universität Cambridge fuhr er Bentley 3L Speed Model und Bugatti Typ 35, wodurch er seinen ästhetischen Blick für Automobile schärfte. Nach seiner Rückkehr nach Japan war er als Unternehmer erfolgreich und diente nach dem Krieg als enger Berater von Premierminister Yoshida in Verhandlungen mit der GHQ. Als Vorsitzender von Tohoku Electric Power fuhr er persönlich einen Land Rover Defender, ausgestattet mit Helm, Sonnenbrille und Gummistiefeln, um Baustellen von Staudämmen zu inspizieren – eine Anekdote, die seine praktische und bodenständige Art zeigt.
Tiefe Verbundenheit zum Porsche 911S von 1968
Bis ins hohe Alter liebte Shirasu seinen 1968er Porsche 911S.

*Bildquelle: Ehemaliges Shirasu-Anwesen Royu
Das Fahrzeug war mit einem 2,0-Liter-Boxermotor mit sechs Zylindern ausgestattet, der 160 PS leistete. Doch Shirasu war damit nicht zufrieden und ließ den Motor später auf 2,4 Liter umrüsten. Dies zeigt seine Haltung, nicht nur Besitzer zu sein, sondern das ideale Fahrerlebnis zu verfolgen.
Der Porsche 911 hält seit seiner Premiere 1963 konsequent an seinem Konzept mit Heckmotor und Hinterradantrieb fest. Diese Prinzipientreue spiegelt sich in Shirasus Lebensmotto wider, der sein Leben lang das Wort „Prinzip“ betonte. Dass er auch mit über 80 Jahren noch das Lenkrad seines 911S festhielt, zeigt, wie sehr er den unersetzlichen Wert dieses Fahrzeugs schätzte.
Brief an den Entwickler des ersten Soarer – Der Geist von „No Substitute“
1981 brachte Toyota den ersten Soarer auf den Markt.
Der Entwicklungsleiter Toshihiro Okada hatte, ähnlich wie beim Toyota 2000GT, die Aufgabe, mit diesem Fahrzeug die technische Überlegenheit Toyotas zu demonstrieren. Der Soarer war mit innovativer Car-Elektronik und einem eigens entwickelten Motor ausgestattet. Doch es gab jemanden, der dem Soarer „die Meinung sagte“: Jirō Shirasu. Damals kontaktierte Präsident Shoichiro Toyoda Okada, was zur Begegnung mit Shirasu führte.
Kurz darauf erhielt Okada einen Brief von Shirasu zusammen mit einem Dutzend Golfbällen, in dem fünf Verbesserungspunkte aufgelistet waren:
Lenkraddurchmesser, minimaler Wendekreis, Unterstützung der Servolenkung, Enge der Rücksitze und unzureichende Batteriekapazität. Besonders die Batterie war tatsächlich ein häufiger Kritikpunkt, sodass Shirasus Hinweise genau ins Schwarze trafen. Beeindruckend ist auch Shirasus Aussage zur Entwicklung des zweiten Soarer: „No Substitute – Baue ein unvergleichliches Auto“. Diese Philosophie entspricht genau dem Geist, den Porsche mit dem 911 verkörpert, der selbst oft mit dem Slogan „There is no substitute“ wirbt.
Die kompromisslose Philosophie von Soarer und Porsche
Interessanterweise war auch Okada, der Entwickler des Soarer, selbst Porsche-Fahrer.
Schon während seiner Zeit bei Toyota liebte er den 911 und nutzte über viele Jahre hinweg den 930er 911. Dass ein Entwickler, der mit einem japanischen Auto in der Kategorie der hochleistungsfähigen europäischen Grand Tourer antrat, Porsche so tief verstand und liebte, spricht Bände über den Charakter des Soarer.
Der von Jirō Shirasu vertretene Wert „No Substitute“ trifft sowohl auf den Porsche 911 als auch auf den Soarer zu.
Der 911 bewahrt seit über 60 Jahren seine Grundkonstruktion, während der Soarer bewies, dass die japanische Automobilindustrie auf Augenhöhe mit der Welt konkurrieren kann. Gemeinsam ist beiden Fahrzeugen die klare Existenzberechtigung: „Dieses Auto muss es sein.“ Dass Shirasu den Porsche 911 liebte und gleichzeitig dem Soarer direkt Verbesserungsvorschläge machte, zeigt, dass er in beiden Fahrzeugen dasselbe Potenzial erkannte.
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