718, 981, Panamera 970 & Co.: Was Porsche-Fahrer im Alltag erleben

ポルシェケイマンのフロントビュー | 車, 屋外, 海岸沿い, PORSCHE, 718, Cayman, 982
Porsche 911

Über Porsche

Wir haben als Ehepaar viele Bekannte, die Porsche fahren, und auch bei Händlern dürfen wir recht oft Probefahrten machen. Gemessen am Durchschnitt sind wir also wohl schon in ziemlich vielen Porsche-Modellen unterwegs gewesen. Trotzdem sind wir natürlich nicht jedes Modell selbst gefahren und wissen längst nicht alles über Porsche.

Umso spannender sind die vielen Kommentare von Porsche-Besitzern, die uns über den Blog erreichen. Immer wieder denken wir: „Aha, so ist das also bei diesem Modell und Baujahr.“ Es ist wirklich toll, dass hier Erfahrungen zusammenkommen, die Porsche-Fahrer aus ganz Japan im Alltag und auf den unterschiedlichsten Straßen gesammelt haben.

Viele Leserinnen und Leser denken vermutlich gerade darüber nach, einen Porsche zu kaufen. Deshalb haben wir einige der jüngsten Kommentare zusammengestellt – als kleine Entscheidungshilfe für alle, die sich mit dem Porsche-Besitz beschäftigen. Viel Freude beim Lesen!

Porsche-Fahrer berichten aus der Praxis

911 (991.1) und 981 Boxster im Vergleich

Ich fahre einen 981 Boxster S mit Linkslenkung und Handschaltung. Mein Vater fährt einen 991.1 Carrera S, den ich ebenfalls nach Herzenslust bewegen durfte. Deshalb möchte ich die beiden Modelle miteinander vergleichen.

Beide Autos waren mit 20-Zoll-Rädern, PASM, Stahlbremsen und Michelin Pilot Sport 4 S (PS4S) ausgestattet – die Bedingungen waren also nahezu identisch. Was die Härte beim Überfahren von Unebenheiten angeht, fühlt sich der 911 für mich etwas straffer an. (Weil er sich danach so schnell beruhigt, fällt das aber kaum ins Gewicht.)

Außerdem hatte die Reifenwahl beim 911 einen deutlichen Einfluss auf den Fahrkomfort. Anfangs waren zugelassene Pirelli P Zero montiert, später – weil es die passende Größe nicht gab – nicht freigegebene PS4S. Inzwischen fahre ich PS4S in einer größeren Dimension an der Hinterachse, diesmal mit Porsche-Freigabe. Als ich von den nicht freigegebenen auf die freigegebenen PS4S wechselte, war ich überrascht, wie viel härter sich das Auto plötzlich anfühlte.

Laut dem Mechaniker beim Händler haben Porsche-freigegebene Reifen eine steifere Karkasse, um der Belastung an der Hinterachse standzuhalten. Das könnte auch den strafferen Fahrkomfort erklären. Im Vergleich zwischen einem 911 mit P Zero und dem Boxster fühlt sich übrigens der Boxster für mich härter an. (Hamaboku)

Was ein Fahrer von 718 und 911 vom Panamera 970 hält

Vor Kurzem hatte ich einen 970 als Ersatzwagen und konnte zum ersten Mal einen Panamera auf einer nächtlichen Bergstraße fahren. Da es ein Händler-Ersatzwagen war, kenne ich seinen genauen Zustand nicht. Der Wagen hatte 55.000 Kilometer auf dem Tacho, das Sport Chrono Paket, aber kein PASM. Statt Schaltwippen gab es Tasten am Lenkrad. Die Beschleunigung war mehr als ausreichend. Meine Frau meinte: „Anders als im 991.2 Carrera habe ich selbst bei Vollgas keine Angst.“

Beim sanften Anfahren fühlt sich der Wagen manchmal kurz etwas kraftlos an, als würde ihm für einen Moment Drehmoment fehlen. Ich probiere deshalb noch verschiedene Arten, das Gaspedal zu dosieren. Die manuelle Schaltung des PDK ist langsamer als erwartet und daher für kurvige Straßen nicht ideal. Vor allem bei kräftigem Verzögern und anschließendem Herunterschalten gab es Situationen, in denen das Getriebe nicht schaltete – obwohl ich den Befehl schon vor dem Absinken der Drehzahl gegeben hatte. Auch die klappernden Schaltknöpfe sind mir aufgefallen.

Am besten lässt man hier wohl die Automatik arbeiten und konzentriert sich allein auf die Dosierung des Gaspedals. Der Fahrkomfort ist gut, auch wenn ich meine Erwartungen vorher vielleicht etwas zu hoch geschraubt hatte. Persönlich gefiel mir ein eingefahrener 718 Cayman ohne PASM besser als der Panamera – ebenfalls ohne PASM. (PorscheDreamer)

PASM-Erfahrungen eines Panamera-970-Fahrers

Ich fahre einen Panamera 970 nach dem Facelift, Baujahr 2014, mit 3,6-Liter-Motor, Sport Chrono Paket, PASM und 18-Zoll-Rädern. Bis etwa 40.000 Kilometer wirkte der Wagen ehrlich gesagt etwas träge. Danach wurde er aber erstaunlich leichtfüßig. Inzwischen hat er 55.000 Kilometer auf dem Tacho und fährt sich ausgesprochen angenehm.

Auf der Rennstrecke bin ich nur gelegentlich unterwegs und auch nicht mit besonders hohem Tempo. Die Gasannahme ist inzwischen aber wirklich hervorragend. Weil die Front ohnehin leichter ist als bei anderen Ausführungen, finde ich das Auto sehr gut ausbalanciert. (Vielleicht hatte ich aber auch einfach einen besonders guten Motor erwischt.)

Das ist natürlich nur meine persönliche Einschätzung, aber im Vergleich fühlt sich die Variante ohne PASM ungefähr so an, als wäre sie etwas straffer als im Sport-Modus. Auf der Autobahn fahre ich im Komfort-Modus, im Alltag meistens im Sport-Modus. Bei längeren Strecken denke ich manchmal, dass PASM ganz angenehm wäre. Doch auch ohne PASM – oder mit einer festen Abstimmung irgendwo zwischen Sport und Sport Plus – ist der Wagen komfortabel genug.

Der Cayman ohne PASM war wirklich knüppelhart, der Panamera ist das nicht. Vielleicht hilft diese Erfahrung ja weiter. (tomo)

PASM im Panamera 970 Plug-in-Hybrid

Beim Panamera 970 lässt sich das PASM in drei Stufen einstellen: Komfort, Sport und Sport Plus. Auf der Autobahn wird das Fahrwerk im Sport-Modus spürbar straffer. Trotzdem würde ich den Fahrkomfort weiterhin als gut bezeichnen.

Heute habe ich den Sport-Modus auf einer normalen Straße bei 40 bis 50 km/h ausprobiert. In diesem Geschwindigkeitsbereich war der Unterschied zum Komfort-Modus längst nicht so deutlich wie auf der Autobahn. Mein 970 ist ein Plug-in-Hybrid, daher könnte sich das Mehrgewicht der Batterie bemerkbar machen. Unabhängig von der PASM-Einstellung ist der Fahrkomfort aber absolut überzeugend. Wer einen Gebrauchten ohne PASM findet, muss sich deshalb meiner Meinung nach keine Sorgen machen. (Ishi)

Panamera 970 S E-Hybrid und Cayenne (9YA) E-Hybrid im Vergleich

Vor Kurzem bin ich den Cayenne Coupé E-Hybrid probegefahren. Dabei kam mir nicht wie bei einer früheren Cayenne-Probefahrt der Gedanke „Vielleicht könnte ich vom Panamera umsteigen“, sondern vielmehr: „Eigentlich gefällt mir der Panamera doch besser.“

Die Probefahrt fand bei einem anderen Händler statt als sonst. Die Strecke war stark befahren und führte wieder über enge Straßen – nicht gerade die besten Bedingungen, um die Stärken des Autos kennenzulernen. Trotzdem wirkte der Cayenne direkt nach dem Anfahren spürbar leichtfüßiger und kräftiger als der 970. Der Elektromotor hat sich offenbar deutlich weiterentwickelt. Unter besseren Bedingungen würde ich gern noch einmal eine Probefahrt machen. (Ishi)

Was ein 718-Cayman-Fahrer über den 718 denkt

Bis vor einem Jahr fuhr ich einen 718 Cayman als Basismodell mit Handschaltung, ohne PASM und ohne Sport Chrono Paket. Das Fahrwerk war von Anfang an nicht zu hart, aber ab etwa 20.000 Kilometern fühlte es sich geschmeidiger an. Ich fuhr im Sommer auf 19-Zoll-Rädern, was problemlos funktionierte.

Im Sport-Modus änderte sich der Verbrauch, obwohl ich mit der Handschaltung bei vergleichbarer Drehzahl unterwegs war. Ich vermute daher, dass sich die Kraftstoffkennfelder verändern. Bei gleichem Gang und gleicher Drehzahl spricht der Motor außerdem deutlich spontaner auf das Gaspedal an.

Tatsächlich ist der Durchzug unterhalb von 20 km/h vielleicht nicht die große Stärke des Autos. Ein Fahrzeug, das über 250 km/h schnell ist, muss seine Geschwindigkeit über die Gänge eins bis sechs abdecken – entsprechend lang ist die Übersetzung. Und der Turbolader baut erst dann nennenswert Ladedruck auf, wenn man das Gaspedal deutlich weiter durchtritt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten kommt der Turbo daher kaum zur Geltung.

Dafür macht der 718 auf der Autobahn richtig Spaß. Die Beschleunigung ab etwa 70 km/h passt meiner Meinung nach perfekt zu den japanischen Autobahnen. (PorscheDreamer)

Erfahrungen mit dem 718 Boxster

Als ich früher einen 718 Boxster mit Handschaltung besaß, fiel mir vor allem der deutliche Unterschied zwischen dem Fahren mit und ohne einsetzenden Turbolader auf. Bei hohem Tempo trägt dieser Wechsel auf positive Weise zum Charakter des Autos bei. Im Stadtverkehr mit seinen vielen Situationen, in denen man langsam fahren muss, bleibt der Turbo jedoch oft außen vor. Schade, denn so kann der 718 seine Stärken nicht immer voll ausspielen. (Ishi)

Zum 981 Spyder

Bei einer Probefahrt habe ich einen 718 Boxster S ausprobiert. Das Fahrgefühl des 981 und des 718 unterschied sich so stark, dass man fast meinen könnte, es handle sich nicht um Porsche derselben Marke. Angesichts der zahlreichen Vorschriften müssen die Porsche-Ingenieure einiges an Arbeit in die Abstimmung des 718 gesteckt haben. Letztlich ist es natürlich Geschmackssache – für mich sorgt der 981 jedoch für deutlich mehr Adrenalin. (Besonders in Tunneln schießt der Adrenalinspiegel jedes Mal in die Höhe.) Wer sich einmal an den 981 gewöhnt hat, kommt nur schwer wieder davon los. Vielleicht gelingt es einem sogar ein Leben lang nicht … (bricoleur)

PASM und der richtige Kaufzeitpunkt: Erfahrungen eines 981-Cayman-Fahrers

Da mein Cayman ein geschlossenes Coupé war, spielte die Sitzbelüftung für mich keine große Rolle. Mit Sitzbelüftung hätte ich Ledersitze wählen müssen. Im Vergleich zu den Sitzen mit Leder und Alcantara fand ich, dass man bei den Ledersitzen Falten stärker sieht – das gefiel mir nicht besonders.

Außerdem fahre ich nicht auf der Rennstrecke, sondern nutze den Wagen vor allem in der Stadt und gelegentlich mit etwas Schwung über Bergstraßen. Deshalb habe ich mich lieber für PASM und mehr Fahrkomfort als für eine Auspuffanlage entschieden, die in der Nachbarschaft womöglich für Aufsehen sorgt. (Für die gelegentliche sportliche Ausfahrt habe ich das Sport Chrono Paket gewählt.)

Vor dem Kauf dachte ich, ein Porsche müsse „bestimmt unkomfortabel sein“ – doch der 981 Cayman fährt sich besser als so manche gewöhnliche Limousine. Sein Fahrwerk ist „komfortabel und zugleich angenehm straff“, sodass man ihn auch im Alltag ohne Beschwerden bewegen kann. Für mich ist er ein echtes Meisterstück. (Vielleicht auch dank PASM?)

Der 981 hat zweifellos einen großartigen Klang. Mir wurde gesagt: „Wenn der neue 718 GTS 4.0, der Spyder und der GT4 auf den Markt kommen, dürfte der Wert des 981 etwas sinken. Dann könnte ein guter Zeitpunkt für den Kauf sein.“ Deshalb werde ich die Entwicklung im Auge behalten und zugleich Informationen zum 4.0 GTS mit PDK sammeln. Ein fünf Jahre alter 981 GTS mit PDK wäre interessant, wenn er inklusive aller Kosten für etwas über sieben Millionen Yen zu haben wäre. (Ehemaliger 981 Cayman S PDK-Fahrer)

981-Besitzer über Motorsound und Sitzbelüftung

Ob der 981 tatsächlich der letzte Porsche mit Saugmotor in der Einstiegsklasse sein wird, lässt sich noch nicht sagen. Beim Klang glaube ich aber nicht, dass ein künftiges Modell ihn übertreffen wird. Ein Ferrari mag höher drehen und höher klingen, doch seinen aufregenden Sound hört man meiner Meinung nach am besten, wenn er einen überholt – und nicht unbedingt über lange Zeit am Steuer.

Der Klang eines frei saugenden Porsche-Sechszylinder-Boxermotors lässt sich lange genießen, auch wenn man selbst fährt und dabei einen kühlen Kopf bewahrt. Der 981 gehört für mich zu den besten seiner Art. (Da spricht natürlich auch ein bisschen die Begeisterung als Besitzer.) Ich hoffe, dass der 981 einmal einen ähnlichen Kultstatus wie der Ferrari F355 erreicht.

Ich hatte bereits einen 981 mit Sitzbelüftung. Da sie beim 981 nur Luft absaugt, war der Effekt weniger deutlich als bei Systemen mit aktiver Belüftung, wie sie etwa Lexus anbietet. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich sie nach zehn bis fünfzehn Minuten Fahrt aber wieder ausgeschaltet.

Vielleicht war der Rücken dann nicht mehr verschwitzt oder die Sitzfläche und Lehne waren kühl genug – jedenfalls scheint die Funktion durchaus etwas zu bringen. Da ich auf dem Gebrauchtwagenmarkt allerdings nur selten einen 981 mit Sitzbelüftung gesehen habe, würde ich bei der Suche nach einem 981 nicht unbedingt auf dieser Option bestehen. (Ishi)

Klang und Lautstärke des 981 Spyder

Für mich ist selbst der Spyder mit eingeschalteter Sportabgasanlage beim Lupfen des Gaspedals ziemlich laut. Wenn ich in der Stadt vor einer Kreuzung vom Gas gehe, klingt es beinahe so, als wäre der Motor kaputt. Da frage ich mich manchmal, ob die Leute um mich herum das auch denken – und es tut mir fast leid.

Einen GTS bin ich noch nicht gefahren, daher kann ich die beiden nicht direkt vergleichen. Vielleicht spielen auch die Laufleistung und Unterschiede zwischen einzelnen Fahrzeugen eine Rolle.

Ein Pluspunkt des Spyder: Er liegt einen Zentimeter höher als der GT4! Dieser Zentimeter kann beim Verlassen einer Tankstelle oder einer Waschanlage mit steiler Rampe einen großen Unterschied machen. Die aktuellen Modelle 718 Spyder und GT4 haben dieselbe, niedrige Bodenfreiheit und keine Höhenverstellung an der Vorderachse. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass man mit der Frontlippe leicht aufsetzt. (Kiyopon)

Autos sind Geschmackssache

Wenn wir die Kommentare lesen und selbst verschiedene Autos fahren dürfen, wird uns immer wieder klar: Bei Autos geht es nicht darum, was objektiv gut oder schlecht beziehungsweise richtig oder falsch ist. Die Einschätzungen hängen stark vom persönlichen Geschmack ab.

Ob Fahrkomfort, Motorsound, Fahrgefühl, Design oder Innenraum – es gibt nicht die eine richtige Antwort. Am glücklichsten ist man wohl mit dem Auto, das einem selbst gefällt, ganz gleich, was andere darüber sagen.

Gerade deshalb lohnt es sich, viele Informationen zu sammeln und zugleich darauf zu achten, wie sich ein Auto anfühlt, wenn man es selbst fährt. Auch künftig möchten wir deshalb möglichst viele verschiedene Autos ausprobieren – ganz gleich, von welchem Hersteller oder Modell.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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