Google Maps mit Apple CarPlay unter iOS 12 ausprobiert – gleich beim ersten Mal!

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Das iOS-12-Update fürs iPhone

Apple hat am 13. September Ortszeit iOS 12 für iPhones und Tablets veröffentlicht. Damit wurde Google Maps auch über Apple CarPlay nutzbar. Mit Apple CarPlay lassen sich Apps für Musik, Nachrichten, Telefonie und Navigation vom eigenen Smartphone über das Fahrzeugdisplaynutzen.

Das Navigationssystem in unserem Panamera ist durchaus brauchbar. Manchmal zeigt es einen Stau allerdings erst an, wenn wir schon mittendrinstecken – etwas spät 😉 – oder schlägt eine Route vor, bei der man sich fragt, warum sie so einen großen Umweg macht.

In solchen Fällen öffne ich Google Maps auf dem iPhone, suche eine Route und stelle das Handy hinter dem Lenkrad auf. Dann fahre ich nach der Google-Navigation. Doch bei jedem Halt kippt das iPhone um, und der Blick auf das Display ist nicht gerade ideal (-_-). Umso mehr freue ich mich, dass Google Maps nach dem Update direkt über Apple CarPlay verfügbar ist.

Was Google Maps besonders praktisch macht:

・Aktuelle Verkehrsinformationen werden zeitnah angezeigt
・Die Navigation berücksichtigt nicht nur Hauptstraßen, sondern findet auch Schleichwege und Abkürzungen
・Neue Verkehrsinformationen werden schnell berücksichtigt (zum Beispiel die Eröffnung des Abschnitts Takatsuki–Kobe der Shin-Meishin-Autobahn)

Das sind für mich die größten Pluspunkte.

Google Maps gleich ausprobiert

Mein Mann meinte: „Unser neuer Panamera unterstützt Apple CarPlay – ich probiere Google Maps gleich mal aus.“ Er hat es direkt getestet, und davon möchte ich heute kurz berichten. Zunächst braucht es ein wenig Vorbereitung:

・Das iPhone muss auf iOS 12 aktualisiert sein
・Ein Ladekabel zum Verbinden von iPhone und Fahrzeug
・Die Google-Maps-App muss auf dem iPhone installiert sein

Das ist alles kein großer Aufwand, und vermutlich haben viele die nötigen Vorbereitungen ohnehin schon getroffen. Mein Mann wies außerdem darauf hin, dass Porsche 2015 offiziell bekannt gegeben hat, nicht Googles „Android Auto“, sondern ausschließlich Apples „CarPlay“ zu unterstützen. Google Maps lässt sich im Porsche also nur von iPhone-Nutzern für die Navigation verwenden.

Wir haben den Panamera mit dem iPhone verbunden – und tatsächlich war Google Maps auf dem Bildschirm zu sehen! (Was auch sonst? ;-))

Google Maps wird auf dem Display in etwa so dargestellt. Die Ansicht ähnelt weitgehend der auf dem iPhone.

Das Scrollen reagiert allerdings etwas holprig. Am besten bedient man die Karte über die eingeblendeten Pfeiltasten wie im Bild oben – oder direkt auf dem iPhone. In Google Maps kann man das Ziel per Spracheingabe festlegen. Wer es lieber eintippt, kann das auf dem iPhone tun; die Eingabe wird dann auch auf dem Fahrzeugdisplay angezeigt. Als wir per Sprachsteuerung „Tokyo Tower“ eingegeben haben, erschien diese Anzeige:

Der ist näher, als ich dachte! (lacht) Auch die Routenansicht auf dem iPhone und dem Navigationsdisplay ist, wie auf den folgenden Bildern zu sehen, weitgehend identisch.

Wie bei einem herkömmlichen Navigationssystem lassen sich Optionen wie „Autobahnen vermeiden“ oder „Mautstraßen vermeiden“ einstellen.

Wählt man ein zuvor gespeichertes Ziel aus, wird eine Route angezeigt, die den aktuellen Verkehrsbedingungen entspricht.

Auch NAVITIME ist dabei!

Übrigens unterstützt auch die NAVITIME-App Car NAVITIME Apple CarPlay. Also haben wir sie ebenfalls ausprobiert.

Bei der Zielsuche gibt es wie bei einem herkömmlichen Navigationssystem verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel „Nach Hause“, „Verlauf“ oder „Supermarkt“.

Diesmal haben wir einen Suchbegriff eingegeben. Zum damaligen Zeitpunkt war das allerdings nur auf Englisch beziehungsweise in lateinischer Umschrift möglich.

Deshalb haben wir das Ziel direkt auf dem iPhone eingetippt; die Eingabe wurde dann auf dem Display angezeigt. Die Route zum Tokyo Tower sah anschließend so aus:

Auf jeden Fall: iOS 12 installieren!

In Zukunft dürften weitere Navigations-Apps Apple CarPlay unterstützen. Je nach Situation zwischen ihnen zu wechseln, könnte sich als besonders praktisch erweisen. Auf dem Land oder in den Bergen kann Google Maps einen mitunter über unglaublich schmale Straßen schicken – oder auf eine Straße, die irgendwann einfach in einer Treppe endet …

Deshalb wäre es ideal, in der Stadt Google Maps zu nutzen und auf Bergstraßen auf eine andere Navigations-App umzusteigen.

Mein Mann meint dazu:

„Dieses Update ist eine Revolution. Viele haben noch gar nicht verstanden, wie bedeutend das ist. Ich glaube, es könnte die ganze Navigationsbranche auf den Kopf stellen. Da kommt noch einiges auf uns zu.“

Ich freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten – denn der Navigationsstress dürfte jetzt deutlich geringer werden!

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