Porsche Taycan kaufen? Warum wir uns im letzten Moment dagegen entschieden haben

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Porsche Taycan

Taycan statt Cayenne – ein verlockendes Angebot

Vor Kurzem meldete sich unser Ansprechpartner beim Porsche-Händler mit der Frage: „Wie wäre es mit einem Taycan, wenn Sie vom Cayenne umsteigen?“

Wir fahren einen Cayenne E-Hybrid und lieben sowohl den großzügigen Fond als auch das Fahrgefühl. „Eigentlich gibt es keinen Grund, unbedingt zu wechseln …“, meinten wir zwar, ließen uns aber trotzdem passende Neuwagen aus dem aktuellen Bestand heraussuchen.

Porsche Cayenne E-Hybrid

Unser Cayenne E-Hybrid

Als uns unser Ansprechpartner die Fahrzeugdaten schickte, war schnell klar: Der Taycan war richtig schick ausgestattet – mit Basismotorisierung, Lackierung in Kreide, festem Panoramadach, SportDesign-Paket und mehr.

Ungefähr so sah er aus

Auch mein Mann war begeistert:

„Der Taycan sieht richtig stark aus! Wenn der Inzahlungnahmepreis für unseren Cayenne stimmt und auch die übrigen Konditionen passen, könnten wir darüber nachdenken.“

Also wollten wir den Kauf ernsthaft prüfen und vereinbarten eine weitere Probefahrt mit dem Taycan.

Taycan oder Cayenne E-Hybrid?

Am Ende haben wir uns im letzten Moment gegen den Taycan-Kauf entschieden. Der Grund: Wir mögen unseren Cayenne E-Hybrid einfach zu sehr. Gemessen an unseren Fahrvorlieben und daran, wie wir das Auto im Alltag nutzen, konnte der Taycan unseren Cayenne nicht übertreffen.

Die Probefahrt hat uns viel Freude gemacht: Fahrverhalten und Komfort des Taycan waren hervorragend. Doch unser Cayenne E-Hybrid ist eben ein echtes Allroundtalent.

Beim Design hatte der Taycan im direkten Vergleich eindeutig die Nase vorn. Auch wenn man sich inzwischen ein wenig an seinen Anblick gewöhnt hat, wirkt er noch immer futuristisch und strahlt die Präsenz eines außergewöhnlichen Sportwagens aus.

Und der Fahrkomfort in der Stadt? Einfach erstklassig.

Ich bin zwar noch nicht viele Porsche-Modelle oder andere Autos gefahren, aber unter den Fahrzeugen, die ich bisher erleben durfte, war der Taycan in Sachen Komfort mit Abstand der Beste.

Auch der aktuelle Panamera und der Cayenne bieten hohen Fahrkomfort – doch der Taycan setzt noch eins drauf. Statt der weichen, gediegenen Komfortabstimmung einer Luxuslimousine bietet er ein sportliches, sattes Fahrgefühl. Er liegt förmlich auf der Straße und fährt so unglaublich flach und ruhig, dass es einfach Spaß macht.

Porsche Taycan

Ich konnte mir kaum vorstellen, dass jemand dieses Fahrgefühl nicht mögen würde.

Beim Platzangebot sah es allerdings anders aus: Im Vergleich zum Cayenne E-Hybrid fühlte sich der Fond enger und niedriger an – was gegenüber einem SUV natürlich nicht überrascht. Ich bin 1,60 Meter groß. Auf der Rückbank stieß mein Kopf schon an, sobald ich ihn ein wenig zum Fenster neigte. Das Probefahrzeug hatte ein Panoramadach.

Wer von einem Panamera oder Macan umsteigt, nimmt den Unterschied vielleicht weniger deutlich wahr. Wer jedoch den großzügigen Innenraum des Cayenne gewohnt ist, wird den Taycan unweigerlich als enger empfinden.

Außerdem ist unser jüngstes Kind erst eineinhalb Jahre alt und braucht einen großen Kindersitz. Auch deshalb schien uns der Cayenne besser zu passen.

Taycan in der Basisausführung: Fahrleistungen und mehr

Auch die Beschleunigung auf der Autobahn ließ bei uns einen Wunsch offen.

Bei meiner früheren Probefahrt mit einem Taycan Turbo war die Beschleunigung so brachial, dass ich mich beinahe fühlte, als würde ich durch Raum und Zeit katapultiert. Damals war ich begeistert: „Elektroautos sind wirklich beeindruckend!“

Im Vergleich dazu war mein Eindruck beim Taycan in der Basisausführung: „Der Cayenne E-Hybrid beschleunigt schneller.“

Dabei ist auch der Taycan in der Basisausführung schnell und bietet mehr als genug Leistung.

Aber unser Cayenne E-Hybrid spricht unmittelbar auf das Gaspedal an, beschleunigt ohne spürbare Verzögerung und fühlt sich trotz seines Gewichts ausgesprochen schnell und agil an. Hätte ich diesen Antritt nicht gekannt, wäre ich mit dem Taycan sicher mehr als zufrieden gewesen.

Dann war da noch der Motorsound. Unser Probefahrzeug war nicht mit dem optionalen Porsche Electric Sport Sound ausgestattet, der den Klang des Elektromotors ergänzt.

Insgesamt war der Taycan deshalb sehr leise. Mein Mann und ich waren uns einig, dass beim Beschleunigen und kräftigen Durchtreten des Gaspedals ein wenig mehr Klang für zusätzliche Emotionen sorgen könnte. Der Porsche Electric Sport Sound lässt sich offenbar auch nachträglich hinzufügen.

Berücksichtigt man außerdem den Inzahlungnahmepreis unseres Cayenne und die Lademöglichkeiten, erschien es uns sinnvoller, vorerst beim Cayenne zu bleiben. Wenn wir den Cayenne einmal ersetzen, wäre ein Cayenne E-Hybrid nach der Modellpflege für uns die realistischere Wahl.

Mein Mann meinte dazu:

Wenn ich einen Taycan kaufen würde, dann wohl nicht als Ersatz für den Cayenne, sondern eher für unser 911 Cabriolet (Typ 992). Aber dann hätte ich gern noch etwas mehr Leistung. Vielleicht wäre der Taycan 4S die richtige Wahl. Mit Allradantrieb dürfte er auch auf der Autobahn noch mehr Reserven bieten.

Wir sind als Familie öfter auf längeren Strecken unterwegs. Wenn die Ladeinfrastruktur in Japan weiter ausgebaut wird, könnte ein Taycan-Kauf also irgendwann tatsächlich infrage kommen.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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