Porsche 911 GT3 (991.2): Schalten mit dem Handschalter – so geht’s richtig!

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Tests & Fahrberichte

Richtig schalten im GT3

Vor Kurzem habe ich einen Artikel über das richtige Hochschalten im GT3 mit Handschaltung vorgestellt. Also bin ich kurzerhand zum Royu Driveway gefahren, um es selbst auszuprobieren. Heute erzähle ich euch, wie es gelaufen ist.

ポルシェ911 GT3(991.2)マニュアル車の正しいシフトアップ操作方法

Mein Mann war zu der Zeit für eine vergleichsweise längere Geschäftsreise in den USA. Vor seiner Abreise gab er mir noch diese Aufgabe mit auf den Weg:

Probier beim Fahren aus, wie man im GT3 richtig hochschaltet. Auch im Normalmodus klappt das. Fahr ruhig mal eine Runde – notfalls musst du dafür eben die Kinder unterbringen.

Außerdem schickte mir ein Leser ein Video, in dem ein Profi die richtige Lenkradführung erklärt. Ich sah es mir an und bereitete mich ein wenig vor, indem ich das Ganze in meinem BMW übte.

An jenem Morgen brachte ich meine ältere Tochter in den Kindergarten und arbeitete danach am Blog. Die Aufgaben waren schneller erledigt als gedacht, und da das Wetter herrlich sonnig war, beschloss ich, noch an diesem Tag eine Runde zu drehen.

Allerdings wollte ich meine jüngere Tochter nicht extra für diesen Ausflug in die Krippe geben (im Winter fängt sie sich dort schnell mal etwas ein). Also nahm ich meine Zweijährige einfach mit. Ich fuhr nicht schnell und achtete selbstverständlich auf eine sichere Fahrweise.

Seit ich mich an die Kupplung meines 981 Boxster gewöhnt habe, fühlt sich die Kupplung des 911 GT3 erstaunlich leicht an. Trotzdem ist das Gefühl, in einem so solide gebauten Auto zu sitzen, beim GT3 einfach unvergleichlich.

An diesem Tag fuhr ich zum ersten Mal ganz allein im GT3 (sonst war mein Mann neben oder mit mir unterwegs). Statt mich unter Druck zu setzen und zu denken: „Jetzt muss ich mich aber anstrengen!“, versuchte ich, ruhig und entspannt zu bleiben.

Dass ich mittlerweile so an die Sache herangehen kann, verdanke ich wohl auch dem Porsche-Fahrtraining (Porsche Track Experience), an dem ich teilgenommen habe.

Früher hatte ich bei der Kupplungs- und Schaltarbeit im GT3 mit Handschaltung fast schon Angst. Dabei muss man sich überhaupt nicht verrückt machen. Zunächst verunsicherte mich allerdings, dass es zwar eine Auto-Hold-Funktion für das Anfahren am Berg gibt, ich aber nirgends die grüne Anzeige „HOLD“ finden konnte.

Bei jedem Halt am Berg fragte ich mich nervös: „Ist HOLD jetzt aktiviert?“ Einmal fuhr ich an einer leichten Steigung ganz normal an – und würgte den Motor ab. Beim GT3 springt der Motor nach dem Abwürgen nicht automatisch wieder an. Also schaltete ich ihn aus, startete erneut und fuhr diesmal besonders vorsichtig los.

Ich dachte schon: „So langsam kann ich den GT3 doch ganz gut fahren.“ Aber ganz so einfach war es dann wohl doch nicht. (lacht)

Mit dem GT3 zum Royu Driveway

Auf der Landstraße zum Royu Driveway wollte ich das Hochschalten ausprobieren, das sich laut Beschreibung so geschmeidig wie bei einem PDK anfühlen soll. Doch aus Gewohnheit nahm ich immer wieder den Fuß vom Gas. Außerdem gab es auf der Strecke keine Gelegenheit, die Drehzahl weit genug steigen zu lassen. Also übte ich ein wenig und wartete, bis ich die Mautstelle am Royu Driveway passiert hatte.

Bis zur Mautstelle gibt es einige ziemlich enge Kurven. Die Straße ist außerdem schmal und mit vielen sogenannten Katzenaugen-Markierungen versehen, sodass ich mit dem Boxster dort immer besonders vorsichtig unterwegs war. An diesem Tag hatte ich jedoch im Porsche-Fahrtraining gelernt, wie ich das Lenkrad richtig halte. Dadurch fielen mir die Kurven leichter, und ich konnte das Lenkrad beherzter drehen, ohne mich unsicher zu fühlen.

Wahrscheinlich lag das aber auch daran, dass ich im GT3 saß.

An einer Stelle hob ich das Auto an, weil ich mich fragte: „Setze ich hier nicht vielleicht mit dem Unterboden auf?“ Mein Mann meinte dazu: „Auf dem Royu Driveway ist das überhaupt kein Problem. Auf dem Rückweg gibt es nur zwei, drei Stellen, an denen du besser langsam fährst.“

Kaum hatte ich die Mautstelle am Royu Driveway passiert, probierte ich das Hochschalten aus. Doch natürlich nahm ich wieder den Fuß vom Gas. (-_-)
Schon die Vorstellung, beim Beschleunigen mit durchgetretenem Gaspedal hochzuschalten, ließ mich zögern: Würde es dabei nicht einen heftigen Ruck geben?

Ich wusste zwar, was ich tun sollte, doch die Gewohnheit saß tief und ließ sich nicht so leicht ablegen.

Ich versuchte es ein paar Mal, aber obwohl die Gänge sanft wechselten, war von dem begeisternden „Zisch!“ nichts zu hören.

Hmm … (-_-)

Später probierte ich es noch einmal auf einem langen, sanft ansteigenden Geraden. „Wenn ich es auf dieser langen Geraden nicht schaffe, klappt es wahrscheinlich auf keiner Straße!“ Also fasste ich mir ein Herz und hielt das Gaspedal gedrückt. Beim Wechsel vom dritten in den vierten Gang hörte ich tatsächlich ein „Pschsch!“.

Ah, das ist es! (゚∀゚)

Erst da merkte ich, wie sehr ich die Schultern angespannt hatte. Danach fuhr ich zunächst am Aussichtspunkt vorbei und nahm die folgenden Kurvenkombinationen, während ich mich an das Slalomtraining erinnerte. Wahnsinn, wie gut der GT3 fährt! Er nimmt die Kurven unglaublich präzise und bleibt dabei herrlich geschmeidig. Sein Handling ist auf ganz andere Weise großartig als das des Boxster.

Anschließend versuchte ich noch einige Male hochzuschalten. Am Ende hatte ich nur drei Mal das Gefühl, dass es wirklich geklappt hatte. Meistens machte ich einen Rückzieher und nahm das Gas weg. Ich traute mich nur, wenn ich ordentlich beschleunigen konnte. Da braucht es wohl einfach Übung.

Am Aussichtspunkt hielt ich an und warf einen Blick auf den Beifahrersitz. Meine Tochter schlief tief und fest. (lacht) Wie kann man bei all dem Brummen und Aufheulen des Motors nur schlafen?

Danach gönnten wir uns eine kleine Pause am menschenleeren Aussichtspunkt.

Der GT3 und luftgekühlte Porsche

Auf dem Rückweg fuhr ich mit offenem Fenster und war überrascht, wie sehr der Motor an einen luftgekühlten Porsche erinnerte. Es war kein dynamischer, mitreißender Klang wie beim Boxster GTS, sondern eher ein mechanisches, raues Geräusch. Selbst im modernen 911 GT3 scheint also noch ein Hauch der luftgekühlten Porsche-Gene durchzuklingen.

Mein Mann hatte einmal gesagt: „Nachdem ich einen 73er Carrera gefahren war, kam mir der GT3 ziemlich ähnlich vor.“ Ich kann mir gut vorstellen, was er damit meinte.

伝説の911、73カレラについに乗る!もはやポルシェ界の重要文化財、いや、世界遺産だ!

Als ich nach Hause kam und mich in den Panamera Turbo setzte, fühlte sich dessen Fahrverhalten, das ich sonst als satt und souverän empfinde, plötzlich fast leicht an. Auch Pedale und Lenkrad waren viel leichtgängiger. Mir wurde wieder bewusst, wie sehr das Auto, das man unmittelbar zuvor gefahren ist, die Wahrnehmung eines anderen beeinflusst.

Anschließend mailte ich meinem Mann auf Geschäftsreise meine Eindrücke (was schreibe ich ihm eigentlich während der Arbeit?!). Seine Antwort:

Mit der Zeit lässt man aus Gewohnheit nach. Das klappt auch im zweiten und dritten Gang ganz gut. Wichtig ist, dass du es einfach beherzt ausprobierst.
Und der GT3 klingt doch wie ein luftgekühlter Porsche, oder? Dieser GT3 fühlt sich nicht so leicht an wie moderne Autos. Ein bisschen von der klassischen, soliden Bauweise ist noch geblieben.

GT3, Panamera, Boxster (einen luftgekühlten Porsche bin ich in letzter Zeit gar nicht gefahren …) – jedes Mal entdecke ich etwas Neues. Mit jeder Fahrt lerne ich die besonderen Reize der einzelnen Modelle und ihre Gemeinsamkeiten besser kennen. Autos sind wirklich faszinierend vielseitig.

Ich bin dankbar, dass ich so viele verschiedene Porsche fahren darf. Und ich werde mich weiter bemühen, eines Tages meinen eigenen Porsche kaufen zu können (als ob es nicht schon genug wären! Haha.)

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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