Die Autos in unserer Familie: Wird es langsam Zeit für einen SUV?!

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Unser Auto‑Leben

Die Autos in unserer Familie

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel darüber geschrieben, dass sich die Ansprüche an ein Auto – und damit auch die Kaufentscheidung – je nach familiärer Situation verändern. In letzter Zeit merke ich immer deutlicher, wie wahr das ist.

Seit ich mit diesem Blog angefangen habe, sind drei Jahre vergangen – und in dieser Zeit haben sich die Ansprüche unserer Familie an Autos grundlegend verändert.

Als ich vor drei Jahren mit dem Blog startete, standen bei uns ein „Boxster GTS“, ein „Panamera Edition“ und ein „Audi A3“ in der Garage. Bei der Wahl eines Autos war uns vor allem wichtig, dass es sich sportlich fährt und ein gutes Fahrgefühl bietet. Komfort, Ausstattung und ein hochwertiges Interieur waren eher zweitrangig.

Drei Jahre später sieht unser Fuhrpark so aus: „Porsche Boxster GTS“, „Porsche Panamera Turbo“, „Porsche 911 GT3“, „Porsche 911 (964)“, „Nissan Note NISMO e-POWER“ und „BMW 320i“.

Und vermutlich wird der „Panamera Turbo“ diesen Herbst durch ein „911 Cabriolet“ ersetzt. (Angeblich hat die Produktion endlich begonnen.)

Moment mal – wir haben doch nur zwei Fahrer zu Hause! Was soll das denn? (-_-)

Mit diesem kleinen Einwand im Hinterkopf: Mein Mann liebt Autos und hat sich immer stärker auf die Themen „Sportwagen“ und „Fahrspaß“ konzentriert. So kamen nach und nach weitere Autos dazu, die all das bieten und doch jeweils ihren ganz eigenen Charakter und Reiz haben.

Eine Zeit lang fuhr mein Mann deshalb unter der Woche auf dem Weg zur Arbeit genauso wie am Wochenende und praktisch das ganze Jahr über ausschließlich Sportwagen. Auch ich war im Alltag regelmäßig auf längeren Strecken unterwegs. Ein Blick auf die Kilometerstände zeigte: Jedes unserer Autos kam pro Jahr auf mehr als 10.000 Kilometer. So sah unser Autoalltag aus.

Autos am anderen Ende des Porsche-Spektrums …

In letzter Zeit hat sich bei meinem Mann allerdings etwas verändert. Nach vielen Jahren mit Sportwagen scheint er zunehmend zu denken: „Das Auto, das ich im Alltag fahre, muss gar nicht so sportlich sein. Vielleicht wäre ein Wagen besser, in dem ich entspannt und ganz gemütlich unterwegs bin.“

Auch die Kinder werden größer (unsere ältere Tochter ist sechs, die jüngere drei, und im August erwarten wir unser drittes Kind). Wenn wir als Familie mit dem Auto unterwegs sind, äußern sie inzwischen ihre Meinung zum Fahrkomfort. Offenbar träumen sie außerdem von einem großen Van: „So ein Auto hätte ich auch gern …“, sagen sie manchmal sehnsüchtig. Und bald sind wir ein Familienmitglied mehr …

Da stellt sich schon die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, dass bei uns alle Autos so stark auf Sportlichkeit ausgelegt sind.

In letzter Zeit sagt mein Mann öfter Folgendes:

Bevor wir angefangen haben, so viele Porsche zu kaufen wie heute, waren für mich vor allem „Sportwagen-Fahrgefühl“ und „Coupé-Form“ wichtig. SUVs oder Autos mit hoher Sitzposition? Die kamen für mich überhaupt nicht infrage.
Aber nachdem ich den Boxster, den GT3, den 911 und auch McLaren und SL gefahren und eine ganze Reihe von Sportwagen besessen habe, denke ich inzwischen: Ein SUV wäre eigentlich auch nicht schlecht. Eins, das sich unkompliziert fahren lässt, sich nicht in den Vordergrund drängt und einfach entspannt seinen Dienst tut.
Ende letzten Jahres, als ich überlegte, mir für den Arbeitsweg einen Note NISMO zu kaufen, dachte ich noch: „Ein bisschen Sportlichkeit muss schon sein.“ Heute sehe ich das anders: Wenn ich mit dem GT3 schon einen kompromisslosen Sportwagen habe, muss das Auto für den Alltag nicht auch noch halb sportlich sein.
Wobei ich, sobald ich in einen Porsche steige, bestimmt wieder sage: „Ein Porsche ist eben doch etwas Besonderes!“ (lacht)

Das stimmt schon. Ich habe zwar längst nicht so viele unterschiedliche Sportwagen gefahren wie mein Mann, aber einiges durfte ich trotzdem erleben. Und ich kann nachvollziehen, was er meint. Wäre ich heute nicht in der Lage, ein Auto mit Schaltgetriebe zu fahren, sähe die Sache vielleicht anders aus. Doch nachdem ich fleißig geübt habe und inzwischen auch den GT3 und den Boxster mit Schaltgetriebe fahren kann, denke ich manchmal: „Mein Alltagsauto muss kein Wagen sein, der mich ständig in den Sportmodus versetzt.“

Mein Mann meint außerdem:

Ein Cayenne wäre schon reizvoll, aber in letzter Zeit kommt mir sogar der Cayenne ziemlich sportlich vor. Er ist zwar ein SUV, aber eben trotzdem ein Porsche.
Wenn ich so darüber nachdenke, könnte man in einem SUV von Mercedes oder BMW entspannter und luxuriöser unterwegs sein. Außerdem ist die Ausstattung ab Werk oft schon umfangreich, und der Innenraum wirkt hochwertig – bei Porsche muss man vieles einzeln dazubestellen. Auch im Fond gibt es ordentlich Platz. Das könnte wirklich passen. Im Moment interessieren mich der GLS und der X7.
Ein neues Auto zu kaufen, wenn man den Wertverlust bedenkt, wäre mir zwar zu gewagt. Aber vielleicht finde ich ja zum richtigen Zeitpunkt einen Gebrauchten.

Auch beim BMW 320i tut sich etwas …

Zu dieser Veränderung kam noch hinzu, dass mein Mann wegen der Corona-Pandemie seit Ende Januar von zu Hause aus arbeitete. Nach einigen Monaten zeigte sich, dass der Betrieb auch so reibungslos lief. Deshalb wird er wohl auch künftig überwiegend im Homeoffice arbeiten.

Den Note e-POWER NISMO, den wir zu Jahresbeginn für den Arbeitsweg gekauft hatten, nutzt er dadurch kaum noch. Wir sprechen deshalb oft darüber, dass es schade wäre, so ein gutes Auto einfach stehen zu lassen. Die Kinder lieben den Note NISMO übrigens und würden am liebsten viel öfter damit fahren. Sie schwärmen: „Hinten ist so viel Platz! Und die Klimaanlage kühlt richtig gut!“

Ich wiederum habe mir im vergangenen Frühjahr einen BMW 320i gekauft, um das Fahren mit Schaltgetriebe zu lernen, und bin seitdem fast täglich damit unterwegs. Bei den Kindern kommt er allerdings nicht gut an: „Es ist total heiß (stimmt schon: Die Scheiben sind weder getönt noch mit einem Sonnenschutz versehen, und die Klimaanlage kommt nur schwer dagegen an – haha) und hinten ist es enger als im Note.“ (Das tut weh! Haha.)

„Mein ursprüngliches Ziel, fahren mit Schaltgetriebe zu lernen, habe ich erreicht. Wenn ich an unsere Familie als Ganzes denke, wäre es vielleicht sinnvoller, den BMW abzugeben und im Alltag den NISMO zu fahren.“

Diesen Gedanken habe ich inzwischen öfter.

Das heißt aber nicht, dass mein Mann oder ich das Interesse an Autos verloren hätten. Mein Mann schaut sich nach wie vor jeden Tag Auto-Reviews auf YouTube an und liest Zeitschriften. Und auch mein Ziel, mir selbst einen Porsche zu kaufen, steht weiterhin. Unsere Begeisterung für Autos ist also ungebrochen.

Doch nachdem wir von Porsche geträumt haben, uns als Familie einen Porsche angeschafft und damit viele unterschiedliche Straßen erkundet haben, fühlt es sich an, als hätten wir beim Thema Sportwagen eine Runde gedreht und wären wieder am Ausgangspunkt angekommen …

Da wir bereits sportliche Autos haben, wünschen wir uns für den Alltag inzwischen eher ein Auto, in dem unsere fünfköpfige Familie bequem Platz findet. Wenn ich darüber nachdenke, kennen wir viele, die

neben ihrem Porsche noch einen geräumigen SUV als Familienauto besitzen.

Jetzt verstehe ich endlich: „Ach, so ist das also! Das ist ja clever!“

Mal sehen, was sich bei uns in nächster Zeit tut. Wie wird sich unser Fuhrpark wohl weiterentwickeln?

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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