Porsche 911 Carrera S Cabriolet (991.1) im Test: Was der Vergleich mit anderen 991.1-Modellen zeigt
Veröffentlicht: 2022.04.06
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Die Porsche-911-Varianten in einem Satz
Nach den vielen Fahrten mit unterschiedlichen 991.1 steht für mich fest: Jede Variante hat ihren ganz eigenen Reiz. Hier meine persönliche, natürlich subjektive Einordnung nach Einsatzzweck:
Kurven und Bergstraßen: Fahrspaß steht im Vordergrund
Carrera und Cabriolet-Modelle
Der 3,4-Liter-Motor des Carrera macht einfach Spaß. Seine Leistung passt perfekt zu den japanischen Bergstraßen und lässt sich dort voll auskosten. Wer sich am Steuer sicher fühlt, dem empfehle ich außerdem das Serienfahrwerk ohne PASM.
Kurven und Bergstraßen: Tempo zählt
Carrera S und GTS
Wer auf längeren, größeren Kurvenstrecken oder beim Beschleunigen auf der Geraden mehr Tempo möchte, ist mit den S-Modellen oder stärkeren Varianten mit 3,8-Liter-Motor gut beraten.
Für gemeinsame Ausfahrten
Targa, Cabriolet, Allrad- und Turbo-Modelle
Der 991.1 bietet generell einen guten Fahrkomfort. Targa und Cabriolet setzen in dieser Hinsicht noch eins drauf. Mit PASM oder PDCC wird der Komfort noch besser.
Auch die Allradmodelle fahren sich komfortabel. Das liegt nicht allein an der Fahrwerksabstimmung: Dank des Allradantriebs fallen die Nickbewegungen des Fahrzeugs und damit auch die wahrnehmbaren Bewegungen für die Insassen geringer aus. Dazu kommt der satte Drehmomentverlauf der Turbo-Modelle – ein außergewöhnlich souveränes Fahrerlebnis.
Ein Musterbeispiel dafür, wie sich üppige Leistung für hohen Komfort nutzen lässt.
Lange Touren
Carrera S, GTS, Allrad- und Turbo-Modelle
Für lange Strecken und entspanntes Reisen bei hohem Tempo sind die S-Modelle und stärkeren Varianten die bessere Wahl. Mit Allradantrieb bleiben kaum Wünsche offen: ein schneller Tourenwagen für jedes Wetter.
Stadtverkehr
Carrera S, GTS und Turbo-Modelle
Bei häufigem Anfahren und Anhalten im Stadtverkehr ist der 3,8-Liter-Motor des Carrera S eine gute Wahl. Sein kräftiges Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen bedeutet, dass man weniger Gas geben muss – das kann auf Dauer entspannter sein. Eine kleine Anmerkung: Bei den Turbo-Motoren des 991.2 und 992 kehrt sich diese Einschätzung um – im Stadtverkehr ist dann der Basis-Carrera leichter zu fahren.
Rundstrecke
GT3
Das versteht sich fast von selbst: Wer es auf der Rennstrecke ernst meint, greift zum GT3. Seine überragenden Fahrleistungen, der Motor und die Getriebeübersetzung spielen ihre Stärken nicht auf öffentlichen Straßen, sondern auf der Rundstrecke voll aus.
Damit bin ich am Ende meines Überblicks. Der 991.1 ist derzeit sehr gefragt, und gute Exemplare sind schnell verkauft. Ich persönlich gehe davon aus, dass die Preise langfristig weiter steigen und gut erhaltene Fahrzeuge noch schwerer zu finden sein werden. Das zeigt auch ein Blick auf den internationalen Gebrauchtwagenmarkt für Porsche: Viele der hochwertigen Fahrzeuge dürften nach und nach aus Japan abwandern, wo sie bislang vergleichsweise günstig zu haben sind.

Wer sich für einen 991.1 interessiert, sollte bei einem guten Angebot nicht zu lange zögern. Denn der 991.1 ist für mich der wohl emotionalste 911.
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