Neuer Verbrenner-SUV als Macan-Nachfolger ab 2028? Gute Nachrichten für Benziner-Fans
Veröffentlicht: 2025.08.05
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Porsche plant offenbar, 2028 einen neuen SUV mit Verbrennungsmotor auf den Markt zu bringen.
Hinter dem Schritt steckt eine strategische Neuausrichtung: Der Markt für Elektroautos wächst langsamer als erwartet. Der neue Crossover mit Benzinmotor und Hybridantrieb soll den bisherigen Macan mit Verbrennungsmotor ablösen. Der Name „Macan“ bleibt jedoch den Elektroautos vorbehalten.
Warum der Benziner-Macan in Europa eingestellt wurde
Im vergangenen Jahr musste Porsche den ursprünglichen Macan vom europäischen Markt nehmen.
Der Grund war keine rein strategische Entscheidung: Das Modell erfüllte die neuen Sicherheitsvorschriften (GSR2) nicht, die im Juli 2024 in Kraft traten. Obwohl der Macan das meistverkaufte Modell des in Zuffenhausen beheimateten Sportwagenherstellers war, musste Porsche den Verkauf auf dem europäischen Kontinent einstellen.
In Märkten, in denen die GSR2-Vorschriften nicht gelten, ist der Macan mit Verbrennungsmotor weiterhin erhältlich. Seine Produktion soll jedoch 2026 enden.
Nach dem Produktionsende entsteht eine zweijährige Lücke im Porsche-Programm. Der neue Macan als Elektroauto ist bereits vorgestellt. Ein Crossover-SUV mit Verbrennungsmotor soll dagegen erst 2028 auf den Markt zurückkehren.

Zurück zum Verbrenner: Gründe für den Kurswechsel
Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2025 bezeichnete Porsche-CEO Oliver Blume den neuen SUV als „einen sehr typischen Porsche in diesem Segment“, der sich jedoch klar vom vollelektrischen Macan unterscheiden werde. Um das Modell in Rekordzeit auf den Markt zu bringen, beschleunige das Unternehmen die Entwicklung.
Ursprünglich hatte Porsche keinen neuen SUV mit Verbrennungsmotor geplant, da man mit dem Erfolg des elektrischen Macan rechnete. Weil die Verkäufe von Elektroautos jedoch langsamer wuchsen als erwartet, änderte die Unternehmensführung offenbar ihre Pläne und entschied sich für eine Rückkehr zu konventionellen Antrieben.
Der Schritt passt zu einer Mitteilung des Unternehmens vom Jahresanfang: Porsche prüfe im Zuge zusätzlicher Investitionen in Benzin- und Hybridtechnologie die Entwicklung völlig neuer Modelle mit konventionellem Antrieb. Diese Entscheidung wurde nun offenbar offiziell bestätigt.

Technische Basis des neuen Porsche-SUV
Wie Porsche das Modell bis 2028 fertigstellen will, hat CEO Blume noch nicht näher erläutert. Der neue SUV dürfte jedoch auf der neuen Plattform des Volkswagen-Konzerns, der „Premium Platform Combustion“ (PPC), basieren. Sie kommt auch im neuen Audi Q5 zum Einsatz.
Angesichts dessen, dass bereits der aktuelle Macan auf einer Plattform des Vorgänger-Q5 basiert, liegt diese Vermutung nahe. Porsche hat bereits erklärt, beim neuen Modell Synergien innerhalb des VW-Konzerns nutzen zu wollen.
Der aktuelle Q5 mit PPC-Architektur ist mit Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren sowie als Plug-in-Hybrid erhältlich. Im SQ5 kommt ein 3,0-Liter-V6 mit 362 PS zum Einsatz. Ob sich der neue Porsche-Crossover an der Antriebspalette des Q5 und SQ5 orientiert, ist noch offen. Ein Diesel dürfte jedoch nicht dazugehören: Seit dem Dieselskandal 2018 hat sich Porsche aus dieser Technologie zurückgezogen.
Design und Positionierung des neuen Modells
Das Design des neuen Modells hält Porsche noch geheim. Laut CEO Blume soll der SUV ein „typisches Porsche-Profil“ erhalten und in seinen Abmessungen dem Macan ähneln. Bemerkenswert ist, dass der Name „Macan“ künftig ausschließlich für die zweite Generation des Elektro-SUV vorgesehen ist, die nach dem Auslaufen des bisherigen Modells 2026 folgen soll.

Damit klafft zwischen dem Ende des Macan mit Benzinmotor und dem Nachfolger als Elektroauto eine Lücke von zwei Jahren. Der neue SUV mit Verbrennungsmotor wird vermutlich unter einem anderen Namen angeboten.
Hinter Porsches strategischem Kurswechsel steht die Realität des Elektroautomarkts. Während viele Hersteller die Elektrifizierung stark vorantreiben, fällt die Reaktion der Käufer bislang verhaltener aus als erwartet. Gerade im Premiumsegment gibt es weiterhin viele Kunden, die konventionelle Motoren bevorzugen.
Porsche scheint sich auf diese Marktrealität einzustellen und eine Doppelstrategie zu verfolgen: Das Unternehmen treibt den Umstieg auf Elektroautos voran, entwickelt aber zugleich weiter Modelle mit Verbrennungsmotor. So lassen sich kurzfristig Einnahmen sichern und gleichzeitig die Weichen für die langfristige Elektrifizierung stellen. Die Entwicklung des neuen SUV zeigt, dass Porsche flexibel auf Veränderungen im Markt reagieren will. Der Wandel zur Elektromobilität schreitet zwar voran, doch sein Tempo unterscheidet sich je nach Markt – und die Nachfrage nach Verbrennern wird vorerst bestehen bleiben.
Wie der neue SUV mit Verbrennungsmotor ab 2028 in Porsches Modellpalette positioniert wird und welchen Namen er erhält, bleibt abzuwarten. Mit Spannung erwarten wir die nächsten Ankündigungen.
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