911 GT3 Touring Package kaufen: Diese Ausstattung empfiehlt sich – PCCB und Vorderachs-Liftsystem?
Veröffentlicht: 2021.08.31
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Bis zum Frühjahr dieses Jahres war mein Mann Besitzer eines 911 GT3 Touring der Baureihe 991, Phase 2. Bei Ausstattung und Konfiguration hatte er sehr genaue Vorstellungen, und mit dem Verkauf tat er sich monatelang schwer. Im Frühjahr entschied er sich schließlich, den Wagen abzugeben. Neulich zeigte er mir den Porsche-Konfigurator und meinte: „Wenn ich mir einen neuen 911 GT3 mit Touring-Paket (Baureihe 992) kaufen würde, sähe meine Wunschkonfiguration ungefähr so aus.“
Das ist natürlich nur seine persönliche Vorliebe und keine allgemeingültige Empfehlung. Trotzdem möchte ich euch seine Ideen vorstellen.
Das Exterieur des 911 GT3 mit Touring-Paket
Lackierung und weitere Details
Bei der Lackierung würde er sich für GT-silbermetallic oder Achatgrau entscheiden. Das neue Sharkblue findet er zwar sehr reizvoll, würde diese Farbe aber lieber beim GT3 mit feststehendem Heckflügel wählen. Beim Touring-Paket würde er mit Blick auf den Wiederverkauf auf eine auffällige Lackierung verzichten. Auffällige Farben sind natürlich nicht grundsätzlich schlechter: Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind jedoch oft Lackierungen gefragt, die zum Charakter und Konzept des jeweiligen Modells passen. Beim Touring-Paket lassen sich auffällig lackierte Fahrzeuge tendenziell schwerer verkaufen. Bei Modellen wie dem RS hingegen sind kräftige Farben durchaus beliebt.
Beim Touring-Paket würde er das Exterieur-Paket in Schwarz wählen – passend zur hellen Lackierung in GT-silbermetallic. Bei dunkleren Farben wie Gentianblau wirkt das Exterieur seiner Meinung nach ohne schwarze Akzente stimmiger.

Räder
Mit gelben PCCB-Bremssätteln würde er die Räder in Seidenglanz-Dunkelsilber nehmen. Bei der serienmäßigen Bremsanlage mit roten Bremssätteln gefällt ihm dagegen die Seidenglanz-Ausführung in Neodyme am besten – für eine harmonische Farbbalance.
Beleuchtung
Er würde die LED-Hauptscheinwerfer in Schwarz wählen. Da er sich für das schwarze Touring-Paket entschieden hat, soll auch das Innenleben der Scheinwerfer dazu passen. Die LED-Matrix-Hauptscheinwerfer sind besonders hilfreich, wenn man häufig auf stockdunklen Autobahnen und Nationalstraßen auf dem Land unterwegs ist. Wer überwiegend in der Stadt fährt, kann aus seiner Sicht darauf verzichten. Auch die normalen LED-Scheinwerfer des 992 leuchten bereits ausgesprochen hell.
Da sich die Matrix-Scheinwerfer beim 992 optisch kaum von den normalen LED-Scheinwerfern unterscheiden, dürfte ihr Einfluss auf den Wiederverkaufswert gering sein. Als großer Pluspunkt bei der Ausstattung zählt diese Option daher vermutlich nicht.
Die Rückleuchten im Exclusive Design würde er wählen, weil sie zur GT-silbermetallic-Lackierung passen und das Heck so in einem stimmigen, monochromen Look gehalten ist.
Dach und Verglasung
Die Privacy-Verglasung würde er nehmen, damit sie optisch nahtlos in das schwarze Carbon-Dach übergeht.
Wie viel das leichte Carbon-Dach zur Fahrleistung beiträgt, lässt sich schwer sagen. In diesem Fall wäre die Entscheidung vor allem eine Frage der Optik: Bei einer hellen Lackierung wie GT-silbermetallic lässt ein schwarzes Dach das gesamte Auto optisch tiefer wirken. Da es hier in erster Linie ums Design geht, könnte man das Dach auch nachträglich folieren lassen.

Fahrdynamik-Optionen und weitere Extras
PCCB
Die Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) ist teuer – da will die Entscheidung gut überlegt sein. Bei einem GT3, der hauptsächlich auf öffentlichen Straßen bewegt wird, würde mein Mann sie trotzdem wählen. Die Bremsanlage erzeugt praktisch keinen Bremsstaub, bietet eine hervorragende Verzögerung und überzeugt mit einem sehr guten Pedalgefühl. Auch bei einer Vollbremsung aus extrem hohem Tempo spürt man zusätzliche Bremsreserven, die eine herkömmliche Bremsanlage so nicht bietet. Seitdem hat er mehrere Porsche mit PCCB gefahren. Dabei fiel ihm immer wieder auf: Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten wirkt das Fahrwerk durch das geringe Gewicht der Bremsanlage etwas unruhiger. Bei höherem Tempo fährt sich das Auto dagegen deutlich ruhiger und vermittelt hohen Komfort und Stabilität.

Für den überwiegenden Einsatz auf öffentlichen Straßen ist die Haltbarkeit kein Problem. Nach seiner Erfahrung verschleißen sowohl Bremsbeläge als auch Bremsscheiben erstaunlich wenig – deutlich weniger als bei einer herkömmlichen Grauguss-Bremsanlage. Auch einige wenige Trackdays pro Jahr sind unproblematisch. Wer jedoch häufig auf Strecken mit hoher Bremsenbelastung fährt, etwa dem Fuji Speedway, ist mit der serienmäßigen Bremsanlage womöglich besser bedient. Letztlich kommt es auf das Budget und darauf an, ob einem die gelben Bremssättel gefallen. Außerdem wirkt sich PCCB beim GT3 positiv auf den Wiederverkaufswert aus; die Investition ist also nicht zwangsläufig verloren.
Sport Chrono und weitere Fahrhilfen
Das Sport-Chrono-Paket würde er wählen, weil ihm die Stoppuhr auf dem Armaturenbrett als Blickfang gefällt und im Porsche Communication Management (PCM) die Performance-Anzeige verfügbar ist. Auf den Wiederverkaufswert wirkt sich das Extra vielleicht nicht besonders stark aus. Umgekehrt fragen sich aber vermutlich viele: „Warum hat ein GT3 kein Sport Chrono?“
Auch das Vorderachs-Liftsystem wäre für ihn gesetzt. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag geschrieben habe, ist diese Option schlicht unverzichtbar. Beim GT3 kann sie zudem einen großen Unterschied beim Wiederverkaufswert machen.
Der Innenraum des 911 GT3 mit Touring-Paket
Interieurfarbe
Ein komplett schwarzer Innenraum wäre ebenfalls in Ordnung, aber ein paar farbige Ziernähte wären bei dieser Gelegenheit schön. Deshalb würde er das Lederpaket wählen und die Nähte passend zum Exterieur in GT-silbermetallic konfigurieren.

Sitze
Zum Touring-Paket würden für ihn die Sportsitze Plus passen. Beim Vorgänger war er mit den 18-Wege-Sitzen sehr zufrieden. Beim GT3 fehlen jedoch sowohl die Memory-Funktion als auch die elektrische Lenkradverstellung, wodurch die Sitze vergleichsweise teuer wirken. Daher würde er sich diesmal für die 4-Wege-Sitze entscheiden. Beim GT3 mit feststehendem Heckflügel wären Vollschalensitze seine Wahl – auch hier sollte die Ausstattung zum Konzept des Fahrzeugs passen.
Sitzheizung würde er vorsichtshalber mitbestellen. Als Coupé braucht der GT3 sie nicht unbedingt, doch sicher ist sicher. Eine Sitzbelüftung wäre ihm lieber, wird für den GT3 aber nicht angeboten.
Die silbergrauen Sicherheitsgurte würden gut zur GT-silbermetallic-Lackierung passen. Alternativ wären Racinggelb und dazu passende gelbe PCCB-Bremssättel eine attraktive Kombination. In diesem Fall könnte man auch die Instrumente oder die Ziernähte in Gelb gestalten. Wer einen farblichen Akzent setzen möchte, sollte ihn am besten auf eine Farbe des Exterieurs abstimmen. Ein einzelnes auffällig gefärbtes Detail, etwa nur die Instrumente, kann den Gesamteindruck stören und den Verkauf auf dem Gebrauchtwagenmarkt erschweren.
Beim 992 ist die serienmäßige Instrumententafel bereits hochwertig verarbeitet. Mit dem Interieur-Paket Carbon in Hochglanz wirkt der Innenraum jedoch noch edler. Klar erkennbare Ausstattungsdetails dieser Art können sich auch beim Wiederverkauf bezahlt machen – die Option ist zwar teuer, dürfte sich aber lohnen.

Das Ablagenpaket ist eine kostenlose Option und schafft zusätzlichen Stauraum für Kleinigkeiten. Es gibt also kaum einen Grund, darauf zu verzichten.
Das ist die Konfiguration, die mein Mann für einen neuen 911 GT3 mit Touring-Paket wählen würde. Den Porsche Code findet ihr hier – schaut gern einmal rein:
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