【Porsche Owner Files #9】Panamera 4 Sport Turismo: Kauf, Sonderausstattung und Fahrbericht
Veröffentlicht: 2019.01.21
Hallo zusammen! Ich bin Mina, die Betreiberin des Blogs „Willkommen zu Hause, PORSCHE“. Auf Wunsch unserer Leserinnen und Leser, die gern die persönlichen Erfahrungen verschiedener Porsche-Besitzer kennenlernen möchten, ist die Reihe „Porsche Owner Files“ entstanden. In der neunten Folge berichtet Brindle aus Yokohama über den Kauf, die Sonderausstattung und seine Erfahrungen mit dem Panamera 4 Sport Turismo. Dabei wurde mir wieder einmal klar: „Ein Panamera mit fünf Sitzplätzen … was für ein großartiges Auto!“ Viel Vergnügen beim Lesen!
〘Zum Besitzer〙
・Name: Brindle
・Wohnort: Yokohama
・Familie: Ehefrau und ich
・Bisherige Fahrzeuge:
【Hauptfahrzeuge】
Honda Prelude XZ (5-Gang-Schaltgetriebe) → Audi 80 CC → Mazda Capella Coupé, Sondermodell Anfini (5-Gang-Schaltgetriebe) → Audi 90 2.3E → Mercedes-Benz W124 T-Modell 220 TE → Mercedes-Benz W212 T-Modell E 350 4MATIC
【Zweitwagen】
SLK 230 → Audi TT 3.2 quattro S line → Porsche 911 Turbo (991.2) … verkauft im Juni 2018
・Eine Botschaft an die Leser
: Ich fahre erst seit etwas mehr als einem Jahr Porsche und kann Ihnen vermutlich nicht allzu viele hilfreiche Tipps geben. Doch eines habe ich selbst erfahren: „Auch in einem Panamera, der vor allem als luxuriöse Limousine gilt, steckt echtes Sportwagenblut.“
Ich bin überzeugt, dass „jeder Porsche ein Fahrerlebnis bietet, das sich von dem anderer Automarken unterscheidet“. Wenn sich die Gelegenheit bietet, kann ich nur empfehlen, selbst einmal Porsche-Besitzer zu werden.
1) Wie es zum Kauf kam
ーEndlich der lang ersehnte 911
Als Autofan habe ich schon seit vielen Jahren davon geträumt, einmal Porsche zu fahren. Es war ein Wunsch und zugleich ein Ziel. Schon vor zehn Jahren kündigte ich meiner Frau an: „Wenn ich 60 bin, kaufe ich mir einen Porsche – einen 911.“
Als es dann so weit war, entschied ich mich ohne zu zögern für das Topmodell Turbo. Im September 2017 ging mein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: Ein 911 Turbo in Jet Black Metallic zog bei uns ein. Ich wählte den Turbo, weil ich „mit dem Spitzenmodell von Porsche meine Suche nach dem perfekten Auto abschließen wollte“.(Schon länger hatte ich davon geträumt, einen Mercedes-Allradkombi und den neuesten 911 gemeinsam zu besitzen.)

ーMein Eindruck vom 911 Turbo
Warum bin ich dann auf einen „Panamera 4 Sport Turismo“ umgestiegen?
Tatsächlich verkaufte ich den 911 Turbo bereits neun Monate nach der Auslieferung – bei gerade einmal 5.500 Kilometern Laufleistung. Es war das teuerste Auto, das ich je gekauft hatte, und zugleich das, das ich am kürzesten besaß.
Der Porsche 911 ist ein Traumwagen für viele. In seiner Topversion Turbo könnte man ihn durchaus als das Auto betrachten, mit dem man seine Suche abschließt. Doch der ausgelieferte 911 Turbo entsprach nicht dem, was ich mir von einem Auto erhofft hatte.(Als ich den Kauf erwog, hatte der Händler keinen aktuellen 911 Turbo als Vorführwagen. Ich kaufte ihn deshalb, ohne ihn vorher gefahren zu haben.)

Ich bin noch immer überzeugt: Als Sportwagen für den Alltag gibt es kaum ein besseres Auto. Doch auf unebener Fahrbahn war das Fahrwerk spürbar hart, im Innenraum dröhnten Fahrgeräusche, und die Beschleunigung auf öffentlichen Straßen fiel weniger beeindruckend aus als erwartet. Bei einem Fahrbericht des neuen 991 Turbo in Südafrika im TV-Magazin CG(Car Graphic) sagte Chefredakteur Watanabe einmal:
„Auf der Rennstrecke ist er unschlagbar schnell, im Stadtverkehr wirkt er dagegen eher schwerfällig.“
Genau so fühlte es sich für mich an. Ich fragte mich immer wieder, ob nicht sogar mein Mercedes-Kombi schneller wäre. Natürlich beschleunigt der 911 Turbo enorm, wenn man das Gaspedal kräftig durchtritt. Doch auf Japans öffentlichen Straßen so zu fahren, wäre keine gute Idee – dafür reicht kein Führerschein.
Auch das Heck des 911 finde ich ausgesprochen attraktiv. Beim Turbo war die Karosserie allerdings so breit, dass die Proportionen für mich nicht mehr ganz stimmig wirkten. Das fand ich ein wenig schade.
Aus verschiedenen Gründen nutzte ich das Auto immer seltener. Der gerade erst gekaufte 911 Turbo stand die meiste Zeit unten in der Tiefgarage unseres Wohnhauses, in einem mechanischen Parksystem. Selbst danebenstehen und ihn anschauen konnte ich kaum. Ich fuhr ihn nur noch etwa einmal pro Woche, manchmal auch seltener.
Immer stärker setzte sich daher der Gedanke durch, dass es besser wäre, nur noch ein Auto zu besitzen.
ーWie ich mich für den Panamera entschied
Mein Mercedes-Benz E 350 4MATIC T-Modell war bereits im siebten Jahr. Ich kam zu dem Schluss: Wenn ich nur ein Auto behalten wollte, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, es durch ein neues zu ersetzen.
Für meinen nächsten Wagen gab es zwei zwingende Voraussetzungen: Allradantrieb und vier Türen, weil ich zum Skifahren fahre, sowie eine Höhe von höchstens 1,55 Metern und ein Gewicht von maximal zwei Tonnen – wegen der Tiefgarage. Am Ende fiel meine Wahl auf den „Panamera 4 Sport Turismo“.
Seit ich den 911 Turbo mit seiner Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden besessen hatte, war ich zu der Überzeugung gelangt, dass ein Auto mit besonders leistungsstarkem Motor auf Japans Straßen unnötig und überdimensioniert ist. Auf die Sportlichkeit und das Prestige von Porsche wollte ich allerdings nicht verzichten. Also suchte ich nach einem Porsche, der alle meine Anforderungen erfüllte – und der Panamera 4 Sport Turismo in der Basisversion war die passende Wahl.

Nach meinen früheren Erfahrungen war eine Probefahrt für mich selbstverständlich. Ich fuhr sowohl den „Panamera Turbo“ als auch den „Panamera 4 Sport Turismo“. Der Panamera Turbo fühlte sich ähnlich wie der 911 Turbo an: etwas schwerfällig. Der Panamera 4 Sport Turismo dagegen fuhr sich ausgesprochen agil. Ich merkte sofort, dass seine Leistung völlig ausreichte – und war mir sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben.
2) Sonderausstattung und Konfiguration
| Lackierung | Carraraweißmetallic | ¥0 |
| Innenraumfarbe und Sitze | Lederausstattung/Ledersitze, schwarz Elektrisch verstellbare Sitze vorn mit Memory-Funktion |
¥646000 ¥272000 |
| Exterieur | Entfall Modellbezeichnung Panorama-Dachsystem Wärme- und schalldämmendes Privacy-Glas Türgriffe in Hochglanzschwarz Außenspiegel in Hochglanzschwarz SKY Echtglasversiegelung |
¥0 ¥0 ¥342000 ¥44000 ¥82000 ¥128000 |
| Getriebe/Fahrwerk | Hinterachslenkung (inklusive Power Steering Plus) Sport Chrono Paket Sportabgasanlage (Endrohre in Schwarz hochglanz) |
¥325000 ¥339000 ¥614000 |
| Licht | LED-Matrix-Hauptscheinwerfer (inklusive PDLS Plus) LED-Rückleuchten, abgedunkelt |
¥366000 ¥125000 |
| Komfort- und Assistenzsysteme | Komfortzugang Spurwechselassistent ParkAssistent inklusive Surround View Abstandsregeltempostat inklusive Stauassistent |
¥199000 ¥150000 ¥134000 ¥504000 |
| Innenraum | Sitzheizung vorn und hinten Ablagenpaket Fußmatten Abdeckung für die vorderen Getränkehalter Beheizbares Lenkrad |
¥89000 ¥0 ¥33000 ¥0 ¥49000 |
| Audio | BOSE Surround Sound-System | ¥258000 |
| Räder | Radnabenabdeckungen mit Porsche Wappen | ¥30000 |
| Summe Sonderausstattung | ¥4729000 |
(*Sonderausstattung und Konfiguration wie zum Kaufzeitpunkt angeboten)
Zusätzlich kaufte ich eine Fahrzeugkamera und ein Radarwarngerät. Da ich von Dezember bis März zum Skifahren auf Winterreifen wechsle, bestellte ich außerdem einen zweiten Satz 19-Zoll-Leichtmetallräder mit Michelin-Winterreifen. Insgesamt kamen so Sonderausstattungen und Extras im Wert von mehr als fünf Millionen Yen zusammen.
3) Der Weg bis zur Auslieferung
Ich bestellte das Auto im Juni 2018. Im November desselben Jahres wurde es ausgeliefert.
4) Meine Erfahrungen mit der Porsche-Performance
① Motor
Der 3,0-Liter-V6-Turbomotor mit 2.995 cm³ bietet mehr als genug Leistung für Japans öffentliche Straßen. Ich bin auch über den Hakone Turnpike und die kurvigen Bergstraßen bei Karuizawa gefahren – für mich gab es nichts zu beanstanden.
Dank der Sportabgasanlage entfaltet sich im Sportmodus ein kraftvoller, voller Auspuffsound – ein echter Genuss. Für den Einsatz auf der Rennstrecke wäre vielleicht ein noch stärkerer Motor nötig. Im Alltag überzeugt die Leistung jedoch gleichermaßen in der Stadt, auf der Autobahn und in den Bergen. Im Vergleich zum V6 des früheren Panamera 970 entwickelt der V6 des neuen Modells 971 bereits bei niedrigen 1.340 U/min ein kräftiges maximales Drehmoment von 450 Nm – das erklärt einiges.
Mit dem Sport Chrono Paket beschleunigt der Panamera in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Solange man sich nicht gerade ein Drag Race in der Innenstadt liefert (lacht), dürfte sich niemand über mangelnde Beschleunigung beklagen. Und ein kleinerer Motor bedeutet auch eine geringere Umweltbelastung. Das gibt mir das gute Gefühl, die Leistung des Autos nicht unnötig ungenutzt zu lassen.

Beim früheren 911 Turbo nutzte ich im Alltag nicht einmal zehn Prozent der verfügbaren Leistung – das kam mir schlicht verschwenderisch vor. Man könnte es so ausdrücken: „Statt mit Stäbchen zu essen, benutzt man einen riesigen Kran.“ Irgendwann hatte ich sogar das Gefühl, dem Auto damit nicht gerecht zu werden.
Der Motor des Panamera 4 ist dagegen sparsam und verursacht geringere Steuern. Er wirkt auf mich insgesamt sehr vernünftig und effizient.
② Das PDK im Test
Bei meiner ersten Fahrt nach der Auslieferung fühlte sich das PDK bei niedriger Geschwindigkeit zunächst etwas ruckelig an. Vielleicht passte sich das Getriebe während der Fahrt an meinen Fahrstil an, denn es wurde zunehmend sanfter. Schon am nächsten Tag war das kein Problem mehr.
Bei ruhiger Fahrweise hält der Motor die Drehzahl niedrig. Auf einer ebenen Autobahn rollt das Auto ohne Gas im Segelbetrieb dahin – leise, gleichmäßig und beinahe wie auf Schienen.
③ Lenkverhalten
Der Panamera gehört wie die Mercedes-Benz S-Klasse, der BMW 7er und der Audi A8 zur Klasse der Flaggschiff-Limousinen. Doch Präzision, Agilität und Stabilität des Fahrverhaltens sind meiner Meinung nach ganz anders als bei den Modellen anderer Hersteller.(Auch wenn ich natürlich nicht alle direkt miteinander verglichen habe …)
Das liegt womöglich auch an der Hinterachslenkung. Die Karosserie neigt sich in Kurven nur wenig, und ich kann Kurven deutlich schneller durchfahren als mit meinen bisherigen Autos. Selbst auf kurvigen Bergstraßen spüre ich die Größe des Wagens kaum. Stattdessen kommt es mir vor, als würde ich ein deutlich kleineres Auto fahren. Genau in solchen Momenten denke ich: „Ja, ich fahre wirklich einen Porsche – das ist echtes Sportwagengefühl.“
④ Verbrauch
Im reinen Stadtverkehr liegt der Verbrauch bei etwa 6 bis 7 km/l. Auf Reisen, bei denen sich Autobahn, Bergstraßen und Stadtverkehr abwechseln, sind es meist etwa 12 bis 13 km/l. Mein früherer Mercedes-Benz E 350 4MATIC kam auf 8 bis 9 km/l – damit bin ich mehr als zufrieden.

⑤ Komfort und Fahrgefühl
Ich bin bei den serienmäßigen 19-Zoll-Rädern geblieben. Der Grund: Komfort war mir wichtiger als die Optik.
Ein großer Teil des Fahrkomforts hängt von den Reifen ab. Der Panamera ist bereits serienmäßig mit breiten Reifen der Dimension 265/45 ZR 19 vorn und 295/40 ZR 19 hinten ausgestattet. Mit den optionalen 20- oder 21-Zoll-Rädern werden die Reifen noch breiter und größer. Auf ebenen, gut ausgebauten Straßen dürfte das kein Problem sein. Wird der Belag jedoch rauer, können breite Reifen den Komfort beeinträchtigen.
Mit den 20-Zoll-Rädern meines 911 Turbo hatte ich auf unebener Fahrbahn schlechte Erfahrungen gemacht. Außerdem mochte ich den angenehm sanften und komfortablen „Mercedes-Fahrkomfort“ meines langjährigen Mercedes-Kombis sehr. Bei der Wahl der Räder für den Panamera musste ich daher nicht lange überlegen.
Bei einem hochpreisigen Fahrzeug wie diesem bin ich außerdem überzeugt, dass die vom Hersteller serienmäßig vorgesehene Rad-Reifen-Kombination die ursprünglichen Fahreigenschaften am besten zur Geltung bringt. Bei einer Probefahrt mit dem Panamera Turbo auf 21-Zoll-Rädern spürte ich im Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten ein leicht raues Abrollen. Der später getestete Panamera 4 Sport Turismo auf 20-Zoll-Rädern war dagegen nicht unangenehm.
Daraus schloss ich, dass der Fahrkomfort mit 19-Zoll-Rädern erst recht noch besser sein müsste.

Tatsächlich ist der Fahrkomfort im Panamera ausgezeichnet. Vielleicht trägt auch das schalldämmende Glas dazu bei: Im Innenraum ist es ausgesprochen leise. Der Komfort reicht zwar nicht ganz an den eines Mercedes heran, aber das Fahrwerk ist angenehm sportlich, ohne schwammig zu wirken. Insgesamt bin ich sehr zufrieden.
In diesem Blog erschien einmal ein Beitrag, in dem es hieß, Porsche verwende keine Ackermann-Lenkgeometrie. Deshalb könnten sich die Reifen an kalten Wintertagen beim Lenken im Schritttempo rau und ruckelig anfühlen – ein typisches Merkmal eines Sportwagens.
Ich persönlich finde jedoch: Ein Auto sollte sich jederzeit gleichmäßig und geschmeidig bewegen. Das raue Ruckeln der Reifen, das ich beim Anfahren im Winter mit dem 911 spürte, war für mich unangenehm und schwer zu akzeptieren.
Ich hatte gelesen, dass auch AMG-Modelle ein ähnliches Verhalten zeigen und dasselbe beim Vorgängermodell Panamera 970 auftreten kann. Das war daher meine einzige Sorge. Vielleicht liegt es daran, dass ich Anfang Dezember auf Winterreifen gewechselt habe – bislang ist dieses unangenehme Gefühl erfreulicherweise nicht aufgetreten.
Man hört zwar, dass weichere Winterreifen das Ruckeln der Reifen verhindern. Mich würde aber interessieren: Ruckelt der Panamera 971 mit Sommerreifen beim Kaltstart im Winter ebenfalls, wenn die Temperaturen niedrig sind?(Bei meinem Panamera 971 als Betreiberin des Blogs spüre ich dieses Ruckeln fast jeden Morgen.)
⑥ Reaktionen aus der Familie
Die Reaktionen sind durchweg positiv. Als meine Tochter neulich zu Besuch war und hinten mitfuhr, sagte sie: „Von allen Autos, in denen ich bisher gesessen habe, fährt sich dieses am komfortabelsten.“ Auch meine Frau fährt den Panamera. Anfangs meinte sie noch: „So ein großes Auto ist vielleicht doch etwas viel …“ Mittlerweile gefällt er ihr sehr gut.
⑦ Was mir besonders gefällt
Eigentlich alles (lacht): das Design, der Fahrkomfort, das Fahrgefühl und natürlich das gute Gefühl, einen Porsche zu besitzen. Vor allem gefällt mir die ausgewogene Sportlichkeit. Wenn ich einen Lieblingspunkt nennen müsste, wäre es wohl: „Das Fahren macht einfach Freude.“

5) Welche Sonderausstattung ich noch gern hätte
Wenn es um meinen Panamera geht, dann wären es Soft-Close-Türen. Zunächst dachte ich, darauf verzichten zu können. Doch möglicherweise ist der Innenraum des Panamera so gut abgedichtet, dass die Türen manchmal nicht richtig ins Schloss fallen. Ich fragte beim Händler nach, ob sich das nachträglich einbauen ließe. Leider wird diese Nachrüstung dort nicht angeboten.
6) Was mir weniger gefällt
ーDie Fahrzeuggröße
Die Größe des Autos fällt natürlich auf. Besonders die Breite von 1.937 mm erfordert auf engen Straßen und beim Parken Aufmerksamkeit.(Auch der 911 Turbo war mit 1.910 mm ziemlich breit, doch seine kompaktere Länge machte das für mich weniger spürbar.)
Dank der modernen Fahrerassistenzsysteme ist das Einparken überraschend einfach – sogar leichter als mit meinem Mercedes-Kombi. Das verdanke ich der Hinterachslenkung und dem ParkAssistenten inklusive Surround View. Für mich sind diese beiden Optionen unverzichtbar.(Bei einem Auto dieser Preisklasse sollten solche grundlegenden Systeme meiner Meinung nach zur Serienausstattung gehören.)
ーDas Kofferraumvolumen
Der Laderaum ist nicht besonders groß. Zwar fasst er 520 Liter, doch wegen des schrägen Hecks passen zwei große Koffer einfach nicht hinein. Wenn vier Personen mitfahren, lässt sich die Rückbank schließlich nicht umklappen. Beim Kofferraum gewinnt das E-Klasse T-Modell ganz klar.
Außerdem ist die Rückbank zwar für drei Personen zugelassen, in der Praxis finden dort aber nur zwei Erwachsene Platz. Der mittlere Sitz ist eher ein Notsitz.(Trotzdem finde ich es wichtig, dass das Auto offiziell fünf Sitzplätze hat.)
7) Fazit
Ich bin schon viele Autos gefahren, doch der Panamera 4 Sport Turismo ist für mich das beste von allen. Das Fahren fühlt sich so gut an, dass ich manchmal denke: „Am liebsten würde ich einfach immer weiterfahren.“
Ich bin froh, dass ich zuerst den 911 Turbo erlebt habe. Hätte ich von Anfang an einen Panamera besessen, hätte ich vermutlich gedacht: „Ein 911 muss noch viel großartiger sein.“ Dann wäre ich heute wahrscheinlich nicht so zufrieden.

Der 911 und der Panamera gehören zu ganz unterschiedlichen Fahrzeugklassen. Der 911 ist der Inbegriff eines alltagstauglichen Sportwagens. Der Panamera Sport Turismo wiederum ist ein luxuriöser Shooting Brake mit dem sportlichen Fahrgefühl eines Porsche. Und genau das ist das Auto, das ich mir heute wirklich wünsche.
8) Was bedeutet Porsche für Sie?
Für mich war Porsche ein Traum.
Die meisten Autoliebhaber denken wohl irgendwann: „Einen Porsche möchte ich mindestens einmal im Leben fahren.“ Heute merke ich vor allem, dass Porsche mir selbst in diesem Alter die Freude am Autofahren neu vermittelt hat – und deshalb einen ganz besonderen Platz in meinem Leben hat.
【Eindruck der Blogbetreiberin】
Brindles Bericht hat mich als Panamera-Fan an vielen Stellen angesprochen und beim Lesen richtig gefreut. Wenn ich selbst im Panamera Turbo unterwegs bin, denke ich manchmal mit schlechtem Gewissen, dass es kaum Gelegenheiten gibt, das Potenzial des 4,0-Liter-V8 auszuschöpfen. Da kam mir erneut der Gedanke, dass der normale Panamera mehr von seiner Leistung im Alltag zeigen kann – und dadurch vielleicht sogar noch mehr Fahrspaß bietet. Vielen Dank, Brindle!
Wenn Ihnen dieser Blog gefällt, folgen Sie ihm.


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