Warum der Master-Kurs der Porsche Track Experience (PTE)? Ich habe meinen Mann gefragt.
Veröffentlicht: 2019.10.23
Porsche Track Experience
Mein Mann nimmt dieses Wochenende mit seinem GT3 am Master-Kurs der Porsche Track Experience (PTE) teil – der Porsche-Fahrschule auf dem Fuji Speedway. Auf der Website von Porsche Japan werden derzeit sieben Kursstufen angeboten:
| Level 1 | Beginner | Warm Up |
| Level 2 | Elementary | Precision |
| Level 3 | Intermediate | Performance |
| Level 4 | High Intermediate | g-Force Precision |
| Level 5 | Pre Advanced | g-Force Performance |
| Level 6 | Advanced | Master |
| Level 7 | Very Advanced | Fast Track |
*Quelle: Porsche Japan: „Porsche Track Experience“
Ab 2020 sollen zusätzlich zu diesen sieben Stufen neue Programme für Level 8 bis 10 hinzukommen. Seit er vor einigen Jahren Porsche-Fahrer wurde, hat mein Mann sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet: Er begann mit Level 1, dem Warm-Up-Kurs, und nimmt jetzt am Master-Kurs auf Level 6 teil.
Ich selbst habe ein halbtägiges Programm namens Warm Up+ besucht, das im Rahmen einer Porsche-Veranstaltung angeboten wurde. Im kommenden November steht für mich Level 2, Precision, auf dem Plan.

Fahrtechnik verbessern – auch ohne Rennfahrerambitionen
Mein Mann fährt nicht regelmäßig bei Rundstreckenrennen mit und will auch gar kein Rennfahrer werden. Warum also ausgerechnet Level 6, den Master-Kurs? Als ich ihn nach dem Grund fragte, erklärte er es so:
„Bei Trackdays ist mir oft aufgefallen, dass viele auf der Rennstrecke nicht wirklich sauber fahren. Mich selbst eingeschlossen. Gerade die Fahrer, die besonders wild und auf den ersten Blick aggressiv unterwegs sind, fahren oft gar keine guten Zeiten.
Vor längerer Zeit habe ich mir ein Formel-1-Rennen angesehen. Dabei hat mich beeindruckt, wie unglaublich flüssig die Spitzenfahrer fahren. Besonders Michael Schumachers Fahrstil hob sich selbst für mich als Laien klar von den anderen ab. Seine Linie durch die Kurven war einfach extrem sauber. Mir wurde klar: Wer so flüssig fahren will, braucht eine solide Grundlage. Deshalb stand für mich schon vor dem Porsche-Kauf fest, dass ich die Porsche-Fahrschule besuchen würde.
Im Performance-Kurs bin ich auch schon auf der Rennstrecke gefahren. Im Master-Kurs kann ich noch intensiver lernen – darauf freue ich mich.“
Das leuchtet ein …

Ich fragte weiter: „Aber du willst doch gar keine Rennen fahren. Warum möchtest du deine Fahrtechnik dann so weit perfektionieren?“
„Ich möchte einfach wirklich gut fahren können. Schnell unterwegs sein, ohne das Auto unnötig zu belasten. Nicht mit abruptem Lenken oder harten Bremsmanövern, sondern flüssig und zügig – ohne alles, was sich mit ‚abrupt‘ beschreiben lässt. Wenn ich so fahren kann, bin ich nicht nur auf der Rennstrecke schneller, sondern kann auch im Alltag sauberer und zügiger fahren, oder?“

„Verstehe. Und was bringt dir das? Was kommt nach dem Ziel, besser fahren zu können? (–_–)“, fragte ich weiter.
„Wenn man gut fährt, macht das einfach mehr Spaß. Außerdem ist es schonender fürs Auto. Und wenn ich etwas anfange, möchte ich es richtig gründlich machen. Wenn ich schon dabei bin, will ich auch bis ganz nach oben. Bei Dingen, die mich nicht interessieren, lege ich dagegen gar nicht erst los.“
Na klar. So ist mein Mann eben (lacht).
Ich selbst habe nicht vor, meine Fahrtechnik ganz so weit zu perfektionieren. Aber ich begleite ihn als Zuschauerin zum Master-Kurs und freue mich darauf, mir das Programm einmal anzusehen. Allerdings ist auch für dieses Wochenende wieder Regen angesagt … (–_–)
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