Tesla Model 3 nach 30.000 Kilometern: Warum ich als Porsche-Fahrer 12 von 10 Punkten vergebe
Veröffentlicht: 2026.04.17
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Die Probefahrt, die alles veränderte – und der Kauf
Es ist fast zwei Jahre her, dass ich meinen Tesla Model 3 gekauft habe.
Mein Model 3 Long Range wurde im Mai 2024 ausgeliefert. Inzwischen hat der Kilometerzähler die Marke von 30.000 Kilometern geknackt – durchschnittlich 15.000 Kilometer pro Jahr. Ein klarer Beweis dafür, wie zuverlässig der Tesla im Alltag unserer Familie unterwegs ist. Auch der Taycan 4S Cross Turismo meiner Frau hat bereits mehr als 35.000 Kilometer zurückgelegt. Zwei Elektroautos gehören bei uns längst ganz selbstverständlich zum Alltag.

Der Auslöser für den Kauf war eine Probefahrt. Einsteigen, den Sicherheitsgurt anlegen, auf die Bremse treten – und schon kann es losgehen. Einen Schalthebel gibt es nicht. Tesla hat sich bewusst dafür entschieden, dass man die Fahrstufe nicht erst umständlich von Hand auswählen muss. Selbst die Sonnenblende lässt sich einfacher bedienen als in herkömmlichen Autos: Statt sie mit Kraft aus der Halterung zu rucken, bewegt man sie mühelos per Magnet. In jedem Detail steckt die Idee, das Auto von Grund auf neu zu denken. Noch nie hat sich ein herkömmliches Auto für mich so aus der Zeit gefallen angefühlt.
Fahrspaß im Tesla Model 3: Auch Porsche-Fahrer sind begeistert
Als jemand, der im Alltag Porsche fährt, kann ich es mit Überzeugung sagen:
Der Tesla fährt sich einfach fantastisch. Dass Leistung und Beschleunigung mehr als ausreichend sind, versteht sich von selbst. Doch seine wahre Stärke ist die Präzision der Lenkung. Das Fahrverhalten ist vollkommen neutral, Unter- und Übersteuern treten kaum auf. Lenkwinkel und tatsächliche Kurvenbahn stimmen auffallend linear überein. Das diffuse Gefühl, dass ein Auto nicht ganz dorthin fährt, wohin man lenkt – bei manchen japanischen Modellen nicht unüblich –, gibt es hier nicht. Vermutlich hängt das auch damit zusammen, dass der Tesla für autonomes Fahren mit KI entwickelt wird: Wenn Lenkwinkel und Fahrspur nicht zusammenpassen, wäre das auch für die KI problematisch. Diese konsequente Konstruktion sorgt zugleich dafür, dass sich das Auto für Menschen so angenehm fährt.

Auf kurvigen Straßen zeigt sich das Können besonders deutlich. Auf einer steilen Bergstraße mit engen, aufeinanderfolgenden Kurven lässt das Model 3 so manchen Sportwagen hinter sich. Und das gilt wohlgemerkt für den Long Range, also die mittlere Variante. Das Performance-Modell dürfte noch eine Schippe drauflegen. Die Karosserie ist sehr steif. Zwar ist der Wendekreis ein Nachteil, doch die Fahrdynamik liegt auf einem Niveau, das über dem vieler Sportlimousinen liegt.
Mobiles Büro und Kino: Komfort im Tesla-Innenraum
Auch die Ruhe im Innenraum ist bemerkenswert.
Dank der Doppelverglasung dringt selbst bei einem Telefonat kaum etwas nach draußen. Bei manchen japanischen Autos hört man Gespräche von außen deutlich mit – im Tesla muss man sich darüber keine Gedanken machen. Der Klang der 17 Lautsprecher ist schlicht hervorragend; das Soundsystem spielt für mich in der Spitzenklasse. Ob die Musik etwas lauter läuft oder Netflix auf dem Bildschirm läuft: Man muss sich keine Sorgen machen, andere zu stören.

Mit einem passenden Mikrofon wird der Tesla sogar zur Karaoke-Box – inklusive echtem Halleffekt.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Camping-Modus. Für meine Arbeitsweise wird der Tesla damit überall zum Büro. Ich parke in einem gebührenpflichtigen Parkhaus, stelle einen Tisch auf, schalte die Klimaanlage ein und lasse Musik laufen. So entsteht praktisch überall eine konzentrierte Arbeitsumgebung wie im Café. Gibt es für ein alltagstaugliches Elektroauto einen größeren praktischen Nutzen?

Software-Updates: Teslas größter Trumpf
Teslas größte Stärke sind ohne Zweifel die Software-Updates.
Fast jeden Monat – spätestens nach anderthalb bis zwei Monaten – kommt ein Update. Seit dem Kauf habe ich schon Dutzende erlebt, und der Unterschied zum Auslieferungszustand ist enorm. Der Tesla erkennt und zeigt auf dem Display inzwischen deutlich mehr Fahrzeuge und Fußgänger in seiner Umgebung. Dazu kamen unter anderem die Unterstützung für Amazon Music, eine automatische Reduzierung der Klimaanlagen-Lüfter während eines Telefonats, die Weiterentwicklung der vorhandenen Scheinwerfer zu adaptiven Scheinwerfern, die Steuerung des Beifahrersitzes über das Display und mehr Kameras für die Aufzeichnung im Wächter-Modus. Und das sind längst nicht alle Neuerungen.
Welches andere Auto wird nach dem Kauf kostenlos immer weiter verbessert?
Wie Tesla-Japan-Präsident Hashimoto angekündigt hat, soll FSD (Full Self-Driving) im Laufe des Jahres 2026 auch in Japan verfügbar werden. Auch diese Funktion soll sich per Update freischalten lassen. Und wie sieht es bei den Elektroautos anderer Hersteller aus? Dort gibt es gelegentlich Fehlerbehebungen, doch reguläre Updates mit neuen Funktionen oder gar eine so weitreichende Neuerung wie FSD sind kaum zu erwarten. Warum sollte ich mich für ein Elektroauto entscheiden, dessen Fähigkeiten nach dem Kauf nicht weiterwachsen?

Natürlich höre ich oft: „Das Design von Tesla gefällt mir nicht.“ Das kann ich verstehen.
Aber ein Tesla ist kein Auto, das man vor allem wegen seines Looks fährt. Das ist ähnlich wie bei der Apple Watch: Wie viele Menschen kaufen sie ausschließlich wegen ihrer ästhetischen Wirkung als Modeaccessoire? Man nutzt sie, weil sie unglaublich praktisch ist – und beim Tesla ist es genauso. Wer ein besonders schönes Auto möchte, kann sich zusätzlich ein Fahrzeug als Liebhaberauto gönnen.
Nach 30.000 Kilometern lautet mein ehrliches Fazit: Für den Tesla Model 3 würde ich sogar 12 von 10 Punkten vergeben. Unter all den Autos, die ich bisher gefahren bin, gehört er ganz klar zu den besten. Ob man ihn am Ende kauft oder nicht: Probieren sollte man ihn unbedingt einmal. Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass er in einer anderen Liga spielt als japanische oder deutsche Autos. Wer erlebt, was ein Unternehmen mit Softwarekompetenz auf Weltklasseniveau auf die Straße bringt, dürfte überrascht sein.
Der Vollständigkeit halber verlinke ich hier meinen Tesla-Empfehlungslink.
Damit können Sie beim Fahrzeugkauf sparen. Wenn Sie einen Tesla kaufen, denken Sie daran, den Link zu nutzen.
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