Porsche-Boxster: Serien-Navi gegen Display-Audio tauschen – DMH-SZ700 im Test
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Was mich am serienmäßigen Navi störte
In japanischen Versionen des 981 und des frühen 991 ist serienmäßig ein Navigationssystem von Clarion verbaut.
Eigentlich verfügen die Modelle für den Heimatmarkt über das Porsche Communication Management (PCM) – ein Porsche-eigenes Navigationssystem, wie es auch im späteren 991 und im 718 zum Einsatz kommt. Nur die japanischen Versionen sind anders ausgestattet.

Das serienmäßige Clarion-Navi im 981 Boxster. Auch der frühe 991 sowie der Panamera und Macan aus derselben Zeit sind damit ausgestattet.
Das bringt einige Nachteile mit sich. Zum einen wirkt das Gerät optisch nachgerüstet. Zum anderen ist die Audioausgabe des Navis bei den Versionen für den Heimatmarkt digital, bei den japanischen Modellen dagegen analog.
Darunter leidet die Klangqualität etwas. Gerade bei Fahrzeugen aus dieser Zeit mit BOSE-Soundsystem kann das System sein Potenzial offenbar nicht voll ausschöpfen.
Außerdem soll die Leitung zum Verstärker parallel zur Hauptstromversorgung des Fahrzeugs verlaufen und daher anfällig für Störgeräusche sein. Steigt im Sportmodus oder in anderen Situationen die Stromversorgung der Batterie, kann es bei manchen Fahrzeugen zu hörbarem Rauschen kommen. Bei meinem Boxster traten solche Störgeräusche – wenn auch nur leise – auf, nachdem ich die Batterie gegen eine Lithium-Ionen-Batterie getauscht hatte.
Hinzu kommt, dass der Support für Kartenupdates des Clarion-Navis im Jahr 2022 bereits eingestellt war. Auch beim Händler konnte man mir nicht weiterhelfen.
Bei langen Touren quer durch Japan führte das zunehmend zu Verwirrung: Mal zeigte das Navi Wege an, wo es gar keine gab; mal wollte es mich an einer Anschlussstelle von der Autobahn schicken, obwohl die Strecke weiterführte.
Auch aus Sicherheitsgründen blieb mir deshalb nichts anderes übrig, als das Navi auszutauschen.
Warum ich mich für ein Display-Audio statt eines klassischen Navis entschieden habe
Bei der Auswahl des Ersatzgeräts waren mir zwei Dinge wichtig:
- Es sollte ein Display-Audio sein.
- Es sollte sich harmonisch ins Interieur einfügen.
Der erste Punkt war für mich besonders wichtig. Was genau ist ein Display-Audio? Vereinfacht gesagt: ein Autoradio mit Bildschirm, aber ohne eigenes Navigationssystem.
Etwas genauer betrachtet sieht es zwar aus wie ein herkömmliches Navi, enthält aber keine vom Hersteller bereitgestellten Karten. Stattdessen bietet es Funktionen wie Radio und Bluetooth. Für die Navigation verbindest du dein iPhone oder Android-Smartphone per USB-Kabel mit dem Gerät. Die Karten-App auf dem Smartphone – etwa Google Maps, Yahoo! Car Navi oder NAVITIME – wird dann auf dem Bildschirm des Display-Audios angezeigt.
So lässt sich die Navigation über das Smartphone nutzen.

Smartphone-Navigation auf dem Display anzeigen
Mit den Navi-Apps auf dem Smartphone stehen stets aktuelle Karten zur Verfügung. Anders als bei den Karten klassischer Navi-Hersteller musst du dich also nicht um auslaufende Update-Unterstützung oder kostspielige Kartenaktualisierungen kümmern.
Das ist ein großer Vorteil: Neben aktuellen Karten bekommst du dank der mobilen Datenverbindung auch aktuelle Verkehrsinformationen. Außerdem musst du nicht befürchten, dass das Navi nach wenigen Jahren bereits veraltet ist.
Und nicht zuletzt ist das Gerät selbst vergleichsweise günstig.
Ein herkömmliches Auto-Navi kostet häufig rund 80.000 bis 150.000 Yen. Das DMH-SZ700 kostete zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags rund 55.000 Yen.

Auch der zweite Punkt – das Design – sprach für das DMH-SZ700. Das Display hat einen dezenten Glanz und einen schlichten, flachen Rahmen. Dadurch passt es meiner Meinung nach gut in den Innenraum und erinnert optisch an das serienmäßige PCM.
Es gibt außerdem das DMH-SF700 mit einem größeren 9-Zoll-Bildschirm. Bei diesem Modell wirkt der nachträgliche Einbau jedoch noch deutlicher. Da ich meinen Porsche nicht dazu nutze, im Innenraum auf einem großen Display Unterhaltung zu schauen, schied es für mich aus. Ich entschied mich stattdessen für das 7-Zoll-Modell SZ700.
Den Einbau überließ ich BESPOKE in Osaka, einem Betrieb mit viel Erfahrung in der Fahrzeugelektrik hochwertiger Importfahrzeuge.

Der Boxster während der Arbeiten bei BESPOKE
Zusätzlich bat ich darum, den serienmäßigen Verstärker zu umgehen und den Ton stattdessen über den Verstärker im Gerät auszugeben. Der Grund dafür war die mäßige Klangqualität des Serienverstärkers und die bereits erwähnten Störgeräusche.
Als ich zuvor die Sicherung des Serienverstärkers gezogen hatte, waren die Störgeräusche sofort verschwunden. Deshalb vermutete ich die Ursache im Verstärker selbst oder in der daran angeschlossenen Leitung.
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