Wenn die Porsche-Boxster-Batterie leer ist: So bekommen Sie den Wagen wieder flott
公開日:
コンテンツ
Die Batterie meines Boxster war leer
Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte ich meinen Boxster eine ganze Weile nicht bewegt. Vermutlich stand er mehr als anderthalb Monate ungenutzt in der Garage.
An einem Tag kurz vor Jahresende wollte ich einsteigen und drückte auf den Knopf am Schlüssel – doch es passierte überhaupt nichts. Die Kontrollleuchte am Schlüssel leuchtete, der Schlüssel selbst schien also in Ordnung zu sein.
Auch mehrere weitere Versuche blieben erfolglos.
Tatsächlich war die Batterie leer. Erst im Juni des Vorjahres hatte ich sie gegen eine neue Lithium-Ionen-Batterie (Meg aLife Battery) ausgetauscht; auch bei der Jahresinspektion danach war alles in Ordnung gewesen. Trotzdem war die Stromversorgung plötzlich komplett ausgefallen.
Als mögliche Ursachen kamen mir vor allem zwei Dinge in den Sinn: Seit der letzten Tour durch Okayama und Tottori hatte ich den Boxster nur noch für kurze Strecken genutzt. Außerdem hatte ich eine Dashcam und einen Radarwarner eingebaut, die über die 12-Volt-Steckdose mit Strom versorgt werden.
Die 12-Volt-Steckdose bleibt auch nach dem Abstellen des Motors noch etwa 20 Minuten lang aktiv. Viele Kurzstrecken und häufiges Öffnen und Schließen der Türen können daher einiges an Strom verbrauchen.
Zudem hatte ich gehört, dass selbst nach dem Abschalten der Steckdose noch ein gewisser Ruhestrom fließt. Das könnte also ebenfalls eine Rolle gespielt haben.
Die Tür zuerst mit dem Notschlüssel öffnen
Zunächst las ich die online verfügbare Bedienungsanleitung und suchte nach einer Anleitung, wie sich die Tür mit dem Notschlüssel öffnen lässt.
Als Erstes muss man den Notschlüssel aus dem Funkschlüssel nehmen. Dann den Türgriff auf der Fahrerseite anheben, den dadurch sichtbaren Schließzylinder finden und den Schlüssel hineinstecken. Anschließend soll man ihn nach links drehen, wieder herausziehen und den Türgriff erneut anheben.

Ich probierte es aus, aber es wollte einfach nicht klappen. Der Notschlüssel ist klein und lässt sich nur schwer drehen. Außerdem wird der Schließzylinder normalerweise nicht benutzt und war entsprechend schwergängig. Trotz schmerzender Hand bekam ich den Schlüssel nicht richtig nach links gedreht. Ich zog ihn immer wieder heraus, versuchte es erneut und las die Anleitung mehrmals, um sicherzugehen, dass ich nichts falsch machte.
Doch egal, wie oft ich es versuchte: Der Schlüssel ließ sich nur ein Stück nach links drehen und nicht abziehen.
Schon fast am Aufgeben, steckte ich ihn noch etwas weiter und mit mehr Kraft hinein – und diesmal ließ er sich etwa 90 Grad nach links drehen.
Nun ließ sich der Schlüssel problemlos herausziehen. Ich hob den Türgriff an, und endlich ging die Tür auf. Bis dahin waren etwa zehn Minuten vergangen.
Den Kofferraum über den Sicherungskasten öffnen
Als Nächstes wollte ich den Kofferraum öffnen, in dem sich die Batterie befindet. Bei den Porsche-Modellen aus dieser Zeit wird die Kofferraumentriegelung jedoch elektrisch betätigt. Ist die Batterie vollständig leer, lässt sich der Kofferraum überhaupt nicht öffnen.
Eigentlich ist mein Boxster mit einer Meg aLife Battery ausgestattet. Über deren Notfalltaste kann die Stromversorgung aus der Reserve wiederhergestellt werden. Doch solange der Kofferraum geschlossen bleibt, kommt man nicht an die Batterie heran.
Deshalb musste auch der Kofferraum auf dem Notweg geöffnet werden.


Zuerst öffnet man die Abdeckung des Sicherungskastens im Fußraum auf der linken Fahrzeugseite. Darin befindet sich eine Sicherungszange. Mit ihr zieht man den Pluspol heraus.
Dann verbindet man den Pluspol eines mitgebrachten mobilen Starthilfegeräts mit dem herausgezogenen Anschluss und den Minuspol mit einem Metallteil in der Nähe des Türscharniers. Sobald das Starthilfegerät eingeschaltet ist und Strom fließt, lässt sich der Kofferraum über den Entriegelungsschalter öffnen.

Bei luftgekühlten Porsche-Modellen wie dem 964 wird die Kofferraumentriegelung übrigens noch per Seilzug betätigt. Eine leere Batterie ist dort also kein Problem. Bei elektrischen Entriegelungen dagegen wird es in solchen Situationen unnötig kompliziert.
Zugang zur Batterie und Wiederinbetriebnahme
Endlich konnte ich die Batterie erreichen und die Notfalltaste der Meg aLife Battery drücken. Damit wurde das Fahrzeug wieder mit Strom versorgt, und auch die Beleuchtung ging an. Bei einer herkömmlichen Batterie müsste man an dieser Stelle ein mobiles Starthilfegerät anschließen und den Motor damit starten.
Als ich anschließend am Fahrersitz den Schlüssel drehte, erwachte der Motor wie gewohnt wieder zum Leben.
Sobald der Leerlauf stabil war, drückte ich die Notfalltaste der Batterie erneut, um wieder in den normalen Betriebsmodus zu wechseln. Damit begann der Ladevorgang.

Lithium-Ionen-Batterien können sehr schnell geladen und entladen werden. Eine etwa 15-minütige Fahrt soll deshalb ausreichen, um die Batterie wieder aufzuladen. Ich nutzte die Gelegenheit für eine rund einstündige Fahrt über die Hanshin-Autobahn und kehrte mit gut geladener Batterie in die Garage zurück.
Zur Sicherheit überprüfte ich einige Tage später noch den Zustand der Batterie.

Notfallmaßnahmen am Porsche besser vorher kennen
Nach dieser Erfahrung wurde mir klar: Diesmal passierte es in meiner eigenen Garage, sodass ich die Ruhe bewahren konnte. Wäre die Batterie unterwegs leer gewesen, hätte die Situation wahrscheinlich deutlich mehr Aufwand bedeutet.
Ich empfehle deshalb dringend, sich vorab mit der Verwendung des Notschlüssels und dem Öffnen des Kofferraums vertraut zu machen. Wer die Abläufe schon einmal durchgespielt hat, kann im Ernstfall gelassener reagieren – und vor allem schneller handeln.
このブログが気に入ったらフォローしてね!


Comment ( 0 )
Trackbacks are closed.
No comments yet.