Cayenne GTS Coupé Testbericht: Faszination und Realität des V8-Motors – Vergleich mit Basis- und Hybridmodellen
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Tatsächlich fahre ich derzeit den Porsche Cayenne GTS Coupé.
Es handelt sich um das Vorgängermodell 9YA (frühe Version), bevor der aktuelle Cayenne vollständig auf digitale Instrumente umgestellt wurde – einzig der Drehzahlmesser ist noch analog. Die Außenfarbe heißt „Kreide“ (Crayon), und die Sportsitze sind mit dem GTS-Interieurpaket aus Alcantara und Leder ausgestattet.
Die stromlinienförmige Coupé-Karosserie ist zweifellos sportlich und elegant. Doch beim Fahren offenbart der GTS überraschende Facetten. Ich möchte ehrlich über die Faszination und Grenzen des V8-Motors sowie die Herausforderungen sprechen, denen sich Porsche heute stellen muss.
Klang und Charakter des V8-Motors: Realität unter Umweltauflagen
Beim Starten erklingt ein kraftvoller Sound.
Im Vergleich zu früheren GTS-Versionen von Cayenne oder Macan ist der Klang jedoch deutlich gedämpfter. Der GTS ist serienmäßig mit einer Sportabgasanlage ausgestattet, doch der Unterschied zwischen Ein- und Ausschalten ist kaum wahrnehmbar. Lediglich das Blubbern beim Gaswegnehmen ist erkennbar. Umwelt- und Lärmvorschriften schränken den Sound stark ein. Dennoch ist die Klangqualität eher sanft und auch über längere Zeit angenehm – ein durchaus gelungener Klang.
Der 4-Liter-V8-Biturbo wurde ursprünglich für den Cayenne Turbo entwickelt und leistet 460 PS bei einem maximalen Drehmoment von 620 Nm. Gegenüber dem Vorgänger-GTS mit V6-Turbo sind das 20 PS und 20 Nm mehr, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 4,5 Sekunden. Doch wichtiger als Zahlen ist das tatsächliche Fahrerlebnis.
Alltagstauglichkeit in der Stadt: Herausforderungen im sehr niedrigen Geschwindigkeitsbereich
Der Vorgänger-V6 S war in der Stadt kaum fahrbar – mit starkem Turboloch und einem zu ökonomischen Schaltprogramm wirkte er ruckelig. Im Vergleich dazu ist der V8 deutlich verbessert. Dennoch ist die präzise Steuerung bei sehr langsamen Geschwindigkeiten schwierig. Ein sanftes Gasgeben führt zu zu langsamer Fahrt, ein leicht stärkeres Gasgeben lässt das Fahrzeug plötzlich stark beschleunigen.
Besonders beim Einfahren von Parkplätzen oder Geschäften auf die Straße kann ein zu beherztes Gasgeben zu einem zu schnellen und unangenehmen Antritt führen. Wer einmal die extrem präzise Geschwindigkeitskontrolle eines Elektroautos erlebt hat, wird die Schwächen von V6- und V8-Motoren spüren. Auch das Anfahren aus niedrigen Drehzahlen, etwa im 3. Gang bei rund 1000 U/min, fühlt sich träge an. Fahrer, die an den Macan Electric, Taycan oder den Basiscayenne gewöhnt sind, empfinden das als ziemlich behäbig.
Der hochgezüchtete V8-Motor entfaltet seine Kraft und seinen Reiz klar im mittleren bis hohen Drehzahlbereich. Die Konstruktion legt mehr Wert auf Performance bei hohen Drehzahlen als auf Alltagstauglichkeit. Es wirkt, als sei der Motor für Autobahnfahrten oder Landstraßen mit 100 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung in Europa optimiert.
Das Fahrverhalten ist als SUV sehr komfortabel, jedoch spürt man typische SUV-Bewegungen. Im Vergleich zu anderen SUVs ist die Wankbewegung gering, doch gegenüber dem aktuellen späten Modell des Cayenne oder dem Macan EV wirkt das Fahrwerk etwas veraltet.
Stärken auf kurvigen Bergstraßen: Handling auf Sportwagenniveau
In den Bergen zeigt der Cayenne GTS seine wahre Stärke. Die Agilität ist beeindruckend, und trotz V8-Motor lässt sich das Fahrzeug präzise und scharf einlenken – ein Erlebnis, das andere SUVs nicht bieten.
Schon im Normalmodus ist die Wendigkeit hoch, doch in den Sport- oder Sport-Plus-Modi zeigt der GTS ein Handling auf Sportwagenniveau. Das ist wirklich beeindruckend.
Im Sport-Plus-Modus senkt die Luftfederung die Fahrzeughöhe und senkt den Schwerpunkt.
Der Motor hält höhere Drehzahlen und das Fahren wird sehr agil. Das Gefühl, präzise der Linie zu folgen, ist für einen SUV nahezu unerreicht. Vielleicht ist der Macan noch etwas agiler, doch die Leistung ist beeindruckend. Die hohe Belastbarkeit auch bei sportlicher Fahrweise zeigt die typische Porsche-Tiefe.
Der Tiptronic-Getriebemodus im manuellen Betrieb schaltet im Sport-Plus-Modus ähnlich wie ein PDK. Die bewusst spürbaren Schaltstöße sind ein nettes Detail. Allerdings ist das Herunterschalten etwas langsamer als beim PDK. Da man den manuellen Modus bei diesem Fahrzeug wohl selten nutzt, ist das kein großes Manko.
Leistung auf der Autobahn: Stabilität und Beschleunigung
Auf der Autobahn zeigt der GTS seine ganze Klasse.
Die höheren Drehzahlen kommen hier voll zur Geltung. Der Sprint nach der Mautstelle ist zwar nicht brutal, aber kraftvoll genug. Vielleicht ist der Hybrid etwas schneller, doch der V8 bietet ausreichend Leistung.
Die Stabilität und das ruhige Fahrgefühl bei hohen Geschwindigkeiten sind erstklassig. Lange Touren auf der Autobahn werden dadurch sehr angenehm. Im Vergleich zum Macan Electric oder Taycan fehlt jedoch etwas die Souveränität bei hohen Geschwindigkeiten. Das ist angesichts des niedrigeren Schwerpunkts und der technischen Fortschritte nachvollziehbar.
Was auffällt, ist, dass die Lenkung für einen Porsche relativ sensibel ist. Die Geradeausstabilität ist hervorragend, doch das Spiel um die Mittelstellung ist geringer als bei anderen Porsche-Modellen. Man hat den Eindruck, dass das Fahrzeug bei Unaufmerksamkeit leicht zur Seite driftet. Es ist wichtig, den Blick konzentriert auf die Straße zu richten. Möglicherweise handelt es sich um ein individuelles Fahrzeugmerkmal, doch im Porsche-Portfolio wirkt die Lenkung in der Mittelstellung straffer.
Empfehlungen für Kaufinteressenten: GTS, Basis oder Hybrid?
Insgesamt ist der Cayenne GTS ein sehr gutes Fahrzeug. Der Komfort ist hoch, und der Klang ist nicht übermäßig laut.
Doch wer sich vom GTS-Branding und dem Design begeistern lässt, trifft eine andere Wahl als jemand, der vor allem Fahrspaß und Fahrgefühl sucht.
Wer wirklich Wert auf Fahrbarkeit, Fahrspaß und Wohlgefühl legt, dem empfehle ich die Basis- oder Hybridmodelle. Der Hybrid ist deutlich leichter zu fahren, schneller und hat eine schärfere Beschleunigung. Das Fahrgefühl ist zudem sehr hochwertig, mit einem souveränen Kontakt zur Straße und einer geschmeidigen, luxuriösen Dämpfung.
Wer Wert auf Optik und das GTS-Image legt, entscheidet sich für den GTS. Wer hingegen Alltagstauglichkeit, Fahrspaß und hohe Fahrbarkeit priorisiert, sollte Basis- oder E-Hybrid-Modelle wählen. Und wer den Macan Electric kennt, wird vielleicht feststellen, dass dieses Fahrzeug auf einem noch höheren Niveau steht. Der Macan Electric ist in allen Belangen noch ausgefeilter und auf einem höheren Level.
Das ist mein ehrliches Fazit. Der frühe Cayenne GTS Coupé ist zweifellos ein attraktives Auto, doch es ist wichtig, seine Position im aktuellen Cayenne-Portfolio nüchtern zu bewerten und die richtige Wahl zu treffen.
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