Ein Jahr mit dem Porsche Panamera: Was uns gefällt – und was nicht

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Was war am 12. Oktober?

Am 12. Oktober des vergangenen Jahres kam ein Panamera Turbo zu uns nach Hause. Schon ein Jahr her … Einerseits ging die Zeit schnell vorbei, andererseits fühlt es sich an, als wären es schon drei Jahre. Die wichtigsten Zahlen und Ereignisse im Überblick:

〘Ein Jahr im Rückblick〙
・Fahrleistung: 13.749 km
・Öl nachgefüllt: 1-mal
・Ölwechsel: 3-mal (bei der ersten Inspektion, nach 6.500 km und bei der Jahresinspektion)
・Reifenpanne: 1-mal (Die Beschädigung war gering und konnte bei der Jahresinspektion repariert werden. Ein Reifenwechsel war daher nicht nötig.)
・Defekte: Größere Defekte gab es keine. Allerdings erschien während der Fahrt auf der Autobahn bei starkem Regen die Meldung „PSM-Ausfall“. Die Prüfung beim Porsche-Zentrum ergab jedoch, dass alles in Ordnung war.

Nach einem Jahr mit dem Panamera Turbo möchten wir heute erzählen, wie wir den Wagen inzwischen erleben. Zuerst kommt mein Mann zu Wort.

Die Einschätzung meines Mannes: Das gefällt ihm (+)

① Ein echter Alleskönner – komfortabel und sportlich

Beim entspannten Gleiten durch die Stadt fährt er sich wie eine luxuriöse Sportlimousine. Schaltet man dagegen auf Sport Plus und fordert ihn heraus, senkt sich das Luftfahrwerk spürbar ab und der Motor spricht besonders direkt an. Da fühlt man sich fast wie in einem GT3. Mit dem PDK, das beim Hochschalten schön „Pschhh, pschhh“ macht, die kurvigen Bergstraßen hinaufzufahren, ist einfach großartig.

Porsche Panamera Turbo der Baureihe 971

② Beeindruckende Stabilität auf der Autobahn

Wer einfach nur geradeaus fährt, empfindet vielleicht andere Autos als müheloser und angenehmer. Doch der Panamera vermittelt viel Rückmeldung und ein sattes Gefühl für den Kontakt der Reifen zur Straße – das schafft Vertrauen. Auch in Autobahnkurven liegt er ausgesprochen stabil, als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Ein Tritt aufs Gaspedal genügt, und aus jeder Geschwindigkeit scheint er nach vorn zu springen. Anstrengend fühlt sich das nie an. In diesem Punkt ist der Panamera schlicht herausragend.

③ Agiles Einlenken dank Hinterachslenkung

Im Alltag in der Stadt oder bei normalem Autobahntempo fällt der Vorteil der Hinterachslenkung kaum auf. Beim Einparken und auf kurvigen, engen Bergstraßen zeigt sie jedoch, was sie kann. Auch beim nächsten Porsche wäre sie für mich eine unverzichtbare Option.

④ Genau die richtige Portion Souveränität

Im Vergleich zum Vorgänger, dem Panamera 970, wirkt der 971 insgesamt leichter und agiler. Trotzdem hat der Panamera Turbo meiner Meinung nach mehr von jener angenehmen, souveränen Schwere bewahrt als beispielsweise der 4S. Beeindruckend ist, dass er sich deshalb weder beim Anfahren träge noch beim Fahren schwerfällig anfühlt. Die Balance ist wirklich gelungen.

Porsche Panamera Turbo der neuen Generation

Die Einschätzung meines Mannes: Das stört ihn (−)

① Das PDK schaltet bei niedrigen und mittleren Drehzahlen manchmal verzögert

Mit Blick auf den Einsatz als Luxuslimousine scheint Porsche eher auf sanfte Schaltvorgänge als auf maximale Reaktionsgeschwindigkeit abgestimmt zu haben. Ich vermute, dass die Schaltcharakteristik bewusst so gewählt wurde, um unangenehm harte Schaltrucke zu vermeiden.

Vielleicht ist das der Grund, warum man in nahezu jeder Situation kaum Schaltrucke spürt und der Komfort so hoch ist. Trotzdem frage ich mich: Ist ein Porsche nicht auch für eine spontanere Reaktion da?

② Die Sitzfläche der Vordersitze ist etwas fest

Unser Panamera ist mit den serienmäßigen Komfortsitzen des Turbo ausgestattet – elektrisch verstellbar in 14 Richtungen und mit Memory-Funktion. Die Polsterung der Sitzfläche könnte für meinen Geschmack etwas dicker oder weicher sein. Manchmal ist es nicht so, dass mir direkt der Hintern wehtut, aber ganz bequem ist es auch nicht. Das hängt natürlich stark von der eigenen Statur und den persönlichen Vorlieben ab – also bitte nur als individuellen Eindruck verstehen.

Sitze im Porsche Panamera der Baureihe 971

③ Reifendruck im Komfortmodus bei japanischen Modellen

Der Reifendruck im Komfortmodus japanischer Modelle ist nur bis 160 km/h ausgelegt. Bei Fahrzeugen für den deutschen Markt ist der Komfortdruck dagegen für Geschwindigkeiten bis 270 km/h vorgesehen.

Felge des Porsche Panamera Turbo der neuen Generation

Diese Einstellung lässt sich nicht ändern. Porsche-Fahrer in Japan müssen sich daher zwischen zwei Extremen entscheiden: dem relativ hohen Standarddruck von vorn 3,1 bar und hinten 2,8 bar oder dem niedrigen Komfortdruck von vorn und hinten jeweils 2,3 bar, der nur bis 160 km/h vorgesehen ist. Überschreitet man im Komfortmodus 160 km/h, ertönt eine Warnung und im Kombiinstrument erscheint eine Meldung. Das kann einen erschrecken und die Situation zusätzlich gefährlich machen. Senkt man dagegen den Reifendruck bei gewähltem Standarddruck ab, erscheint eine Warnung wegen zu niedrigen Reifendrucks.

Das ist der eine Punkt, bei dem Porsche Japan meiner Meinung nach dringend nachbessern sollte. Ein entsprechendes Update wäre sehr willkommen. Das war’s.

So sieht mein Mann die Sache. Nach seiner ausführlichen Einschätzung frage ich mich allerdings: „Wenn er das alles so treffend formuliert hat, braucht es meine Meinung als Laiin überhaupt noch? (-_-)“ Trotzdem möchte ich natürlich auch meine Sicht als Frau schildern.

→ [Weiter auf der nächsten Seite] Meine Sicht als Frau – und wie wir den Hochzeitstag vergaßen, obwohl wir den Jahrestag der Panamera-Auslieferung im Kopf hatten …

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