Porsche 718 EV: Droht eine verspätete Markteinführung? Die Krise des Batterieherstellers und ihre Folgen
Veröffentlicht: 2024.12.06
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Northvolts Krise könnte Porsches Elektrifizierungspläne beeinflussen
Porsches Pläne für die Entwicklung von Elektroautos (EV) scheinen ins Wanken zu geraten.
Der schwedische Batteriehersteller Northvolt hat in den USA Insolvenz nach Chapter 11 beantragt. Das könnte sich auf Porsches Elektrifizierungsstrategie auswirken.
Besonders im Fokus steht der elektrische Porsche 718, dessen Marktstart für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant war. Das Modell sollte Batterien von Northvolt erhalten. Angesichts der aktuellen Krise könnte es jedoch schwierig werden, den Zeitplan einzuhalten.
Warum Batterien mit hoher Energiedichte so wichtig sind
Ein Grund dafür, dass Porsche auf Batterien von Northvolt setzen wollte, soll deren hohe Energiedichte sein. Gerade bei Sportwagen spielt ein geringes Gewicht eine entscheidende Rolle: Batterien mit hoher Energiedichte ermöglichen ein kompakteres Batteriepaket und können so dazu beitragen, das Gesamtgewicht des Fahrzeugs zu begrenzen.
Für einen Sportwagenhersteller mit hohen Leistungsansprüchen wie Porsche dürfte diese Technologie ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Elektromobilität sein. Deshalb könnte Northvolts Krise erhebliche Folgen für Porsches Elektrifizierungsstrategie haben.

Weitere Herausforderungen bei der Entwicklung des 718 EV
Interessanterweise scheint nicht nur die Batterie für mögliche Verzögerungen bei der Entwicklung des 718 EV verantwortlich zu sein. Medienberichten zufolge gibt es auch Probleme mit Komponenten des Antriebsstrangs, die für sich genommen bereits zu einer Verschiebung des Marktstarts führen könnten.
Porsche hat sich zu diesen Spekulationen bislang nicht offiziell geäußert und erklärt, sich zu Problemen bei Zulieferern nicht äußern zu können. Es gilt jedoch als durchaus möglich, dass mehrere Faktoren zusammenkommen und sich die Markteinführung des 718 EV gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verzögert.
Zudem wurde berichtet, dass Porsche die Plattform grundlegend überarbeitet, um auch Modelle mit Verbrennungsmotor entwickeln zu können. Auch das könnte sich auf den Zeitplan auswirken.
Mögliche Folgen für Europas Automobilhersteller
Northvolts Krise könnte nicht nur Porsche, sondern auch andere europäische Automobilhersteller treffen. Audi etwa hat ebenfalls einen Batterieliefervertrag mit Northvolt abgeschlossen und wollte Batterien des schwedischen Herstellers in künftigen Elektroautos auf Basis der PPE-Plattform einsetzen.
Audi hat allerdings auch Verträge mit anderen Batterieherstellern wie CATL und LG. Deshalb dürften die Folgen weniger gravierend sein als für Porsche. Dennoch ist Northvolts Krise ein Anlass zur Sorge – gerade weil die europäische Automobilindustrie insgesamt ihre Abhängigkeit von Batterien aus China verringern möchte.
Wie die Restrukturierung von Northvolt vorankommt und welche Folgen sie für die Elektrifizierungsstrategien von Porsche und anderen europäischen Herstellern hat, bleibt abzuwarten. Für Porsche-Fans dürften vor allem der Marktstart und die Leistungsdaten des 718 EV von großem Interesse sein.
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