【Porsche-Fahrer im Porträt #2】Porsche Cayenne Turbo: Kauf, Ausstattung und Fahrbericht
Veröffentlicht: 2018.10.10
Hallo zusammen! Ich bin Mina, die Betreiberin von „Willkommen zu Hause, PORSCHE“. Auf Wunsch unserer Leserinnen und Leser, die gern die persönlichen Erfahrungen anderer Porsche-Besitzer kennenlernen möchten, gibt es unsere Reihe „Porsche-Fahrer im Porträt“. In der zweiten Folge erzählt cara aus der Präfektur Osaka vom Kauf bis zur Auslieferung seines Porsche Cayenne Turbo (958.2, Modelljahr 2016).
〘Zum Fahrer〙
・Fahrzeug: Porsche Cayenne Turbo (958.2, Modelljahr 2016)
・Name: cara
・Wohnort/Wohnsituation: Osaka
・Familie: fünf Personen
・Bisherige Fahrzeuge: Maserati 3200 GT (Modelljahr 2000) → Porsche 911 Carrera S (997, Vor-Facelift, Modelljahr 2005) → Porsche Cayenne S der ersten Generation (Modelljahr 2006) → Porsche 911 GT3 (997, Facelift, Modelljahr 2010)
・Seine Botschaft an die Leser: „Mit dem Cayenne Turbo erlebt man ‚Beschleunigen, Kurvenfahren und Bremsen‘ auf höchstem Niveau. Vor allem aber ist er ein Auto, mit dem man sich jederzeit sicher fühlt und einfach Freude am Fahren hat.“
1) Wie es zum Kauf kam
Warum wurde der Cayenne interessant?
Die Geschichte beginnt im Jahr 2005. Unsere drei Kinder wurden größer, und wir machten uns auf die Suche nach einem Auto, in dem fünf Familienmitglieder bequem Platz haben. Eine Limousine, ein Kombi oder ein Van kamen für meine Frau und mich allerdings nicht infrage – unser Geschmack ging eher in Richtung SUV.
Zum Glück gibt es in unserer Nähe zahlreiche Autohäuser. Also besuchte ich mit meiner Frau, die zunächst nicht gerade begeistert war (lacht), verschiedene Händler. Doch kein einziges Auto konnte sie auf Anhieb überzeugen.
Eines Tages entdeckten wir auf dem Heimweg von einem Familienausflug ins USJ(Universal Studios Japan) zufällig ein Porsche Zentrum. Bis dahin war ich noch nie in einem Porsche Zentrum gewesen – ich weiß noch, wie ich mich ein wenig zögerlich hineingetraut habe.
Im Showroom stand damals ein Carrera GT, und es waren viele Kundinnen und Kunden da. Nachdem ich dem Verkaufsberater erklärt hatte, weshalb wir gekommen waren, bekamen wir eine kurze Einführung – und durften schon bald den Cayenne und den Cayenne S Probe fahren.

Meine Frau war auf den ersten Blick vom eleganten, klaren Design des Cayenne begeistert. Damals sah man den Cayenne auf den Straßen noch nicht allzu häufig. Da es meiner Frau nicht gefiel, wenn unser Auto dasselbe war wie das vieler anderer, war ihre Entscheidung offenbar schon so gut wie gefallen.
Wie fuhr sich der Cayenne bei der Probefahrt?
Meine Frau hat es ebenfalls so empfunden: Auch wenn das ausgeprägte Gefühl, in einem Tresor zu sitzen, nicht mehr ganz so stark war wie früher, fühlte man sich im Cayenne ausgesprochen gut geschützt. Nach der Probefahrt sahen wir uns noch andere SUVs an, kamen aber zu dem Schluss: „Der Cayenne ist doch am besten.“ Damit fiel die Wahl auf einen Cayenne S der ersten Generation, Baujahr 2006.
Warum sollte es ein Cayenne Turbo sein?
Im Alltag bestätigte sich, wie gut der Cayenne zu uns passte. Mit der Zeit kam der Wunsch auf, auch einmal einen Cayenne Turbo zu besitzen. So begannen wir, uns mit dem Cayenne Turbo (958.2, Modelljahr 2016) zu beschäftigen. Ursprünglich sollte er den Cayenne S der ersten Generation ersetzen. Doch weil dieser im Alltag so praktisch war, entschieden wir uns schließlich für einen Zweitwagen. Bis vor Kurzem hatten wir daher beide Cayenne in der Garage.

2) Ausstattung und Sonderausstattung
Bei der Konfiguration des Cayenne Turbo war uns wichtig, möglichst viel Fahrdynamik und Begeisterung am Steuer herauszuholen, ohne bei Sicherheit und Komfort für die Familie Abstriche zu machen.

〘Ausstattung des Cayenne Turbo〙
■Außenfarbe: Carraraweißmetallic – ein weißes Auto hatte ich zuvor noch nie besessen
■Innenausstattung: Zweifarbige Lederausstattung in Espresso/Kognak
■Räder: 21-Zoll-Räder im 911-Turbo-Design, E2-Rad II (10 x 21)
■Fahrwerk und Fahrdynamik: Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC), geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, Porsche Torque Vectoring Plus (PTV Plus)
■Innenausstattung: Sitzbelüftung vorn und hinten; Sitzheizung serienmäßig beim Turbo; Zentralverriegelung; schlüsselloser Zugang; Privacy-Verglasung (VG40); Seitenairbags vorn und hinten sowie Kopfairbags; 4-Zonen-Klimaautomatik (Climatronic); zweiter Verdampfer; Sicherheitsgurte in Espresso; Soft-Close-Funktion (Zuziehhilfe für die Türen); Komfortbeleuchtungspaket, Komfort-Memory-Paket und Fahrer-Memory-Paket
3) Der Weg bis zur Auslieferung
Von der Bestellung bis zur Auslieferung vergingen sieben Monate.
・März 2016: Das Porsche Zentrum informierte mich, dass ein Produktionsslot für den Cayenne Turbo verfügbar war. Ich gab die Bestellung auf.
・Oktober 2016: Auslieferung
4) Porsche-Fahrerlebnis: So fährt sich der Cayenne Turbo
① Beschleunigen, Kurvenfahren und Bremsen
Auch der Cayenne Turbo (958.2, Modelljahr 2016) bringt Beschleunigen, Kurvenfahren und Bremsen auf beeindruckende Weise in Einklang. Ich bin bereits drei Porsche mit ganz unterschiedlichen Einsatzbereichen gefahren. Immer wieder überrascht mich, wie ähnlich sich die grundlegenden Fahreigenschaften anfühlen – ganz gleich, ob es sich um einen SUV oder einen Zweisitzer handelt. Im Cayenne Turbo wurde mir erneut klar, wie konsequent Porsche seine grundlegende Fahrwerks- und Fahrzeugabstimmung über die verschiedenen Modellreihen hinweg weiterträgt.

② Leistung und Beschleunigung
Mit 520 PS hat der Turbo mehr als genug Leistung. Meistens fuhr meine Frau den Cayenne Turbo im Alltag. Er verhielt sich jederzeit souverän und berechenbar, und besonders das Einfädeln auf die Autobahn fiel ihr leicht. Das wusste sie sehr zu schätzen.
③ Wandlerautomatik
Der Cayenne ist derzeit das einzige Modell von Porsche mit einer Wandlerautomatik – und das fährt sich ausgesprochen komfortabel. Vielleicht wird das PDK künftig noch weiter verbessert. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich die Wandlerautomatik im Cayenne jedoch für die sanftere Lösung bei niedrigen Geschwindigkeiten.
④ Sitzhöhe
Als SUV sitzt man naturgemäß etwas höher, und bis man sich daran gewöhnt hat, gestaltet sich das Ein- und Aussteigen nicht ganz so leicht wie bei einer Limousine. Die Luftfederung ermöglicht zwar eine Höhenverstellung vorn und hinten, doch zum Ein- und Aussteigen haben wir diese Funktion nicht eigens genutzt.
⑤ Fahrkomfort
Am Fahrkomfort gibt es nichts auszusetzen – er ist rundum überzeugend. Vielleicht gehört es zum Charakter des Turbo, aber nach einer leichten Verzögerung beim Ansprechen des Turbos setzt die enorme Beschleunigung ein. Dank PDCC war in Kurven trotz der stattlichen Fahrzeuggröße kaum Seitenneigung zu spüren. Auch die Passagiere im Fond saßen bequem, und die Kinder waren begeistert.
Vielleicht lag es daran, dass ich zuvor einen Cayenne S der ersten Generation (955, Modelljahr 2006) gefahren war: Der Cayenne Turbo (Modelljahr 2016) fühlte sich leichter und agiler an. Gleichzeitig hatte ich weniger das Gefühl, in einem Panzer zu sitzen.
⑥ Verbrauch
Der Verbrauch lag, soweit ich mich erinnere, bei etwa 4 bis 5 km/l. Das lässt sich wohl kaum vermeiden.
⑥ Verbrauch
Das hohe Ladevermögen, das andere Modellreihen nicht bieten, ist natürlich ein großer Vorteil. Alles, was wir als Familie brauchten, ließ sich einladen – sogar Fahrräder.
5) Diese Sonderausstattung würde ich wieder wählen
Für das kommende Jahr ist der Kauf eines Cayenne SE Hybrid geplant, der dann auch in Japan erhältlich sein soll. In letzter Zeit habe ich mich gefragt, ob es wirklich stimmt, dass Porsche-Optionen zwar teuer, aber unverzichtbar sind. Da der Cayenne SE Hybrid bereits mit den wichtigsten Komfortfunktionen ausgestattet sein dürfte, möchte ich diesmal erleben, wie sich ein möglichst serienmäßiger Porsche fährt.
Ich denke, auch Porsche folgt dem Grundsatz: Die grundlegenden Fahreigenschaften sind schon in der Serienausstattung überzeugend; für alle, die sich mehr wünschen, gibt es eine große Auswahl an Sonderausstattungen.
6) Was weniger überzeugt
Die Innenausstattung ist zweifarbig in Espresso/Kognak gehalten. Mit schwarzem Interieur wäre der Innenraum wahrscheinlich ruhiger und dezenter gewesen. Außerdem hat die Sitzbelüftung viele kleine Löcher in den Sitzflächen. Einmal blieb etwas daran hängen und riss das Leder ein. Der Austausch kostete etwa 300.000 Yen.

7) Fazit
Mit dem Cayenne Turbo erlebt man Beschleunigen, Kurvenfahren und Bremsen auf höchstem Niveau. Vor allem aber ist er ein Auto, mit dem man sich jederzeit sicher fühlt und einfach Freude am Fahren hat. Es mag sich wiederholen, aber Porsche baut nicht nur den Sportwagen 911: Über alle Modellreihen hinweg sind die grundlegenden Fahreigenschaften ähnlich abgestimmt. Anfangs hatte ich wegen der Größe noch Bedenken. Doch nur wenige Autos lassen sich so einfach und souverän fahren.
Wer einmal verstanden hat, wie sich ein Porsche fährt, findet andere Autos vielleicht sogar beängstigend. Meine Frau gehört tatsächlich dazu.
Vor Kurzem durfte ich außerdem den neuen Cayenne S probefahren – der Entwicklungssprung war enorm. Das Auto fühlte sich in jeder Hinsicht angenehm leicht an, ohne dass dabei das satt auf der Straße liegende Fahrgefühl verloren ging. Von all den Cayenne, die ich bisher gefahren bin – einschließlich der Probefahrzeuge – war es das erste Mal, dass ich dachte: „Vielleicht ist die Version ohne Turbo sogar die bessere Wahl.“ Meine Frau hatte offenbar einen ähnlichen Eindruck.
8) Was bedeutet Porsche für Sie?
Für mich ist Porsche wie ein Teil der Familie.
Ich möchte immer mindestens einen Porsche besitzen. Man fühlt sich im Auto rundum geschützt, die Familie kann sicher mitfahren, und auch am Steuer gibt man sich ein gutes Gefühl. Bei meiner Fahrt im neuen Cayenne wurde mir klar, dass Porsche die Fahreigenschaften seiner Modelle immer weiter verbessert. Deshalb möchte ich auch in Zukunft Porsche fahren.
〘Anmerkung der Redaktion〙
Auch ich bin vor Kurzem den neuen Cayenne gefahren. Dabei wurde mein bisheriges Bild vom SUV gründlich auf den Kopf gestellt. Wie cara sagt: „Ein Porsche ist in jeder Modellreihe ein Porsche.“ Wir hoffen, dass cara künftig auch weitere Einblicke in den Alltag mit anderen Porsche-Modellen mit uns teilt. Vielen Dank, cara!
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