Am Ende ist der Panamera doch die beste Wahl.
Veröffentlicht: 2018.12.07
Wieder nach Amakusa und Aso in Kyushu
Ende November machten wir uns zu viert mit dem Panamera auf den Weg nach Kyushu, genauer gesagt nach Amakusa und Aso. (Wir hatten kurz überlegt, mit unserem luftgekühlten Porsche zu fahren. Für eine lange Reise mit der ganzen Familie fiel die Wahl dann aber auf den Panamera.) Schon im Jahr zuvor waren wir zur selben Zeit mit der Familie im Panamera nach Amakusa und Aso gereist. Damals machten uns schlechtes Wetter und viel Verkehr einen Strich durch die Rechnung: Von der Milk Road und der grandiosen Landschaft rund um Aso bekamen wir kaum etwas zu sehen.
Also wollten wir es dieses Jahr noch einmal versuchen und dieselbe Route nehmen – auch, weil wir über eine japanische Spendenaktion einen Gutschein für das Hotel „Tenku no Fune“ in Amakusa bekommen hatten. (Bei dieser in Japan beliebten Form der Gemeindeförderung können Spender als Dankeschön unter anderem Gutscheine erhalten.)
Für die Anreise nach Kyushu nahmen wir wie beim letzten Mal die Fähre. Mit einer Vierjährigen und einer Einjährigen an Bord wäre die lange Fahrt über die Autobahn ziemlich anstrengend geworden.

Genauer gesagt ist vor allem unsere jüngere Tochter eine Herausforderung. Die Große schlief schon als Kleinkind im Auto sofort ein, die Kleine dagegen denkt gar nicht daran. Sie wehrt sich jedes Mal gegen den Kindersitz, strampelt, ärgert ihre Schwester – und schon ist der nächste Geschwisterstreit im Gange. Man könnte meinen, sie würde irgendwann erschöpft einschlafen. Doch selbst nach einer Stunde weint sie noch und schafft es tatsächlich, sich aus dem Kindersitz zu befreien.
Ihren Durchhaltewillen muss man ihr lassen. Aber ich denke jedes Mal: Wenn sie einfach einschlafen würde, könnten wir vier unsere gemeinsamen Autofahrten noch viel entspannter genießen.
Auf nach Amakusa!
Diesmal fuhren wir mit der Meimon Taiyo Ferry, die um 19:50 Uhr in Osaka Nanko ablegt und um 8:30 Uhr in Shin-Moji ankommt. Da der Panamera knapp über fünf Meter lang ist, fällt er in die Fahrzeugklasse „Pkw unter sechs Metern“. Allein für das Auto kostete die einfache Überfahrt deshalb 15.000 Yen.
Die Fähre erreichte Shin-Moji am nächsten Morgen pünktlich um 8:30 Uhr. Von dort ging es direkt zu unserer Unterkunft in Amakusa.

Laut Navi sollte die Fahrt über die Kyushu-Autobahn etwa vier Stunden dauern. „Dann können wir unterwegs ganz in Ruhe zu Mittag essen“, dachten wir – und ließen den Panamera bei strahlendem Sonnenschein entspannt über die Autobahn rollen. Mein Mann, der in letzter Zeit oft mit seinem luftgekühlten Porsche unterwegs ist, war während der Fahrt sichtlich begeistert:
„Mann, der Panamera ist wirklich beeindruckend. Was für ein unglaubliches Auto – ein echter Hochgeschwindigkeitszug!“

Kurz vor zwölf machten wir Mittagspause. Wir sind kulinarisch nicht besonders anspruchsvoll und kehrten deshalb bei Gusto ein. (Gusto schmeckt einfach überall in Japan – haha.) Anschließend fuhren wir mit dem Panamera weiter bis zu unserer Unterkunft. Als wir ankamen, war es erst 13:30 Uhr. Der Check-in begann erst um 15 Uhr, aber wir fragten trotzdem nach.
„Es tut uns leid, Ihr Zimmer ist noch nicht fertig“, hieß es.
Natürlich nicht. Wir hätten uns entschuldigen müssen!
Also nutzten wir die Zeit bis zum Check-in für eine Tour entlang der Küste von Amakusa.

Der Himmel war strahlend blau, das Meer leuchtete – ein wunderschöner Kontrast. An diesem Tag war auf Amakusa kaum Verkehr. Auf der Küstenstraße reihten sich sanfte Kurven aneinander, und wir glitten elegant und zugleich sportlich im Panamera dahin. Was für ein Luxus!
Ich hatte keine Ahnung, dass Amakusa so schön ist. Die Fahrt war einfach herrlich.
Unterwegs gab mein Mann sein Halbwissen zum Besten: „Ich habe gehört, Amakusa Shirō hat vielleicht gar nicht wirklich gelebt. Wer weiß!“ (Haha.) Dann entdeckte er eine Stelle, an der sich bestimmt gute Fotos machen ließen, hielt den Panamera an und fotografierte drauflos.


Irgendwann fiel uns auf, dass wir uns schon ziemlich weit von der Unterkunft entfernt hatten. Ein Blick auf die Uhr: Es war bereits kurz vor 15 Uhr! Also schnell zurück. Den Rest des Tages verbrachten wir ganz entspannt im Onsen, beim köstlichen Abendessen und in unserer Unterkunft.






Ob sich unsere Töchter später noch daran erinnern werden, dass sie als Kinder in so einem schönen Hotel waren? Wahrscheinlich kein bisschen. Haha.
Am nächsten Tag weiter nach Aso
Laut Wettervorhersage sollte es die ganze Woche über kräftig regnen, doch kurz vor der Reise änderte sich die Prognose für den nächsten Tag: Sonne! Für mich, die Regen und Nebel förmlich anzuziehen scheint, war das höchst ungewöhnlich. Trotzdem fragten mein Mann und ich uns: „Wird es wirklich aufklaren?“ (-_-)
Am nächsten Morgen zeigte sich tatsächlich noch keine Sonne. Auch um acht Uhr war der Himmel grau und trüb. „Na ja, war ja klar“, dachte ich – und trotzdem machten wir uns von Amakusa aus auf den Weg nach Aso.
Zunächst war etwas mehr Verkehr, doch unterwegs lichtete sich der Himmel nach und nach.
Wow, die Wettervorhersage hatte recht!


Von da an fuhren wir durch die weite Landschaft von Aso, wo das Pampasgras in voller Blüte stand, hinauf zum Aussichtspunkt Daikanbō. Bei unserem Besuch im Vorjahr war der Himmel grau gewesen und es hatte sogar leicht genieselt. Umso schöner, dass wir diesmal die Aussicht genießen konnten.

Am Aussichtspunkt gönnten wir uns Erdbeer-Softeis. (Wobei die Mädchen mir fast alles wegaßen und für mich kaum etwas übrig blieb.) Anschließend wollten wir über Yufuin weiterfahren.
Ich saß am Steuer und konnte die kurvigen Straßen von Aso im Sportmodus erleben.



Das macht so einen Riesenspaß! (*゚∀゚)
Dass der Panamera Komfort und Sportlichkeit vereint, wusste ich eigentlich längst. Trotzdem wurde mir auf dieser Fahrt noch einmal ganz deutlich, wie beeindruckend gut ihm dieser Spagat gelingt.
Im Sportmodus wird das Fahrwerk spürbar straffer und der Panamera noch agiler. Auch der Klang des Turbomotors – mit seinem besonderen, tiefen, fast zweistimmigen Ton – klingt wunderbar. Anders als der freche, lebhafte Sound des Boxster, aber mir gefällt auch der Klang des Turbo.

Ob bergauf oder bergab, der Panamera fährt sich in jeder Kurve intuitiv und macht einfach Spaß. Er lenkt präzise so ein, wie ich es erwarte, reagiert ohne Verzögerung auf Gas und Bremse und hat mehr als genug Leistung.
Kaum zu glauben, dass dieses Auto fünf Meter lang und zwei Meter breit ist.
Der Panamera ist wirklich ein großartiges Auto.

Auch mein Mann meinte:
„Der Panamera ist eben doch ein Sportwagen. Klar, er ist eine Luxuslimousine, aber beim Fahrgefühl gibt es durchaus Gemeinsamkeiten mit dem 911. Und so sehr ich luftgekühlte Porsche liebe – die Performance moderner Porsche ist einfach beeindruckend. Der Panamera ist wirklich ein großartiges Auto.“
Wer beim Fahren möglichst viel selbst spüren und erleben möchte, könnte den Panamera vielleicht als etwas zu zurückhaltend empfinden. Sein Fahrwerk ist zwar eher straff, aber zugleich so geschmeidig, dass man die Beschaffenheit der Straße nicht bis ins Detail spürt. Dazu kommt das ausgeprägte Gefühl, in einer luxuriösen Limousine unterwegs zu sein.
Auch Unter- oder Übersteuern muss man nicht ständig im Blick behalten. Man kann sich dem Panamera anvertrauen – er bringt einen souverän und sicher durch die Kurven.
Aber mit einem so großen und schweren Auto leichtfüßig, entspannt und voller Vertrauen fahren zu können, ist wirklich etwas Besonderes. Der Panamera ist einfach beeindruckend, und auf dieser Reise habe ich mich noch einmal neu in ihn verliebt.
Nach etwa einer Stunde erreichten wir Yufuin. Dort übernahm mein Mann das Steuer, und wir fuhren über die Kyushu-Autobahn zurück zum Hafen von Shin-Moji und traten die Heimreise an.
Und am Ende …
Nach dieser Reise zu viert im Panamera wurde mir wieder einmal klar:
Am Ende ist der Panamera doch die beste Wahl.
Das ist einfach so. (Auch wenn das nun wirklich keine Überraschung ist. Haha.)
Natürlich macht auch der Boxster Spaß, und der 911 (964) ist ebenfalls ein fantastisches Auto. Für eine Ausfahrt allein oder zu zweit sind Boxster und 911 großartig, aber für eine vierköpfige Familie eignen sie sich weniger. (Wobei in den Boxster ohnehin nur zwei Personen passen.)
Bei einem Familienurlaub mit dem Auto zählt nicht nur der Fahrspaß. Platz und ein komfortables Fahrgefühl sind mindestens genauso wichtig.
Väter übernehmen wahrscheinlich oft das Steuer – und Porsche-begeisterte Väter fahren bestimmt besonders gern selbst. Aber als Ehefrau ist mir wichtig, dass auch ich und die Kinder bequem und mit Freude unterwegs sind, selbst wenn wir nicht selbst fahren und das direkte Porsche-Fahrerlebnis am Steuer nicht mitbekommen.
Wenn ich mir also aus Sicht einer Ehefrau etwas wünschen dürfte: Sollte mein Mann sagen, „Ich möchte einen Porsche!“, würde ich antworten: „Dann kauf bitte zuerst einen Panamera!“ Wenn auch ich von seinem Komfort, seinem Fahrgefühl und seinem Design überzeugt bin, darf es danach gern ein Zweisitzer oder ein 911 sein. (Der Panamera kommt übrigens auch bei Frauen, die sich nicht besonders für Autos interessieren, ausgesprochen gut an – zumindest nach dem, was ich so höre.)
Mit solchen eigennützigen Gedanken im Hinterkopf wurde mir auf dieser Reise wieder einmal klar, was für ein großartiges Auto der Panamera ist.
Ach, ich würde am liebsten gleich wieder losfahren!
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