Braucht man das Porsche-Liftsystem für die Vorderachse wirklich? Erfahrungen aus dem eigenen Alltag
公開日:2024.09.05
Bei Porsche gibt es als Sonderausstattung das Liftsystem für die Vorderachse.
Das Liftsystem für die Vorderachse ermöglicht es, die Front des Fahrzeugs vorübergehend anzuheben. Es hilft dabei, bei einem Sportwagen mit geringer Bodenfreiheit ein Aufsetzen der Front zu vermeiden – etwa an steilen Zufahrten oder Parkhauseinfahrten, besonders bei niedriger Geschwindigkeit.

Auf der Porsche-Website heißt es: „Die Fahrzeugfront lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von 35 km/h um 40 mm anheben. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass das Fahrzeug beim Rangieren oder an Parkhauseinfahrten mit Bordsteinen oder Rampen in Kontakt kommt.“
Im aktuellen Konfigurator für den GT3 kostet die Sonderausstattung übrigens 469.000 Yen.

Ganz schön teuer …
Weil es sich um eine kostspielige Sonderausstattung handelt, bekomme ich im Blog häufig Fragen wie: „Braucht man das Liftsystem für die Vorderachse wirklich?“ Zum Beispiel diese:
Ich liebe Porsche und habe mich jetzt für den neuen GT3 beworben.
Dazu habe ich eine Frage:
Sollte ich das optionale Liftsystem für die Vorderachse mitbestellen?
Es ist ziemlich teuer, deshalb würde ich das Geld lieber für andere Optionen ausgeben, wenn es geht …
Wird es ohne das Liftsystem wirklich schwierig?
Das kann ich gut verstehen …
Deshalb möchte ich heute der Frage nachgehen: „Ist das Liftsystem für die Vorderachse unverzichtbar?“
Ist das Liftsystem für die Vorderachse unverzichtbar?
Auf solche Fragen antwortet mein Mann meist etwa so:
Bei einem 992 mit normalem PASM-Fahrwerk – also nicht mit PASM-Sportfahrwerk – ist das Liftsystem grundsätzlich nicht nötig. Etwas anderes ist es natürlich, wenn man regelmäßig über besonders steile Zufahrten fahren muss. An meinem früheren 992 bin ich jedoch weder an Tankstelleneinfahrten noch an den Rampen eines Parkhauses jemals aufgesetzt. Der Wagen hatte übrigens das SportDesign-Paket – auch damit gab es kein Problem.
Andererseits:
Beim PASM-Sportfahrwerk würde ich das Liftsystem für die Vorderachse mitbestellen. Unterwegs weiß man nie, auf welche hohen Kanten man an einem Supermarkt oder einer Tankstelle trifft. Ich würde es daher auf jeden Fall nehmen. Auch der Ansprechpartner beim Porsche-Händler meinte, dass man mit dem Sportfahrwerk sogar an der Einfahrt des Autohauses aufsetzen kann.
Mit dem Sportfahrwerk liegt das Fahrzeug tatsächlich 10 mm tiefer. Aber: „Ein Zentimeter ist nur ein Zentimeter – und doch macht er einen Unterschied.“ Dieser eine Zentimeter kann einiges ausmachen. Auch bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen würde ich bei einem Modell wie dem GT3 eher zu einem Exemplar mit Liftsystem für die Vorderachse greifen als zu einem ohne.

Das Liftsystem für die Vorderachse ist teuer nachzurüsten!
Zum Liftsystem für die Vorderachse habe ich auch schon folgende Nachricht erhalten:
Das Liftsystem für die Vorderachse kostet bei einer nachträglichen Nachrüstung 700.000 bis 800.000 Yen. Deshalb sollte man es unbedingt ab Werk bestellen. Außerdem geht durch die Nachrüstung Stauraum im vorderen Kofferraum verloren.
Bei meinem GTS ist die Frontlippe aus zwei Teilen gefertigt, die jeweils mattschwarz lackiert sind. Der Austausch kostet unglaubliche 380.000 Yen (seufz).
Ich hätte das Liftsystem für die Vorderachse wirklich gleich mitbestellen sollen – das bereue ich jetzt.
Ganz ehrlich.
Die Parkhausrampe am Krankenhaus ist für mich inzwischen der reinste Horror.
Was?! Eine Nachrüstung ist so teuer?
Bei Porsche gibt es zwar Sonderausstattungen, die sich nachträglich einbauen lassen, doch das kommt einen am Ende ziemlich teuer zu stehen.
Auch der Austausch der Frontlippe ist nicht gerade günstig. Deshalb denke ich: Mit dem Liftsystem für die Vorderachse ist man auf der sicheren Seite – und eine Fehlinvestition ist diese Sonderausstattung ganz bestimmt nicht.
Das Liftsystem für die Vorderachse ist eine sinnvolle Investition!
Ich selbst hatte früher einen Carrera T. Da er mit Sportfahrwerk ausgestattet war und entsprechend tief lag, habe ich das Liftsystem für die Vorderachse ohne zu zögern mitbestellt. Beim aktuellen 992 gibt es außerdem die Smart-Lift-Funktion: Hat man das Liftsystem einmal an einer bestimmten Stelle aktiviert und den Ort gespeichert, wird die Front beim nächsten Mal automatisch wieder angehoben.
Das war wirklich praktisch.
Anfangs habe ich das Liftsystem sogar an Stellen aktiviert, bei denen ich dachte: „Diese Kante ist doch überhaupt kein Problem!“ Mit der Zeit wurde ich dann allerdings etwas nachlässig und dachte: „Das geht schon.“ Ein paar Mal habe ich auf dem Parkplatz eines Supermarkts vergessen, das Liftsystem zu aktivieren – und dabei die Frontlippe ordentlich abgeschrammt.
An den Knall und den Ruck möchte ich gar nicht zurückdenken. Schon die Erinnerung daran ist unangenehm.
Beim Herunterfahren über eine Kante muss man sogar noch deutlich vorsichtiger sein als beim Hochfahren. Und selbst wenn das Liftsystem an Bord ist, sollte man sich angewöhnen, es rechtzeitig zu aktivieren. Ich bin da leider manchmal etwas nachlässig – aber diese Erfahrung war eine echte Lehre.
Mein Fazit lautet daher: Wer ein Modell mit geringer Bodenfreiheit oder Sportfahrwerk wählt, sollte das Liftsystem für die Vorderachse mitbestellen. Eine Nachrüstung ist teuer, und auch der Austausch der Frontlippe geht ins Geld. Dazu kommt das beruhigende Gefühl, im Alltag weniger aufpassen zu müssen. Es gibt also gute Gründe, diese Option mitzunehmen.
Das ist natürlich nur meine persönliche Einschätzung. Ich hoffe, künftig auch weitere häufige Fragen zu sinnvollen Sonderausstattungen beantworten zu können.
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