Mit dem Taycan nach Awaji: Warum gibt es immer wieder CHAdeMO-Ladefehler?

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Porsche Taycan

Neulich bin ich mit dem Taycan nach Awaji gefahren. Ende vergangenen Jahres habe ich beschlossen, „künftig öfter Zeit für Besuche von Schreinen und das Sammeln von Gōshuin-Stempeln einzuplanen“. Deshalb möchte ich mit meinem Taycan verschiedene Schreine erkunden. Doch unterwegs gab es wieder den altbekannten Ärger:

Ladefehler an einer CHAdeMO-Schnellladestation.

Schnellladen unterwegs? Nur gelegentlich

Da wir zu Hause mit normaler Wechselstromleistung laden können, nutze ich Schnellladestationen unterwegs so gut wie nie. Im Alltag fahre ich meist beruflich in die Gegend um Osaka und lege dabei höchstens etwa 100 Kilometer zurück. Dafür muss ich unterwegs nicht laden – über Nacht zu Hause aufzuladen reicht völlig aus.

Normalerweise lade ich den Akku nur bis auf 80 Prozent. Selbst wenn der Ladestand einmal auf etwa 50 Prozent sinkt, ist er am nächsten Morgen wieder fast bei 80 Prozent. Damit komme ich ungefähr 300 Kilometer weit – im Alltag ist das mehr als genug.

Schnellladen brauche ich eigentlich nur, wenn ich wie diesmal eine längere Strecke zurücklege. Auf Awaji wollten wir die Kinder im Park spielen lassen und gleich mehrere Schreine besuchen. Da kamen insgesamt etwa 150 bis 200 Kilometer zusammen.

An diesem Tag hätte ich es wohl mit rund 15 Prozent Restladung nach Hause geschafft. Trotzdem dachte ich: „Eigentlich sollte es reichen, aber zur Sicherheit könnte ich auf dem Rückweg noch an einem Autobahn-Rastplatz laden.“

Laden als Gast: umständlich und nervig

Schnellladen nutze ich vielleicht einmal im Monat – wenn überhaupt. Deshalb kommt mir eine Mitgliedschaft bei e-Mobility Power (eMP) für rund 4.000 Yen im Monat ehrlich gesagt nicht besonders sinnvoll vor. Als Mitglied lädt man zwar günstiger, aber bei meiner seltenen Nutzung lande ich am Ende doch immer wieder beim Bezahlen pro Ladevorgang, also beim Laden als Gast.

Bildquelle: Preistabelle für die e-Mobility-Power-Gastnutzung

Doch das Laden als Gast ist wirklich umständlich. Schon das Einstecken des schweren Ladekabels, das aussieht wie ein Elefantenrüssel, ist mühsam. Dann muss ich mit Smartphone und Portemonnaie zum Terminal gehen, den QR-Code aufrufen und jedes Mal meine Kreditkartendaten eingeben. Bis der Ladevorgang startet, vergehen meist zwei bis drei Minuten.

Das wäre alles noch zu verkraften, wenn es danach zuverlässig funktionieren würde. Das Problem: Es gibt einfach viel zu viele Fehlermeldungen.

Gefühlt bricht ungefähr jeder dritte Versuch mit einem Fehler ab. Ich beginne inzwischen schon mit dem Gedanken: „Das klappt bestimmt wieder nicht.“ Wenn es dann ausnahmsweise beim ersten Anlauf funktioniert, bin ich tatsächlich überrascht: „Oh, es geht! Heute habe ich Glück!“

Auf dem Rückweg von Awaji war es diesmal genauso. Ich hielt am Awaji Highway Oasis an – und prompt erschien wieder eine Fehlermeldung. Normalerweise klappt es nach ein oder zwei weiteren Versuchen, doch diesmal half auch wiederholtes Probieren nichts. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde es funktionieren – doch nach 15 Sekunden kam erneut der Fehler.

Und obwohl die Verbindung nur kurz zustande gekommen war, wurden mir immerhin 385 Yen berechnet. (Seufz.)

e-Mobility-Power-Fehler

Es gab zwei Ladestationen, also versuchte ich es auch an der anderen. Mit dem gleichen Ergebnis. Gerade überlegte ich noch: „Stimmt etwas mit dem Taycan nicht – oder liegt es an CHAdeMO?“, da kam zufällig ein Toyota an und begann zu laden. Doch auch bei diesem Auto trat derselbe Fehler auf.

Vielleicht lag es diesmal also tatsächlich an der CHAdeMO-Station. Am Ende gab ich das Laden auf, stellte das Navi auf die schnellste Route ein und fuhr über die am Feiertagabend völlig überlastete Hanshin-Autobahn nach Hause.

Der enorme Unterschied zum Tesla Supercharger

Ich schrieb meinem Ärger spontan auf X Luft – und der Beitrag bekam erstaunlich viele Impressionen. (lacht) Offenbar sind viele genauso unzufrieden mit der Ladeinfrastruktur.

CHAdeMO-Ladefehler

Einige Zeit später ergab sich die Gelegenheit, mit einem Tesla unterwegs zu sein. Ich hielt an einem Supercharger in der Nähe meines Arbeitsplatzes – in der Hoffnung, während des Ladens noch etwas arbeiten zu können. Wie unkompliziert das dann war, hat mich wirklich überrascht.

Das schlanke Ladekabel einstecken – klack, fertig. (Die Kreditkarte hatte ich zuvor in der App hinterlegt; vor Ort musste ich also nicht einmal mein Smartphone bedienen.)

Es ging so einfach, dass ich kaum glauben konnte, wie schnell es war. Ich wollte eigentlich „während des Wartens noch etwas arbeiten“, doch der Akku war im Nu zu 80 Prozent geladen – und ich konnte schon wieder losfahren.

Tesla Supercharger

Ich fragte mich: „Warum lässt sich das nicht überall so einfach machen?“ Gleichzeitig wurde mir einmal mehr klar, wie überzeugend das Supercharger-System von Tesla ist.

Der Taycan ist als Auto wirklich großartig. Gerade deshalb wünsche ich mir, dass die Schnellladeinfrastruktur in Japan endlich reibungsloser funktioniert.

Zur Sicherheit lasse ich Anfang des neuen Jahres beim Porsche Zentrum prüfen, ob am Taycan selbst ein Defekt beim Schnellladen vorliegt. Normales Laden funktioniert zwar problemlos, aber ich hoffe, dass bald die Voraussetzungen geschaffen werden, um auch längere Fahrten mit dem Taycan entspannt genießen zu können.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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