92 % Gewinnrückgang, Flaggschiff über dem 911 – Wird Porsche zum Investmentprodukt-Hersteller?
公開日:2026.03.20
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92 % Gewinnrückgang – Was ist mit Porsche passiert?
Porsche steht vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung.
Die Geschäftszahlen der Porsche AG für das Geschäftsjahr 2025 sind schockierend. Der Umsatz sank von rund 7,33 Billionen Yen im Vorjahr auf etwa 6,64 Billionen Yen, während der operativen Gewinn mit rund 75,6 Milliarden Yen einen dramatischen Einbruch von 92 % gegenüber den rund 1,03 Billionen Yen des Vorjahres verzeichnete. Die weltweiten Verkaufszahlen verringerten sich um 10,1 % auf 279.449 Fahrzeuge. Der Marktanteil in China fiel von 18 % auf 15 %, und allein die Zusatzkosten durch US-Zölle summieren sich auf etwa 128 Milliarden Yen. Zusätzlich führten die Umstrukturierung der Produktpalette im Zuge der Überarbeitung der Elektrofahrzeugstrategie zu Sonderaufwendungen von rund 440 Milliarden Yen sowie weitere 128 Milliarden Yen im Bereich Batterietechnologie, insgesamt also etwa 714 Milliarden Yen. Betrachtet man diese Zahlen, ist von einem „hochprofitablen Markenauftritt“ kaum noch etwas zu spüren.
Diese schwierige Lage liegt nun in den Händen des neuen CEOs Michael Leiters, der nach Stationen bei Ferrari und McLaren die Führung bei Porsche übernommen hat. Auf der kürzlichen Jahrespressekonferenz stellte er die Eckpunkte der mittelfristigen Strategie „Strategy 2035“ vor. Beim Durchgehen der Inhalte entwickelte ich eine Mischung aus Hoffnung und Sorge.
Strategy 2035 – Die Entscheidung, „nach oben“ zu wachsen
Leiters Kernidee zur Sanierung lässt sich kurz zusammenfassen: ein Wachstum „nach oben“.
Bei der Pressekonferenz erklärte er, dass Porsche „ein Portfolio mit höhermargigen Segmenten“ in Erwägung ziehe, um profitabel zu wachsen. Konkret deutete er Produkte an, die über dem 911 angesiedelt sind – ein Flaggschiff-Sportwagen – sowie den großdimensionierten SUV „K1“ über dem Cayenne. Der K1 wird auf der Audi Q9-Plattform basieren und voraussichtlich mit V8-Biturbo- sowie V6-Motoren ausgestattet sein. Auch der nächste Verbrenner-Macan soll auf der PPC-Plattform des Audi Q5 basieren, ein Deal mit einem Volumen von etwa 183 Milliarden Yen. Die umfangreiche Teilenutzung innerhalb des VW-Konzerns soll konsequent vorangetrieben werden, um Entwicklungskosten maßgeblich zu senken.

Gleichzeitig kündigte er klar an, die Lebensdauer von Verbrennungs- und Hybridantrieben zu verlängern. Diese Abkehr vom bisherigen Fokus auf rein elektrische Fahrzeuge begrüße ich persönlich sehr. Doch die Frage bleibt, was genau „nach oben wachsen“ bedeutet.
Erinnere dich an Ferry Porsche
„Ich habe nach einem kleinen, leichten, energieeffizienten Sportwagen gesucht, der meinen Idealen entspricht, aber nirgendwo gefunden. Deshalb habe ich ihn selbst gebaut.“
Dieser Satz des Porsche-Gründers Ferry Porsche bildet aus meiner Sicht die unerschütterliche Grundlage der Marke. Klein, leicht, effizient – und vor allem der beste Sportswagen für den Alltag. Ein Wagen, mit dem man unter der Woche zur Arbeit fährt und am Wochenende die Rennstrecke genießt. Porsche war und ist genau dieser Hersteller.

Zwar gab es auch früher Supersportwagen wie den 959, GT1, Carrera GT und 918 Spyder, doch diese waren „besondere“ Showcases, die technische Perfektion demonstrierten. Der nun geplante dauerhafte Platz eines Flaggschiffs an der Spitze der Modellpalette hat eine ganz andere Bedeutung: Porsche will sich alltäglich „nach oben“ präsentieren.
Wird Porsche zum Hersteller von Investmentobjekten?
Hiermit möchte ich meine offenen Bedenken äußern.
Ein dauerhaftes Flaggschiff über dem 911 bedeutet, dass Porsche sich auf dieselbe Stufe wie Supersportwagen stellt. Fahrzeuge, die wie Kunstwerke betrachtet, als Wertanlagen erwartet und in Garagen gehütet werden. Ist das wirklich das, was Porsche bauen sollte?
Mir scheint, der Fokus liegt zu sehr auf den Erwartungen der Aktionäre, auf Umsatzsteigerung und Margenmaximierung.

Was ich mir von Porsche wünsche, ist eher das Gegenteil.
Der 911 darf gern kompakter werden, und die Leistung etwas zurückgenommen. Ein Wettstreit um PS-Zahlen oder 0–100 km/h Zeiten, die um 0,1 Sekunden variieren, ist nicht nötig. Porsche soll den puren Fahrspaß perfektionieren – schnell, ja, aber vor allem wirklich genussvoll. In meinem Fuhrpark stehen mehrere Porsche von luftgekühlt bis elektrisch, und jeder Einzelne vereint eine Fahrfreude, die kein Datenblatt vermitteln kann. Der wahre Wert von Porsche beginnt mit dem Moment, in dem man das Lenkrad in die Hand nimmt: ein Dialog zwischen Fahrer und Fahrzeug.
Natürlich gibt es auch Liebhaber, die Porsche als exklusive Sammlung sehen – das will ich keinesfalls kritisieren.
Doch wer die Geschichte dieser Marke und die Entwicklung der Fahrzeuge kennt, wird verstehen: Porsche ist ein Hersteller, der anders tickt. Ich hoffe, dass Michael Leiters gelingt, was er plant, und dass der Kern von Ferry Porsche nie aus den Augen verloren wird. Denn das wahre Wesen von Porsche liegt in Sportswagen, die das Herz höher schlagen lassen – auf ganz normalen Straßen.
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