Welche Panamera ist die beste? Vergleichstest: Panamera, Turbo S E-Hybrid und Turbo Sport Turismo

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Tests & Fahrberichte

Porsche-Spezial in ENGINE

Neulich bestellte mein Mann die Zeitschrift „ENGINE“. Der Grund: Die aktuelle Ausgabe widmet sich ganz dem Thema Porsche.

„ENGINE“ ist ein monatlich erscheinendes Magazin rund ums Auto. Darüber hinaus bietet es Informationen zu Mode, Uhren, Wohnaccessoires, Kulinarik, Film und Musik – kurz: zu allen Themen, die erwachsene Männer interessieren. Auf dem Cover steht:

„Die Evolution von Porsche geht weiter“: Mit dem neuen 911 GT3 RS auf dem Nürburgring. / Kurz vor der Markteinführung in Japan: Mit dem neuen Cayenne Turbo ins Elsass. / Was es bedeutet, einen Porsche zu gestalten. … Und vieles mehr: ein großes Porsche-Spezial auf mehr als 70 Seiten!

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Ähm … und was ist mit dem Panamera (-_-) ?

Zuerst dachte ich: „Da steht ja nirgendwo etwas über den Panamera!“ Doch beim Durchblättern wurde ich fündig – natürlich. (War ja klar.)

Auf sechs Seiten: ein Vergleichstest mit drei Modellen – dem Panamera, dem Panamera Turbo S E-Hybrid und dem Panamera Turbo Sport Turismo!

Wie schneiden die verschiedenen Panamera-Modelle ab?

Das Fazit vorweg: Alle drei Modelle wurden geradezu überschwänglich gelobt.


Zuerst zum Panamera Turbo S E-Hybrid:

☑ Was am Turbo S E-Hybrid überrascht, ist die Verbindung ganz unterschiedlicher Eigenschaften: Sportwagen, viertürige Limousine und Öko-Auto.
☑ Dank modernster Technik kann er rund 50 Kilometer rein elektrisch fahren – und hat trotzdem nichts von dem verloren, was den Fahrspaß bei Porsche ausmacht. Das ist beeindruckend.
☑ Im Sport-Plus-Modus auf kurvigen Bergstraßen fühlte er sich fast wie ein 911 Turbo an.
☑ Dem Thema Umwelt kann sich kein Autofan entziehen. Mit dem Turbo S E-Hybrid zeigt Porsche, welchen Weg die Marke dabei einschlägt. Er vereint das sparsamste mit dem schnellsten Auto – zwei in einem.

Das leuchtet ein. Im Test war zwar das Turbo-Modell dabei, aber wie wäre es wohl mit dem 4 E-Hybrid? Lässt sich auch damit das 911-ähnliche Fahrgefühl und der Porsche-Fahrspaß voll auskosten? Dazu möchte ich gern einmal einen weiteren Fahrbericht finden.

Ist der Panamera ohne Turbo die beste Wahl?

Und wie fällt das Urteil über den Panamera ohne Turbo aus?

☑ Am stärksten hatte ich das Gefühl „Porsche – genau so muss es sein!“ im Panamera mit seinem 3,0-Liter-V6, also im Basismodell.
☑ Die Vorzüge der neuen Plattform mit Frontmotor und Hinterradantrieb lassen sich besonders gut erkennen, wenn nicht allzu viele Extras an Bord sind.
☑ Der Basis-Panamera überzeugt mit seiner Leichtigkeit. Wobei „leicht“ relativ ist: Er wiegt immerhin 1.800 Kilogramm.
☑ Im Vergleich zum Vorgänger ist er deutlich besser geworden. Ich glaube, bei der Entwicklung des ersten Panamera hat Porsche herausgefunden, worauf es ankommt – und worauf man verzichten kann –, um eine große Limousine zu bauen, die ihrem Namen alle Ehre macht: kompromisslos schnell und so fahrspaßorientiert wie ein 911.
☑ Der neue Panamera erinnert in manchen Momenten an einen 911. Dafür sind die Kopffreiheit im Fond und der Kofferraum nicht gerade großzügig bemessen.
☑ Wichtiger, als bei Platzangebot mit Rivalen wie der Mercedes-Benz S-Klasse, dem BMW 7er und dem Audi A8 mitzuhalten, ist, dass der Wagen unverkennbar ein Porsche ist.
☑ Bei dieser Größe den Platz im Innenraum bis zu einem gewissen Grad zugunsten des Designs einzuschränken, trauen sich nur der Panamera und der Aston Martin Rapide.

Der Basis-Panamera bekommt also Bestnoten. Auch mein Mann meinte: „Der Panamera ohne Turbo war tatsächlich so leichtfüßig und mehr als gut genug.“ Im Artikel stand außerdem, dass auch der Cayenne in der zweiten Generation besser bewertet wurde als in der ersten. Beim Panamera scheint es genauso zu sein.

Das ist nachvollziehbar: Bei der ersten Generation musste Porsche sicher noch vieles ausprobieren. Auf dieser Grundlage konnte die zweite Generation dann einen großen Entwicklungssprung machen.

Und wie fährt sich der Sport Turismo?

Was ist mit dem Sport Turismo? Offenbar wurde diese Version nötig, weil der Panamera trotz seiner stattlichen Größe als sportliche Limousine auf vier Personen ausgelegt war – und viele sich eine Variante mit fünf Sitzplätzen wünschten.

☑ Der Wunsch nach einer Version mit fünf Sitzplätzen soll ziemlich groß gewesen sein.
☑ Im Normalmodus ist die Abstimmung beim entspannten Fahren konsequent auf Effizienz ausgelegt.
☑ Der Sport Turismo war im Test zwar ein Turbo-Modell ohne Hybridantrieb, aber schnell genug war er allemal.
☑ Mit 220 Kilogramm weniger auf den Rippen als der Turbo S E-Hybrid hielt ich ihn sogar für den schnellsten der drei.

So lautete das Urteil.

Das Gesamturteil zum Panamera

Auch beim Gesamturteil über den Panamera dachte ich immer wieder: „Genau so ist es – treffender kann man es kaum sagen.“ Hier ein paar Auszüge:

☑ Seit ich diese drei Modelle gefahren bin, beeindruckt mich der neue Panamera jedes Mal, wenn ich ihn auf der Stadtautobahn oder in der Stadt sehe.
☑ „Den Hut ziehen“ würde ich vielleicht nicht gleich – aber ich denke: „Da haben Sie sich etwas wirklich Gutes gekauft.“
☑ Der BMW 7er M760i und die AMG-Versionen der Mercedes-Benz S-Klasse können nicht mehr mit ihm mithalten.
☑ In Sachen Sportwagen steht er in einer ganz eigenen Liga.
☑ Beim neuen Panamera gibt es keinen Moment, in dem man vergisst, dass man fährt. Das Gefühl, selbst am Steuer zu sitzen, ist ausgesprochen stark.

Bei solchen Artikeln denke ich jedes Mal, wie beeindruckend die Arbeit von Motorjournalisten und Autoexperten ist. Natürlich kennen sie sich bestens mit Autos aus – aber sie finden auch immer die richtigen Worte und erklären ihre Eindrücke mit anschaulichen Vergleichen. Profis sind eben Profis!

Auch die übrigen Beiträge in dieser Ausgabe von „ENGINE“ waren ausgesprochen informativ und unterhaltsam. So viel Lesestoff für 1.000 Yen – wirklich beeindruckend, was ein Magazin alles bieten kann.

Die aktuelle Ausgabe kann übrigens hier bestellt werden. Sie ist ein echter Lesetipp!

→ ENGINE, Ausgabe Juli 2018

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