8 Maßnahmen, mit denen mein Porsche-Blog bei Google auf Platz 1 kam

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Platz 1 erreicht!

Diesen Blog habe ich am 13. Juni vergangenen Jahres gestartet.

Ich habe einen Blog gestartet! – No Panamera, No Life.

Schon über ein Jahr ist das her … Anfangs schrieb ich eigentlich nur Dinge wie: „Ich liebe den Panamera einfach!“ Seitdem ist einiges passiert. In letzter Zeit habe ich mich beim Schreiben immer stärker darauf konzentriert, dass es ein Blog rund um Porsche ist. Und gestern war es endlich so weit:

Bei der Google-Suche nach „Porsche Blog“ stand ich auf Platz 1!

Vielen Dank, dass ihr diesen Blog mit seinem unverkennbaren Kansai-Dialekt so regelmäßig lest. Natürlich gibt es insgesamt nicht besonders viele Porsche-Blogs – da ist es leichter, bei passenden Suchbegriffen weit oben zu landen als in manch anderem Themengebiet. Trotzdem möchte ich heute zusammenfassen, was ich unternommen habe, um Platz 1 zu erreichen. (Vielleicht hilft es ja auch jemandem, der einen Autoblog schreibt …)

Die Entwicklung im vergangenen Monat

Bis heute sind 219 Beiträge erschienen. Zum Stand vom 20. Juni 2018 sahen die kumulierten Zahlen der vergangenen 28 Tage so aus:

■ Nutzerstruktur → Männer: 90,2 %, Frauen: 9,8 %
■ Alter → 18–24 Jahre: 9,06 %, 25–34 Jahre: 23,77 %, 35–44 Jahre: 29,31 %, 45–54 Jahre: 26,54 %, 55–64 Jahre: 11,32 %
■ Sprache → Japanisch: 98,27 %, Englisch: 1,73 %
■ Durchschnittliche Verweildauer auf einer Seite → 00:01:55
■ Absprungrate → 56,52 %
■ Zugriffsquellen: Google/organic: 49,67 %, yahoo/organic: 28,91 %, direct: 14,52 %, twitter: 2,56 %, Blogmura: 0,97 %, Facebook: 0,59 %
■ Meistbesuchter Beitrag → Wie mich eine Probefahrt im neuen Panamera Turbo mit einem Gefühl der Niederlage zurückließ.
Der Beitrag ist allerdings ziemlich albern und mir inzwischen fast ein bisschen peinlich. (-_-)

So sieht es also aus. Die genauen Besucherzahlen möchte ich lieber nicht nennen – selbst als Kansai-Frau fände ich das irgendwie unangenehm. Angeblich gehören Blogs mit 10.000 Seitenaufrufen im Monat zu den oberen fünf Prozent. Wenn das stimmt, läuft es bei mir also gar nicht so schlecht.

Die Zugriffe auf den Blog sind allerdings erst gestiegen und die Beiträge bei Google-Suchanfragen sichtbarer geworden, seit mein Mann mich umfassend beim Blogbetrieb unterstützt. Hier sind die Maßnahmen, die dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

① Von Hatena Blog zu WordPress wechseln

Angefangen habe ich mit „Hatena Blog“, doch am 4. April 2018 bin ich zu WordPress gewechselt. Ich glaube, diese Entscheidung war ein wichtiger Schritt. Der ausschlaggebende Grund für den Wechsel waren die Grenzen bei Gestaltung und Betrieb, die sich mit Hatena Blog nicht überwinden ließen.

Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits rund 150 Beiträge veröffentlicht und mehr als 100 Leser bei Hatena Blog. Wegen des Risikos, dass die Zugriffszahlen stark einbrechen könnten (zumindest hatte ich das gehört), und des Aufwands, alle URLs umzuziehen, habe ich lange gezögert.

Aber wenn man ohnehin irgendwann umzieht, ist es besser, das möglichst früh zu tun – solange es noch weniger Beiträge gibt. Also habe ich es im April gewagt. Dieser Artikel hat mir dabei geholfen:

Von Hatena Blog zu WordPress wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung und wichtige Hinweise zu den Einstellungen.

Nach dem Umzug gingen die Zugriffszahlen zunächst zurück, erholten sich aber nach etwa einer Woche. Auch die URLs ließen sich problemlos übertragen. Im Nachhinein dachte ich: Das hätte ich schon viel früher machen sollen.

② AWS als Server nutzen

Viele nutzen wohl Sakura-Hosting oder einen Server, den sie gleich zusammen mit einer Domain buchen können. Für diesen Blog verwende ich jedoch AWS (Amazon Web Services). AWS ist ein Serverdienst, den der weltweit tätige Onlinehändler Amazon Unternehmen anbietet.

Auf den Amazon-Servern laufen jede Minute und jede Sekunde gewaltige Mengen an Transaktionen. Kein Wunder also, dass die Website schnell lädt und auch bei vielen Zugriffen nicht ausfällt. (So viele Zugriffe sind es bei mir natürlich nicht – für meine Zwecke ist das momentan eindeutig mit Kanonen auf Spatzen geschossen. (-_-))

Die Ladegeschwindigkeit einer Website ist aber ein wichtiger Faktor für die Bewertung durch Google. Und wenn Seiten langsam laden, werden Besucher ungeduldig und springen womöglich ab. Das sollte man also nicht unterschätzen. (Dass ich AWS nutzen kann, obwohl ich von Servern überhaupt keine Ahnung habe, liegt daran, dass mein Mann beruflich in der IT arbeitet.)

③ Ein WordPress-Theme von TCD verwenden

Das Design ist für einen Blog enorm wichtig. Ich bin aber weder Webdesignerin noch IT-Fachfrau und habe deshalb lieber eine fertige Lösung gewählt: ein Theme von TCD, einem Anbieter mit einer großen Auswahl an WordPress-Themes.

Die Themes von TCD sind erschwinglich, sehen gut aus und lassen sich auch ohne Fachkenntnisse leicht bedienen. Sie funktionieren auf dem Computer ebenso wie auf dem Smartphone. Statt auf eigene Faust zu viel anzupassen, fährt man oft besser damit, das Theme unverändert zu verwenden. Dieses Blog nutzt übrigens das Theme „Bloom“.

WordPressテーマ「Bloom(TCD053)」

Das Theme ist zwar auf ein weibliches Publikum ausgerichtet, doch schon andere Farben und Fotos verändern die Wirkung einer Website deutlich. Auch mit „MAG“ habe ich geliebäugelt.

WordPressテーマ「MAG(TCD036)」

Die Themes kosten ungefähr zwischen 10.000 und 30.000 Yen.

④ Keywords analysieren

Ich werfe in der Google Search Console einen Blick darauf, über welche Suchbegriffe Leser auf den Blog kommen, und schreibe gelegentlich passende Beiträge. Bei Themen rund um den Panamera achte ich zum Beispiel auf häufig gesuchte Begriffe wie „Probefahrt“, „Auslieferung“, „Kraftstoffverbrauch“ und „Sport Turismo“.

Solche Analysen liegen mir allerdings überhaupt nicht. Da raucht mir schnell der Kopf, und ich möchte mich nicht zu sehr verkopfen, sondern über das schreiben, worauf ich Lust habe. Deshalb schaue ich nicht allzu oft nach. (Auch wenn ich das eigentlich unbedingt regelmäßig tun sollte.)

Zum Glück behält mein Mann, der Autos liebt und Spaß an Analysen hat, die Zahlen im Blick und gibt mir Bescheid.

⑤ Auf hochwertige Beiträge achten

Statt Informationen aufzubereiten, die man auch anderswo findet, oder bloß Porsche-Nachrichten zusammenzufassen, versuche ich Beiträge zu schreiben, bei denen Leser denken: „So genau hast du das recherchiert?“ oder „Auf den Blickwinkel wäre ich gar nicht gekommen!“ Sie sollen interessant und hilfreich sein und einen echten Mehrwert bieten.

Natürlich habe ich beim Schreiben noch viel zu lernen. Und jeden Tag einen aufwendigen Beitrag zu verfassen, ist schwierig – deshalb gibt es zwischendurch auch mal einen leichteren Artikel.

Je nach Ausrichtung eines Blogs kann es durchaus eine sinnvolle Strategie sein, jeden Tag mehrere kurze, lockere Beiträge zu veröffentlichen. Zu meiner Persönlichkeit passt das aber nicht besonders gut. Ich kann einen Beitrag erst veröffentlichen, wenn ich ihn selbst gerne noch einmal lesen würde und mit gutem Gewissen sagen kann: „Lies das unbedingt!“ Deshalb möchte ich vorerst bei ungefähr einem Beitrag pro Tag bleiben.

⑥ Soziale Medien nutzen

Da ich diesen Blog anonym betreibe, mache ich in meinem persönlichen Umfeld kaum Werbung dafür. Deshalb habe ich Twitter, Facebook und Instagram ebenfalls ganz von vorn aufgebaut und probiere noch aus, was funktioniert.

Über soziale Medien kommen nach und nach mehr Leser auf den Blog. Ich möchte die verschiedenen Plattformen erst einmal weiter nutzen und besser verstehen, was sie besonders macht und wie man sie am besten einsetzt. Im Moment verwende ich sie so:

■ Twitter: Beiträge rund ums Auto und Austausch mit anderen Autobegeisterten
■ Facebook-Seite: hauptsächlich Hinweise auf neue Blogbeiträge
■ Instagram: Fotos vom Panamera und anderen Porsche-Modellen

Von diesen Plattformen macht mir Instagram persönlich am meisten Spaß. Selbst bekannte Rennfahrer aus dem Ausland liken meine Fotos oder hinterlassen Kommentare. Bilder überwinden Sprach- und Landesgrenzen ganz mühelos – das macht mich neugierig auf die Möglichkeiten, die sich daraus noch ergeben.

⑦ Blogmura

Bei Blogmura bin ich immerhin registriert – in der Porsche-Kategorie und, glaube ich, auch bei den deutschen Autos. Jeden Tag kommen einige Zugriffe über Blogmura, aber am Ende meiner Beiträge steht kein Banner, das zur Plattform führt. Mehr Leser direkt vom eigenen Blog wegzuschicken, ist nicht unbedingt ideal. Ich nutze Blogmura daher eher nach dem Motto: „Wenn darüber jemand auf meinen Blog kommt, umso besser!“

Aus irgendeinem Grund taucht mein Blog seit dem 13. Juni außerdem nicht mehr in den „Neuen Blogbeiträgen“ von Blogmura auf. Ich versuche gerade herauszufinden, woran das liegt.

⑧ Minkara

Das japanische „Minkara“ ist eines der größten sozialen Netzwerke für Autobegeisterte. Mein Mann meinte allerdings: „Auf Minkara sind viele Leute unterwegs, die sich wirklich gut mit Autos auskennen. Ob dieser Blog da gut ankommt?“ Einen Versuch war es trotzdem wert, also habe ich mir erst einmal eine ID angelegt.

Ich habe einmal eine Panamera-Besprechung geschrieben und ein paar Freundschaftsanfragen verschickt. Doch die Bedienung war kompliziert: Ich wusste nie, wo etwas zu finden war oder wo ich Einstellungen ändern konnte – und habe schließlich aufgegeben. (-_-) Inzwischen nutze ich Minkara nicht mehr. Entsprechend kommen von dort so gut wie keine Besucher.

Das nächste Ziel!

Auch wenn ich bei einer Suchanfrage einmal auf Platz 1 gelandet bin, können sich die Rankings natürlich täglich ändern. Trotzdem gilt:

Wenn ich es in Japan auf Platz 1 geschafft habe, ist doch klar, was als Nächstes kommt: Platz 1 weltweit! (lacht)

Zum Glück hat Porsche Fans auf der ganzen Welt. Auch wenn sich Fahrzeugausführungen und Rahmenbedingungen in Japan und anderen Ländern unterscheiden, gibt es viele Gemeinsamkeiten. Wenn Menschen aus aller Welt diesen Blog lesen, könnte das die Sache noch spannender machen.

Mein Mann hat das Übersetzungs-Plugin TranslatePress eingerichtet, das Googles künstliche Intelligenz für Übersetzungen nutzt. Wo die Übersetzung noch etwas holprig klingt, werde ich nach und nach nachbessern. So hoffe ich, auch mehr Leser aus dem englischsprachigen Raum zu erreichen.

Vielen Dank an alle, die regelmäßig mitlesen – ich freue mich, wenn ihr auch weiterhin dabei seid!

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