Drei Jahre Porsche 981 Boxster GTS: Kosten für den TÜV und Erfahrungen aus dem Alltag

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Porsche‑Unterhaltskosten

Drei Jahre mit dem Boxster

Schon bald sind drei Jahre vergangen, seit mein Mann seinen 981 Boxster GTS gekauft hat. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Deshalb fasse ich hier die wichtigsten Punkte der Hauptuntersuchung beim Porsche-Händler zusammen und teile die Erfahrungen meines Mannes nach drei Jahren mit seinem Boxster.

Der Kilometerstand liegt derzeit bei 30.600 km (im vergangenen Jahr war mein Mann nur selten mit dem Boxster auf Tour). Bei der Hauptuntersuchung gab es keine größeren Beanstandungen, und nach etwa einer Woche war der Boxster wieder zu Hause. Die Kosten und Arbeiten im Überblick:

① Verlängerung der Garantie um ein Jahr: 100.440 Yen
→ Ich hatte bereits den Artikel „Drei Jahre nach dem Neuwagenkauf: Lohnt sich die Porsche Approved Garantie für den Boxster?“ geschrieben. Letztlich haben wir die Garantieverlängerung beantragt.
② Hauptuntersuchung und Wartung: 213.074 Yen
・Einstellung der Scheinwerfer
・Austausch der Schrauben an den hinteren Bremssätteln
・Motorölwechsel (Mobil 1 5W-50), 7,5 l
・Austausch des Ölfilters
・Wechsel der Bremsflüssigkeit
・Austausch des Innenraumfilters
・Austausch der Luftfilter links und rechts
・Aktualisierung des Navigationssystems (letztes kostenloses Update)
・Batterie laden (kostenloser Service)
③ Steuern und Versicherung: 51.630 Yen
・Kfz-Gewichtssteuer für zwei Jahre: 24.600 Yen
・Pflichtversicherung für 24 Monate: 25.830 Yen

Damit beliefen sich die Gesamtkosten für die Hauptuntersuchung diesmal auf 365.144 Yen. Ganz schön happig, wenn nichts Größeres kaputt ist und allein die Werkstattkosten rund 200.000 Yen betragen … (;゚Д゚) (Mein Mann lässt bei der Hauptuntersuchung offenbar einfach alles machen, was der Händler empfiehlt. Er meint, dass es bestimmt auch günstiger ginge.)

Auch die Restprofiltiefe der Reifen und die Bremsbeläge wurden geprüft. Der hintere Reifen wurde nach einer Reifenpanne bereits einmal ersetzt, die Vorderreifen sind noch die ab Werk montierten. Mein Mann findet, dass sie sich erstaunlich gut halten – obwohl er mit dem Boxster schon mehrfach auf der Rennstrecke und bei Fahrtrainings war.

Reststärke Bremsbeläge: vorn 6,5 mm, hinten 8,0 mm
Restprofiltiefe: vorn 3,0 mm, hinten 5,0 mm

Das Fazit meines Mannes nach drei Jahren

Kommen wir nun zum Fazit des Boxster-Besitzers: Wie fällt die Bilanz nach drei Jahren aus? Mein Mann hat seine Erfahrungen selbst zusammengefasst. Deshalb gebe ich seinen Bericht hier bewusst unverändert in der Ich-Form wieder.

① Lenkung und Fahrwerk

Bei meiner ersten Fahrt fand ich den Boxster keineswegs unkomfortabel. Auf der Autobahn fiel mir jedoch auf, dass ich ein leicht raues Gefühl und feine Vibrationen im Lenkrad wahrnahm. Das war deutlicher als bei meinem früheren R171 SLK 350. Bei einer Inspektion ließ ich deshalb vorsichtshalber die Räder auf Unwucht prüfen – ohne Befund.

Eines Tages durfte ich auch den Cayman GTS eines Bekannten fahren. Auf derselben Strecke spürte ich im Lenkrad genau dasselbe wie im Boxster. Da wurde mir klar, dass kein Defekt vorlag, sondern dass sich das einfach so anfühlt.

Mittlerweile fällt mir das gar nicht mehr auf. Anfangs war ich wohl überrascht, wie viele Rückmeldungen die Porsche-Lenkung vermittelt.

② Fahrkomfort

Viele meiner Beifahrer sagen, der Boxster fahre „sehr geschmeidig“ oder „komfortabel“. An mangelndem Fahrkomfort liegt es also nicht. Trotzdem spürte ich kurz nach der Auslieferung eine gewisse „Steifigkeit“ der Federung.

Doch ab etwa 10.000 km war diese anfängliche Steifigkeit des Fahrwerks kaum noch zu spüren. Inzwischen federt der Boxster sehr geschmeidig. Dasselbe habe ich auch beim Panamera erlebt. Ich vermute deshalb, dass Porsche-Fahrwerke eine Weile brauchen, bis sie sich eingefahren haben.

Außerdem ist der Fahrkomfort besser, wenn der Tank gut gefüllt ist. Mit weniger Kraftstoff wird die Vorderachse leichter und das Fahrwerk fühlt sich für mich etwas hoppelig an. Deshalb tanke ich möglichst regelmäßig nach.

③ Verdeck

Das Verdeck ist hervorragend verarbeitet. Bevor ich es aus der Nähe gesehen hatte, dachte ich noch „Das ist doch bloß Stoff?“ Doch im Dachbereich befindet sich eine stabile Konstruktion aus Magnesium. Sie gibt nicht nach, und selbst bei sehr hohem Tempo flattert das Verdeck kein bisschen.

Es lässt sich per Knopfdruck vollautomatisch öffnen und schließen – während der Fahrt bis etwa 50 bis 60 km/h. Der Vorgang dauert gerade einmal neun Sekunden. So kann man auch auf einen plötzlichen Regenschauer schnell reagieren.

Für die Pflege reicht es, Schmutz und Staub mit einer Bürste mit Schweineborsten zu entfernen. Bei stärkeren Verschmutzungen kann man das Verdeck mit aufgeschäumtem Neutralreiniger vorsichtig reinigen.
Der Ansprechpartner beim Porsche-Händler hat mir dazu gesagt: „Sie müssen das Verdeck nicht bei jeder Autowäsche reinigen. Vogelkot sollten Sie aber sofort entfernen, denn sonst lässt er sich später nur schwer beseitigen.“

④ Reifen

Ab Werk waren auf meinem Boxster Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2 montiert. Ich persönlich mag Michelin-Reifen und hatte zunächst keine allzu hohen Erwartungen an Goodyear, da ich die Marke vorher noch nie gefahren war. Doch dieser Reifen hat mich wirklich überzeugt.

Der Reifen läuft rund, ist verschleißfest und überzeugt auch bei Geräuschentwicklung und Fahrkomfort. Besonders die Nasshaftung ist bemerkenswert. Bei einem Porsche-Fahrtraining gab es eine Übung auf bewässerter Fahrbahn, bei der wir das Auto gezielt ins Rutschen bringen sollten. Der Reifen hielt deutlich besser als erwartet. Während andere Fahrzeuge bei ähnlichem Tempo problemlos ins Gleiten kamen, blieb dieser Reifen so lange in der Haftung, dass es mir schwerfiel, den Boxster kontrolliert rutschen zu lassen.

Auch auf Landstraßen und nassen, kurvigen Strecken bietet er sehr viel Grip und ein hohes Sicherheitsgefühl. Dazu kommt eine effektive Wasserverdrängung: Selbst auf der nassen Autobahn fährt man mit diesem Reifen beruhigend sicher.

⑤ Motor

Schon bei der Auslieferung drehte der Motor wunderbar hoch – jedenfalls im Vergleich zu anderen Autos. Trotzdem erinnere ich mich an den Gedanken: „Ich hatte mir mehr Biss vorgestellt, ganz so scharf ist er gar nicht.“ Vor allem bei hohen Drehzahlen schien mir etwas Durchzug zu fehlen.

Als ich den Boxster eines Tages zur Inspektion beim Händler hatte, sagte mir ein Mitarbeiter aus dem Service:

„Porsche-Motoren laufen ab etwa 15.000 km erst richtig frei.“

Mit zunehmender Laufleistung änderte sich der Motor tatsächlich spürbar (bei meinem Auto etwa kurz vor 20.000 km). Ab ungefähr 25.000 km drehte er dann richtig befreit hoch. Besonders der Durchzug aus dem mittleren in den hohen Drehzahlbereich und der fast musikalische Klang machen richtig Freude.

Bei der Leistung und dem Drehmoment fragte ich mich „Werde ich das überhaupt beherrschen können?“ Doch daran gewöhnt man sich schneller, als man denkt. Heute empfinde ich die Leistung und das Drehmoment als gut beherrschbar.

Ein Panamera Turbo mit 550 PS wäre für mich eindeutig zu viel des Guten – in Japan gibt es nur wenige Gelegenheiten, die Leistung wirklich auszunutzen. Die 330 PS des Boxster GTS dagegen kann ich noch gut abrufen. Ehrlich gesagt dürfte er für meinen Geschmack sogar etwas weniger Leistung haben. Vielleicht ist in Japan ein einfacher Boxster genau richtig: ein Auto, dessen Motor man ohne Zurückhaltung hochdrehen kann.

⑥ Geräuschkomfort

Als offener Sportwagen ist der Boxster natürlich kein besonders leises Auto. Bei geschlossenem Verdeck und ausgeschalteter Sportabgasanlage lässt es sich aber angenehm cruisen. Man kann Musik oder Radio hören und muss sich mit dem Beifahrer nicht anschreien – anders als bei so manchem Supersportwagen von früher.
Im Sport- oder Sport-Plus-Modus steigt der Geräuschpegel deutlich, wenn man kräftig aufs Gas tritt. Doch es ist kein ohrenbetäubender Lärm, sondern ein kultivierter und zugleich kraftvoller Auspuffsound (wobei das natürlich Geschmackssache ist).

⑦ Kurvenstrecken

Der Boxster ist wie gemacht für kurvige Straßen. Er dreht sich um seine Fahrzeugmitte in die Kurve, und je enger die Kurve, desto ausgeprägter ist dieses Gefühl. Das ist weniger ein leichtfüßiges Tänzeln als vielmehr, als würde man mit einem Zirkel einen Bogen nach dem anderen zeichnen.

Ein Bekannter, der normalerweise einen Sportwagen mit Frontmotor und Hinterradantrieb fährt, saß einmal bei mir auf dem Beifahrersitz. Seine Überraschung darüber, wie anders sich die Karosserie in der Kurve verhält und wie die Querkräfte wirken, ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.

⑧ Bremsen

Porsche-Bremsen haben ihren guten Ruf nicht von ungefähr. Kurz nach der Auslieferung quietschten die Bremsen häufig, doch gegen Ende der Einfahrzeit war das Geräusch verschwunden. Neben der überzeugenden Bremsleistung ist vor allem die präzise Dosierbarkeit ein Merkmal der Porsche-Bremsen. Die Bremskraft lässt sich gut über den Pedaldruck steuern; der Pedalweg ist dabei nicht besonders lang. Das Pedalgefühl ist direkt und präzise, sodass man von niedrigen bis hohen Geschwindigkeiten jederzeit genau bremsen kann. Dass Bremsen sogar Spaß machen können, ist eine der Besonderheiten eines Porsche.

⑨ Karosseriesteifigkeit

Viele fragen sich vermutlich, ob ein Cabriolet ausreichend steif ist. In meinen Unterlagen steht für den 981 Cayman eine Torsionssteifigkeit von 40.000 Nm/Grad und für den Boxster von 17.000 Nm/Grad. Auf den ersten Blick könnte man deshalb an der Steifigkeit des Boxster zweifeln – nötig ist das aber überhaupt nicht.

Auf der Landstraße, der Autobahn und auf kurvigen Strecken habe ich nie einen Mangel an Steifigkeit gespürt. Fährt man mit geschlossenem Verdeck über eine schlechte Straße, hört man zwar gelegentlich ein leichtes Reiben zwischen Verdeck und Karosserie – mehr aber auch nicht. Nur auf der 100R-Kurve des Fuji Speedway hatte ich bei etwas sportlicherem Tempo manchmal ein leicht unsicheres Gefühl. Das war im Alltag in Japan eigentlich die einzige Situation, in der mir die Steifigkeit auffiel.

⑩ Autobahn

Auf der Autobahn vermittelt der Boxster ein durchweg sicheres Gefühl. Schon im Normal-Modus fährt er sich überzeugend; mit dem Fahrwerk im Sport-Modus wirkt er so wendig wie ein Fisch im Wasser. Spurwechsel, Beschleunigen und Bremsen gelingen exakt so, wie man es erwartet – schnell und mit einem hohen Sicherheitsgefühl. Für lange Reisen als Gran Turismo halte ich den 911 allerdings für die bessere Wahl. Der Boxster ermüdet zwar nicht, aber der 911 liegt noch souveräner auf der Straße.

Auf der langen Geraden des Fuji Speedway, wenn man mit mehr als 200 km/h unterwegs ist, kann einem der Abtrieb etwas knapp vorkommen. Für extrem schnelle Autobahnfahrten ist der Boxster daher nicht unbedingt in seinem Element. (Das gilt im Vergleich zu einem Panamera und ähnlichen Modellen; gegenüber gewöhnlichen Autos macht er sich sehr gut.) Solange man nicht auf der Überholspur der Autobahn ohne Tempolimit unterwegs ist, spielt das keine Rolle. In Japan muss man sich darüber keine Gedanken machen.

⑪ Alltagstauglichkeit

Mein Auto hat nicht das Sportfahrwerk, sondern das serienmäßige PASM des GTS. Bei den Einfahrten zu den Supermärkten und Tankstellen in meinem Alltag bin ich noch nie aufgesetzt. Um die geringe Bodenfreiheit muss man sich also keine Sorgen machen.

Vorsicht ist lediglich beim rückwärts Einparken an hohen Radstoppern geboten: Dabei könnte man mit dem unteren Teil des hinteren Stoßfängers aufsetzen. Ich fahre deshalb nie bis an den Radstopper heran, sondern lasse immer etwas Abstand.

Mit einer Breite von rund 1.800 mm passt der Boxster in die meisten Parkhäuser mit mechanischen Parksystemen. Auch normale Parkplätze sind kein Problem, und selbst auf engen Straßen ist die Fahrzeugbreite gut zu handhaben.
Auch beim Gepäck ist der Boxster alltagstauglich: Wie ich bereits im Blog gezeigt habe, gehört er unter den offenen Zweisitzern zu den Modellen mit besonders viel Stauraum.

ポルシェ ボクスターのトランクは結構ものが積める – スーツケースも余裕で入る!

Das war das Fazit meines Mannes. Er meinte lachend: „Wenn du willst, kann ich noch viel ausführlicher berichten – aber fürs Erste reicht das.“ Wenn ich das so lese, bekomme ich selbst richtig Lust, den Boxster besser fahren zu lernen. Am nächsten Wochenende kommt meine Schwiegermutter zu uns. Dann werde ich die Gelegenheit nutzen und unbedingt mit dem Boxster mit Schaltgetriebe üben!

Hiro

Ich bin Minas Ehemann. Ich fahre Autos nicht als Mode oder Statussymbol. Mir gefallen Wagen, die Spaß machen, als Industrieprodukt überzeugen und in denen man die Absicht der Macher spürt. Lange Touren sind meine Leidenschaft, und ein Auto zählt erst, wenn man es fährt. An freien Tagen reise ich mit unseren Wagen durch Japan. Im Blog schreibe ich vor allem Fahrberichte und Tourenberichte und kümmere mich um die Technik der Seite und ums Tuning.

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