Einfahren des neuen Porsche 911 Carrera T: Die erstaunlichen Veränderungen nach einer Woche

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So verändert sich der 911 Carrera T nach der Auslieferung

Seit der Auslieferung unseres 911 Carrera T sind zwei Wochen vergangen. Aktuell fahren wir ihn mit Begeisterung ein. Der Kilometerstand liegt bei 500 km – bis zum Ende der Einfahrzeit fehlen also noch 2.500 km (lacht).

In der Betriebsanleitung des Fahrzeugs (911, Modelljahr 2022) finden sich zum Einfahren folgende Hinweise:

Bei einem Neufahrzeug müssen sich die beweglichen Teile zunächst aufeinander einspielen. Bis zu einer Laufleistung von 3.000 km ist deshalb eine Einfahrzeit erforderlich. Während dieser Zeit können Öl- und Kraftstoffverbrauch etwas höher als üblich sein. Beachten Sie während der Einfahrzeit bitte folgende Punkte:
・Fahren Sie möglichst längere Strecken. Vermeiden Sie nach Möglichkeit häufige Kaltstarts und wiederholte Kurzstrecken.
・Nehmen Sie nicht an Motorsportveranstaltungen oder Sportfahrschulen teil.
・Drehen Sie den Motor nicht in hohe Drehzahlbereiche (über 4.000 U/min).
・Fahren Sie den Motor im kalten Zustand mit niedrigen Drehzahlen.

Ich würde gern möglichst lange Strecken fahren, aber unter der Woche stehen ständig Arbeitstermine an. Und wenn ich das Auto nutze, dann meist, um die Kinder abzuholen oder zum Supermarkt zu fahren. Das macht es nicht gerade einfach.

Wenn ich Zeit habe, nehme ich deshalb gern einen kleinen Umweg. Außerdem achte ich darauf, den Motor möglichst nicht abzustellen, bevor das Öl seine Betriebstemperatur erreicht hat. Ich versuche, bei jeder Fahrt mindestens 20 Minuten unterwegs zu sein.

Porsche 911 Carrera T

In diesem Beitrag erzähle ich, was sich nach einer Woche seit der Auslieferung verändert hat.

Da ich jeden Tag mit dem Carrera T unterwegs bin, fiel mir nur auf: „Irgendwie hat sich vielleicht etwas verändert.“ Mein Mann dagegen stieg nach einer Woche Pause wieder ein – und war ziemlich überrascht.

Der 911 Carrera T nach einer Woche: Was sich verändert hat

Das ist mir nach einer Woche aufgefallen – und diese Eindrücke haben sich noch einmal bestätigt:

Kräftigerer Motorsound und besseres Ansprechverhalten

Am Tag der Auslieferung dachte ich: „Beim Anlassen klingt der Motor laut, aber sobald man losfährt, wird er deutlich leiser – auch wenn er natürlich immer noch lauter ist als in einem normalen Auto.“

Im Innenraum bekam ich den Motorsound kaum zu hören. Ich sagte zu meinem Mann sogar: „Der 981 klingt doch besser … Ich vermisse seinen Sound.“

Am Tag nach der Auslieferung fuhren wir zum Royu Driveway. Dort trafen wir einen Porsche-Besitzer, den mein Mann kennt. Er setzte sich neben meinen Mann, der am Steuer saß, und meinte mit einem verlegenen Lächeln: „Stimmt … der ist wirklich sehr leise. Aber bestimmt kommt das noch! Das wird schon noch!“

Nach etwa 300 km wurde der Motorsound während der Fahrt allerdings hörbar kräftiger. Am Steuer dachte ich: „Oh, der klingt ja überraschend gut!“ Als mein Mann nach einer Weile wieder mitfuhr, sagte er:

„Der Carrera T klingt jetzt in Lautstärke und Klangfarbe fast wie unser 992 Cabriolet ohne Ottopartikelfilter. Wahnsinn, wie viel sich in einer Woche verändert hat! Das klingt richtig gut!“

Auch das Ansprechverhalten des Motors scheint sich verbessert zu haben. Am Tag der Auslieferung kam mir die Reaktion noch etwas träge vor. Nach einer Woche fühlte sich der Motor direkter an, und das Fahren machte noch mehr Spaß.

Porsche 911 Carrera T

Der Carrera T ist wirklich leicht und agil

Als ich bei der Auslieferung zum ersten Mal einstieg, dachte ich: „Der Carrera T wurde zwar leichter gemacht, aber so deutlich spüre ich das gar nicht.“

Wenn ich so darüber nachdenke, lag das wohl daran, dass ich davor einen Swift Sport gefahren war, der weniger als eine Tonne wiegt.

Später fuhr ich nach längerer Zeit wieder unser 992 Cabriolet. Da staunte ich: „Moment, war das 992 Cabriolet schon immer so schwer? Wenn ich es damit vergleiche, ist der Carrera T wirklich leicht!“ Ich musste meinem Mann gleich eine Nachricht aus dem Auto schicken (lacht).

Der Carrera T ist leichter und fühlt sich deshalb auch beim Fahren besonders agil an. Er reagiert flink und fährt sich wunderbar leichtfüßig – das macht richtig Spaß.

Unser 992 Cabriolet wirkt dagegen deutlich schwerer. Dafür liegt es sehr satt auf der Straße und fühlt sich so steif und solide an, dass ich mich frage: „Ist das etwa ein Allradler?“

Der Carrera T ist leicht und agil. Das wird einem erst im direkten Vergleich so richtig bewusst.

Porsche 911 Cabriolet

Mit oder ohne Privacy-Verglasung

Das war zwar nicht geplant, aber eigentlich wollte ich für die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe die optionale Privacy-Verglasung bestellen.

Bei der endgültigen Bestellung war ich überzeugt, die Option mit ausgewählt und den Konfigurationscode so weitergegeben zu haben. Tatsächlich hatte ich sie aber vergessen – das fiel mir erst nach der Auslieferung auf, als mein Mann mich darauf hinwies (lacht).

Ich dachte zunächst: „Dann lasse ich eben irgendwo eine Folie anbringen.“ Doch beim Fahren stellte sich überraschenderweise heraus: Ohne Privacy-Verglasung ist die Sicht nach hinten deutlich klarer, was das Fahren erleichtert.

Mein Carrera T hat Linkslenkung, und beim Einfädeln ist die Sicht nach rechts hinten eingeschränkt. Ohne Privacy-Verglasung fällt mir dieser tote Winkel allerdings weniger störend auf.

Auch optisch wirkt das Auto so schön schlicht. Im Moment lasse ich es daher erst einmal, wie es ist.

Der Nutzen der Hinterachslenkung

Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck – vielleicht bin ich auch einfach nicht besonders feinfühlig (wahrscheinlich ist es so, haha).

In Kurven, etwa am Royu Driveway, lenkt die Hinterachslenkung den Wagen sehr willig und präzise ein. Da dachte ich: „Das ist ja unglaublich!“ Beim Einparken fällt der Effekt für mich dagegen weniger deutlich aus.

Unser früherer Panamera Turbo hatte ebenfalls eine Hinterachslenkung. Damit ließ sich das Einparken sehr einfach erledigen, und ich freute mich jedes Mal: „So ein großes Auto – und trotzdem passt es auf Anhieb!“ Beim Carrera T finde ich das Parken weder auffallend einfacher noch schwieriger.

Vielleicht würde ich den Unterschied besser bemerken, wenn ich einen Carrera T ohne Hinterachslenkung fahren könnte.

Porsche 911 Carrera T

Die Lenkung ist leichtgängig

Als ich nach längerer Zeit wieder das 992 Cabriolet fuhr, fiel mir sofort auf, wie schwer die Lenkung ist. Nicht ganz so schwer wie bei einem luftgekühlten Porsche 964, aber doch ähnlich. Im Vergleich dazu lenkt sich der Carrera T sehr leicht.

Die Lenkung ist so leichtgängig, dass ich mich fragte: „Habe ich etwa die Servolenkung Plus bestellt?“

Das liegt vermutlich weniger am Carrera T als am unterschiedlichen Modelljahr. Das Auto lässt sich jedenfalls sehr angenehm fahren, und die leichtgängige Lenkung passt hervorragend zum agilen Charakter des Carrera T.

Ich möchte den Carrera T bald fertig einfahren

Da die Einfahrzeit noch nicht vorbei ist, habe ich das volle Potenzial des Autos noch längst nicht erlebt. Mein Mann meinte: „Wenn er sich schon nach einer Woche so verändert, freue ich mich riesig auf das, was noch kommt!“ Das geht mir genauso.

Ich bin wirklich gespannt, wie sich der Carrera T weiterentwickelt.

Erst später wurde mir klar, dass ich die Hinweise zum Einfahren falsch verstanden hatte. Ich war überzeugt, dass ich möglichst konstant mit 4.000 U/min fahren müsse – offenbar hatte ich die Anleitung gründlich missverstanden (lacht).

Auf der Autobahn fuhr ich deshalb zum Beispiel im dritten Gang mit 4.000 U/min. Mein Mann fragte: „Warum denn das? Da steht, dass du nicht über 4.000 U/min drehen sollst! (lacht)“ Erst da merkte ich meinen Fehler.

Wenn man kurz darüber nachdenkt … eigentlich ist es ja ganz klar.

Porsche 911 Carrera T

Mein Mann meinte allerdings:

„Vielleicht hat es sogar einen positiven Effekt, dass du den Motor etwas stärker belastet und mit 4.000 U/min gefahren hast. Der Motorsound ist ja auch kräftiger geworden. Wer weiß, vielleicht hängt das zusammen (lacht).“

Das sagte er jedenfalls (lacht).

Wie auch immer: Ich werde den Carrera T noch eine Weile einfahren. Am liebsten wäre mir, nach etwa drei Monaten damit fertig zu sein und endlich richtig fahren zu können.

Auch die Eindrücke meines Mannes werde ich künftig immer wieder mit euch teilen.

 

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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