【Porsche Owners File #12】Macan S (2015, frühes Modell): Kauf, Sonderausstattung und Fahrbericht
Veröffentlicht: 2019.04.28
Hallo zusammen! Ich bin Mina, die Betreiberin des Blogs „Willkommen zu Hause, PORSCHE“. Auf Wunsch unserer Leserinnen und Leser, die sich echte Erfahrungsberichte von Porsche-Besitzern wünschen, entstand unsere Reihe „Porsche Owners File“. In der zwölften Folge berichtet „Kurumania“ über den Kauf, die Sonderausstattung und das Fahrerlebnis mit seinem Macan S (frühes Modell, Baujahr 2015). Zum ersten Mal kommt in unserem Blog ein Macan-Besitzer zu Wort – viel Freude beim Lesen!
〘Informationen zum Besitzer〙
・Fahrzeug in diesem Beitrag: Macan S
・Pseudonym: Kurumania
・Familie: 33 Jahre, ledig
・Bisherige Fahrzeuge:
【Alltagsfahrzeuge】:
BMW X5 → Mercedes-Benz CLS 350
→ Porsche Macan S (aktuell) + Range Rover Autobiography (aktuell) + Lexus NX 300h (Dienstwagen)
【Sportwagen】:
BMW Z4 (E85) → 911 Carrera S (991, erste Generation) → Ferrari 458 Spider (aktuell) → 911 Carrera GTS (991, zweite Generation; aktuell)
・Eine Botschaft an die Leser:
„Ich möchte offen darüber schreiben, dass ein Porsche ein großartiges Auto ist, man im Alltag als Besitzer aber durchaus auch Dinge finden kann, die einen stören.“
1) Wie es zum Kauf kam
Warum ich mich für einen Porsche entschieden habe
Der Grund für meine Wahl ist schlicht: Ich liebe Autos. Aber ich bin nicht einfach nur ein Autofan.
Schon immer hat mich die Faszination für Technologie begleitet: von der Entwicklung der Computer über Elektrogeräte bis hin zu Uhren und Smartphones – ich interessiere mich für technische Innovationen aller Art. Irgendwann kam ich zu dem Schluss:
„Ein Auto ist ein Industrieprodukt, in dem die modernste Technik seiner Zeit zusammenkommt“ – und zugleich „das technisch aufwendigste Produkt, das man als Privatperson besitzen kann“.
Deshalb begeistern mich auch Formel 1 und andere Formen des Spitzenmotorsports.
Auch im Automobilbau gibt es zahlreiche technologische Fortschritte – bei der Metallumformung, der Karosseriestruktur, dem Motor (wobei ich besonders viel Wert auf den Motor lege), dem Fahrwerk und den Bremsen. Doch ich finde: Ein Auto ist weit mehr als ein bloßes Industrieprodukt.
An Autos lassen sich so viele Dinge ablesen: die unterschiedlichen Ansätze der Hersteller, moderne Technik zusammenzubringen, die kulturellen Unterschiede zwischen Ländern, das Design und vieles mehr.
Genau diese Tiefe und Vielfalt hat mich gepackt.
Außerdem möchte ich selbst das Können entwickeln, die Leistung eines Autos wirklich auszuschöpfen. Deshalb trainiere ich unter anderem auf Rennstrecken und habe dort meinen Spaß.
Ich bin kein Porsche-Fanatiker
Trotzdem bin ich nicht unbedingt auf die Marke Porsche festgelegt.
Auch innerhalb der Porsche-Modellpalette gibt es Autos, die ich gern hätte, und andere, die mich weniger interessieren. Beim Macan S war es einfach so, dass er damals am besten zu meinen Bedürfnissen passte. Ich besitze auch einen 911 (991), und im Grunde gilt für ihn dasselbe.
Warum ich den Macan gewählt habe
Zuvor fuhr ich einen BMW X5, den ich später gegen einen Mercedes-Benz CLS 350 eintauschte. Danach wollte ich wieder ein SUV fahren. Gleichzeitig sollte es sich auch im Alltag zumindest ein wenig sportlich anfühlen – und genau zu diesem Zeitpunkt wurde der Macan vorgestellt.
Unter den sportlichen SUVs kam für mich nichts anderes als der Macan infrage. Denn:
„Der Macan bietet die beste Sportlichkeit aller SUVs – und ist dem Cayenne dabei deutlich überlegen.“
Ich hielt den Macan für ein derart sportliches SUV, dass ich sogar dachte: „Auf einer kurvigen Bergstraße kann ein Lamborghini Urus mir ruhig kommen!“ Also bestellte ich ohne zu zögern einen Macan S.
2) Ausstattung und Innenraum
Außen- und Innenraumfarben
Ich entschied mich für die Katalogkombination blaue Außenfarbe und Innenraum in Luxorbeige. Bei den Sitzen wählte ich Kunstleder statt Leder.

Der Grund dafür: Wenn man bei einem Auto dieser Klasse Leder und weitere Extras auswählt, steigen die Sonderausstattungskosten bei Porsche (und auch bei den Wettbewerbern) schier endlos weiter.
Ich wollte mich an ein Budget halten, das im Rahmen dieses Fahrzeugsegments blieb. Als Konkurrenzmodelle hatte ich mittelgroße SUVs wie den Mercedes-Benz GLC und den BMW X4 im Blick.
Sport-Chrono-Paket
Auf das Sport-Chrono-Paket verzichtete ich ebenfalls. Für den Wiederverkauf wäre es natürlich besser gewesen, es mitzubestellen. Freunde ziehen mich deshalb manchmal auf: „Hast du die Uhr irgendwo verloren?“ (lacht)
Räder
Ich nahm keine größeren Räder, sondern blieb bei den serienmäßigen 18-Zoll-Rädern. Bei Probefahrten mit Macan S auf 19- und 20-Zoll-Rädern merkte ich, dass das höhere Gewicht der Räder das Beschleunigungsgefühl spürbar verschlechtert.
Im Nachhinein denke ich aber, dass 19 Zoll vielleicht doch die bessere Wahl gewesen wären. Denn Sportreifen gibt es erst ab 19 Zoll. Mit dem hohen Reifenquerschnitt der 18-Zoll-Bereifung eines SUV spürt man auf kurvigen Bergstraßen die Verformung des Reifens deutlich; wenn man es übertreibt, setzt schnell Untersteuern ein.
Fahrwerk
Ich wollte lieber Sportlichkeit als Komfort und hielt ein Luftfahrwerk deshalb nicht für nötig. Für ein Alltagsauto, das vor allem als unkomplizierter Begleiter dient, wäre es vermutlich eine gute Wahl. Wenn man aber sportliches Fahren erwartet, schien mir das konventionelle Stahlfederfahrwerk besser geeignet.
Das sehen nicht nur ich und mein Porsche-Ansprechpartner so, sondern offenbar auch alle anderen. Also wird es wohl stimmen. Allerdings ist das Fahrwerk dadurch unangenehm auf Unebenheiten (Wellen und Höhenunterschiede) abgestimmt.
Weitere Sonderausstattung
Da ich den Macan S hauptsächlich für den Arbeitsweg und Fahrten auf der Autobahn nutzte, bestellte ich alle verfügbaren Sicherheitsassistenzsysteme, darunter den Spurwechselassistenten und den Tempomaten. Da ich zusätzlich einen Sportwagen besitze, legte ich bei der Ausstattung mehr Wert auf Sicherheit als auf Sportlichkeit. Dazu gehörten beispielsweise zusätzliche Airbags im seitlichen Dachbereich.
Preis der Sonderausstattung
Mit Sonderausstattung kostete der Macan rund 10,5 Millionen Yen – umgerechnet damals etwa 105.000 Euro. Die Extras machten davon ungefähr 2,5 Millionen Yen aus. Porsche-Modelle sind ab Werk nur spärlich ausgestattet; um auf ein ähnliches Ausstattungsniveau wie vergleichbare Fahrzeuge zu kommen, muss man meiner Meinung nach rund zwei Millionen Yen zusätzlich einplanen.
Das ist schon teuer.
Andererseits fließt das Geld in die Fahrdynamik. Trotzdem vergleichen Käufer Autos innerhalb desselben Segments. Deshalb finde ich, dass sich am Ende Preis, vergleichbare Ausstattung und erstklassige Fahreigenschaften in einem stimmigen Gesamtpaket vereinen müssen.
3) Der Weg bis zur Auslieferung
Die Auslieferung verzögerte sich immer weiter
Ich bestellte den Macan im Oktober, zunächst hieß es, die Auslieferung sei für März geplant. Am Ende verzögerte sie sich jedoch immer weiter. Der Mercedes-Benz CLS, den der Macan ablösen sollte, musste im August zur Hauptuntersuchung. Ich bestellte den Macan, weil mir zugesichert worden war, dass er spätestens bis dahin geliefert würde. Doch nach und nach sah es immer weniger danach aus.
Natürlich lag die Verzögerung eher beim Hersteller als beim Händler. Trotzdem ließ auch die Betreuung durch den Verkäufer zu wünschen übrig. Von selbst meldete er sich nie, und wenn ich anrief, sagte er jedes Mal: „Ich wollte Sie gerade anrufen!“ (lacht)
Ehrlich gesagt war ich von der Gastfreundschaft und dem Kundenservice dieses Porsche-Zentrums enttäuscht. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist die Mitarbeiterschulung bei Cornes konsequenter.
Nebenbei habe ich einmal gehört, dass Japan bei einer von Porsche AG veranlassten Kundenzufriedenheitsbefragung (mit Testkunden) im internationalen Vergleich auf dem letzten Platz lag. Vielleicht sind japanische Kunden besonders anspruchsvoll. Nach meinen eigenen Erfahrungen konnte ich mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass es auch bei der Betreuung durch den Händler Verbesserungsbedarf gibt.
Die verspätete Macan-Auslieferung
Am Ende kam der Macan nicht rechtzeitig zur Hauptuntersuchung des CLS im August. Also musste ich den CLS zuerst abgeben. Als Ersatzwagen stellte mir das Porsche-Zentrum einen Prius der ersten Generation mit abgeblättertem Lack zur Verfügung. Für einen BMW oder Audi sollte ich dagegen bezahlen. Da dachte ich ehrlich gesagt:
„Ihr habt mir gesagt, der Macan kommt frühestens im März und ganz sicher noch vor der Hauptuntersuchung des CLS im August. Deshalb habe ich ihn bestellt. Und jetzt soll ich für einen BMW oder Audi als Ersatzwagen bezahlen? Anderen Kunden stellt ihr doch für einen Werkstatttermin einen 911 oder Cayman hin …“
Als mein Lexus im Vorjahr verspätet ausgeliefert wurde, hatte der Händler mir übrigens dasselbe Modell zur Verfügung gestellt, das ich bestellt hatte. Ich dachte nur: „Porsche-Händler behandeln junge Neukunden also schlecht …“ (lacht).
So kam es, dass mein Macan S erst nach den japanischen Obon-Feiertagen im August ausgeliefert wurde.
Allerdings würde ich diese Erfahrungen eher dem persönlichen Engagement des Verkäufers zuschreiben als Porsche insgesamt. Ich konnte ihm nicht vertrauen und bat deshalb darum, bei der Bestellung meines Carrera S ein halbes Jahr später einen anderen Ansprechpartner zu bekommen.
So hatte der Macan einen ziemlich holprigen Start. (lacht)
Probleme mit dem Kundendienst
Danach kam es auch beim Service zu mehreren Zwischenfällen:
① Nach dem ersten Ölwechsel beim Händler holte ich das Auto ab und entdeckte auf Fahrer- und Beifahrersitz mehrere Flecken, die wie Öltropfen aussahen.
② Nachdem jemand mein Auto auf einem Münzparkplatz angefahren und Fahrerflucht begangen hatte, gab ich es zur Reparatur ab. Bei der Abholung stellte sich heraus, dass alle Daten auf der Festplatte des Audiosystems gelöscht waren. (lacht)
③ Bei der Abholung nach der Jahresinspektion sah ich vorsichtshalber noch vor der Abfahrt nach dem Rechten – und entdeckte, dass der Deckel des Aschenbechers abgebrochen war. Also musste das Auto direkt wieder in die Werkstatt. (lacht)
Da dachte ich wirklich, dass etwas nicht stimmen kann, und sprach den Händler darauf an.
Nach dem Kauf des Carrera S …
Später kaufte ich zusätzlich einen Carrera S. Seitdem gab es mit dem Händler keine besonderen Probleme mehr. Seit der Wechsel des Ansprechpartners ist der Service in Ordnung – nicht außergewöhnlich, aber zufriedenstellend.
Ich erwarte ohnehin keine übertriebene Aufmerksamkeit. Wenn man sich einfach zuverlässig um mich kümmert, bin ich zufrieden. Wenn mir die Betreuung nicht gefällt oder die Chemie nicht stimmt, finde ich, dass man ohne Bedenken um einen anderen Ansprechpartner bitten kann. Oder man wechselt gleich den Händler – auch wenn es nicht immer leicht ist, das anzusprechen.
Darüber möchte ich später noch in meinem Porsche Owners File zum Carrera berichten.
Allerdings hatte ich schon den Eindruck, dass sich die Betreuung schlagartig verbesserte, nachdem ich zusätzlich einen Carrera gekauft hatte und mit meinem Ferrari zum Händler fuhr. Plötzlich bekam ich für Werkstatttermine aktuelle Cayman oder Carrera als Ersatzwagen. (schwitz)
4) Der Macan im Alltag: Erfahrungen als Besitzer
① Motor
Als Motorenfan verbinde ich Porsche-Motoren vor allem mit dem Eindruck, dass sie präzise und sauber konstruiert sind. Motoren, die mich emotional völlig mitreißen und durch ihren Charakter besonders faszinieren, gibt es meiner Meinung nach eher selten. Die Boxermotoren in den Sportwagen einmal ausgenommen.
Der V6-Turbomotor des Macan S hat mich daher nicht unbedingt begeistert. Für mich ist er ein ganz normaler, sorgfältig konstruierter Motor.

② Getriebe
Einer der Gründe, warum mich der Macan S interessierte und ich ihn kaufen wollte, war, dass er als SUV ein Doppelkupplungsgetriebe hat. Beim sportlichen Fahren sorgt das für ein Maß an Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug, das andere SUVs nicht bieten.
Im Alltag frage ich mich allerdings, ob das PDK zum hohen Gewicht eines SUV passt. Vor allem verträgt es sich nicht besonders gut mit der Start-Stopp-Automatik. Wenn der Motor beim Aus- und Einkuppeln ausgeht und wieder startet, kann sich das Auto ruckelig anfühlen.
Das betrifft vermutlich das frühe Modell; nach der Modellpflege könnte das Problem behoben worden sein. Überprüfen konnte ich das allerdings nicht.
Zuvor fuhr ich einen Mercedes-Benz CLS. Natürlich gehört er einem anderen Segment an, aber selbst wenn ich das berücksichtige, sehe ich beim Getriebe noch Verbesserungspotenzial.
Nach drei Jahren mit dem Macan hatte ich über 70.000 Kilometer zurückgelegt. Mit dem PDK selbst gab es keine Probleme. Allerdings machten sich ein ruckeliges Verhalten des Transaxle-Antriebsstrangs und ein Rupfen beim Anfahren bemerkbar. Das Rupfen zeigte sich, wenn ich beim Anfahren mehrmals die Kupplung abrupt kommen ließ oder bei niedriger Geschwindigkeit in einem kleinen Gang das Gaspedal plötzlich durchtrat und so wiederholt schlagartig Drehmoment abrief.
Laut meinem Ansprechpartner beim Händler würde ein Austausch etwa 200.000 Yen kosten. Deshalb frage ich mich, ob es nicht langsam Zeit ist, den Macan abzugeben.
③ Lenkung und Bremsen
Bei SUVs gibt es meiner Meinung nach kein anderes Modell, das den Macan S, Macan GTS oder Macan Turbo übertrifft.
Unter den SUVs kommt schlicht kein anderes Modell an den Macan heran.
Trotzdem würde ich nicht so weit gehen, zu sagen, er sei einem Sportwagen ebenbürtig. Schließlich bleibt er ein SUV mit hohem Schwerpunkt. Wer zu viel Sportwagen-Feeling erwartet, könnte ehrlich gesagt enttäuscht sein.
Auf kurvigen Bergstraßen lässt sich der Macan mühelos und mit viel Freude in einem ordentlichen Tempo bewegen. Wenn man noch mehr fordert, wird einem aber klar: „Ja, es ist eben doch ein SUV.“
Seine Fahrleistungen sind dennoch mehr als überzeugend. Die breitere Spur im Vergleich zum Audi Q5 trägt zusätzlich zum Kurvenspaß bei. Aufgrund der Haldex-Generation-5-Basis mit Frontantrieb und einem Motor, dessen Schwerpunkt vor der Vorderachse liegt, neigt der Macan beim sportlichen Fahren erwartungsgemäß zu Untersteuern.
Wer ihn am Maßstab eines Sportwagens misst, findet vielleicht manches auszusetzen. Als SUV betrachtet, bekommt er von mir aber 120 von 100 Punkten.

④ Verbrauch
Der Verbrauch ist durchschnittlich. In der Stadt liegt er bei 7 bis 8 km/l, auf der Autobahn bei knapp 12 km/l (selbst mit sehr zurückhaltender Fahrweise konnte ich keine 12 km/l halten). Bei normaler Nutzung, einschließlich Autobahnfahrten, sind es etwa 10 bis 11 km/l.
Am Verbrauch habe ich nichts auszusetzen. Der Tank ist für ein SUV dieser Klasse allerdings eher klein (65 Liter). Der Verbrauch ist also durchschnittlich, aber weil man häufiger tanken muss, entsteht leicht der Eindruck, das Auto sei durstig.
⑤ Fahrkomfort und Fahrgefühl
Da der Macan konsequent auf Sportlichkeit ausgelegt ist, liegt er sehr flach auf der Straße. Im Vergleich zu anderen SUVs ist die straffe Abstimmung der Dämpfer deutlich zu spüren. Für ein Fahrzeug mit diesen Fahrleistungen finde ich das Fahrwerk allerdings auch zu hart.
Die Karosseriesteifigkeit ist natürlich höher als bei vielen anderen Herstellern. Trotzdem kann der Macan auf Fahrbahnstöße nicht so unmittelbar reagieren und sie so schnell abbauen wie ein Carrera; Unebenheiten wirken daher spürbar nach.
Auf der Autobahn ist der Komfort kein Problem. In der Stadt können kleine Bodenwellen, alter Asphalt und schlechte Straßen jedoch ziemlich unangenehm sein.
Und das trotz der hohen Reifenflanken der 18-Zoll-Räder. Mit 20 oder 21 Zoll dürfte es noch deutlicher auffallen. Ein Luftfahrwerk könnte den Komfort in dieser Hinsicht verbessern.
Bei höherem Tempo stört außerdem die geringe Geräuschdämmung – auch das Windgeräusch ist deutlich zu hören.
⑥ Alltagstauglichkeit
Für ein SUV der Mittelklasse ist der Wendekreis ziemlich groß. Bei einem U-Turn auf einer zweispurigen Straße muss man die Linie gut planen, sonst klappt es nicht in einem Zug. In der Stadt sehe ich oft, wie jemand den Macan als Einkaufsauto nutzt, und frage mich dann manchmal: „Warum hat man ausgerechnet für diesen Zweck einen Macan gewählt?“ (lacht)
Dass sich der Macan in Japan so gut verkauft, liegt vermutlich auch daran, dass das Markenimage erfolgreich aufgebaut wurde.
⑦ Was mir besonders gefällt
Das Design des Hecks gefällt mir.
5) Diese Sonderausstattung würde ich künftig unbedingt wählen
Ich kaufte den Macan vor allem als Pendlerauto und legte deshalb nicht allzu viel Wert auf Sonderausstattung. Trotzdem würde ich beim Macan nur den GTS in Betracht ziehen. Als ich über den Kauf nachdachte, war der Macan GTS allerdings noch nicht auf dem Markt.
Wenn man einen S mit Extras ausstattet, landet man am Ende preislich ohnehin beim GTS. Der GTS ist bereits serienmäßig gut ausgestattet und damit ein attraktives Angebot. Auch beim Wiederverkauf ist er klar im Vorteil.
6) Was mir aufgefallen ist
Alles in allem sind die Unterhaltskosten des Macan höher als bei anderen europäischen Autos – bei Ersatzteilen genauso wie beim Service.
Wer sein Auto stets in einem guten Zustand halten möchte, muss entsprechend Geld investieren. Ob man ein Wartungspaket abschließt oder nicht, macht preislich wohl keinen großen Unterschied: Im Grunde zahlt man entweder im Voraus oder jeweils bei Bedarf.
Vielleicht fehlt Porsche noch etwas Erfahrung im Bau von Autos abseits der Sportwagen. An regnerischen Tagen oder nach dem Regen bleibt viel Wasser auf dem Dach stehen. Öffnet man dann das Fenster, während das Wasser noch dort steht, platscht eine große Menge davon ins Auto.
Bei grundlegenden Dingen wie der Ableitung des Wassers haben die deutschen Premiumhersteller Mercedes-Benz, BMW und Audi meiner Meinung nach noch einen Vorsprung.
7) Fazit
Für wen eignet sich der Macan?
Würde man mich fragen, ob ich den Macan empfehlen kann, wäre meine Antwort: nur für Menschen mit ganz bestimmten Bedürfnissen.
„Man besitzt nur ein Auto, möchte damit aber unbedingt sportlich fahren und ist im Alltag trotzdem auf ein SUV festgelegt.“
Für solche Fahrer ist ein Macan S oder ein stärkeres Modell genau richtig. Das meine ich wirklich ernst.
Denn auf kurvigen Bergstraßen macht das Auto einen riesigen Spaß.
Wer dagegen nur selten auf kurvigen Straßen unterwegs ist und lediglich ein gewisses Maß an Sportlichkeit sucht, ist vermutlich mit einem GLC 43 besser bedient. Ein besonders sportliches SUV muss es nicht unbedingt sein.
Denn abgesehen von Sportlichkeit und Markenimage sehe ich andere SUVs gegenüber dem Macan im Vorteil.
Viele Dinge, die bei Konkurrenzmodellen serienmäßig sind, kosten beim Macan extra. Wenn man bei der Ausstattung keine Kompromisse machen möchte, steigt der Preis schnell in einen Bereich, in dem bereits eine Klasse höher angesiedelte Konkurrenten infrage kommen. Das kann die ursprüngliche Fahrzeugwahl komplett verändern.
Vielleicht fällt mir das besonders auf, weil ich auch einen Sportwagen besitze. Aber würde ich bei einem SUV vieles opfern, nur um besonders sportlich unterwegs zu sein? Eher nicht.
Der Macan ist stark auf Fahrdynamik ausgelegt: Bei der Sportlichkeit bekommt er von mir 100 Punkte, in anderen Bereichen vielleicht 50 oder 60. Als Gesamtpaket ist er daher keineswegs ein Allrounder.
Die deutschen Premiumhersteller bauen dagegen meiner Meinung nach Autos, die in allen Bereichen etwa 70 oder 80 Punkte erreichen.
Wie schon gesagt: Wer ein einziges Auto möchte, ein SUV braucht und Sportlichkeit ganz besonders hoch gewichtet, dem würde ich den Macan unbedingt empfehlen.
Allerdings besitze ich neben dem Macan auch einen Sportwagen, wodurch mir mögliche Schwächen vielleicht stärker auffallen. Wer alles mit einem einzigen Auto abdecken möchte, könnte mit dem Macan aber rundum glücklich werden.

Was man erst als Besitzer wirklich merkt
Bei einer Probefahrt vor dem Kauf fallen einem zunächst vor allem die positiven Seiten auf: „Typisch Porsche – so sportlich!“ Nach dreieinhalb Jahren im Alltag kommen aber auch einige Dinge zum Vorschein, die unpraktisch sind.
Bei den meisten dieser Punkte sind Mercedes, BMW und Audi im Alltag deutlich entspannter.
All diese kleinen Unannehmlichkeiten gehören aber wohl zum Preis der Fahrleistungen. In Sachen SUV-Performance hat der Macan schlicht kaum Konkurrenz. Das gilt allerdings nur im Vergleich zu SUVs. Mit einem Sportwagen kann er nicht mithalten – man sollte also nicht zu viel Sportwagen erwarten.
Zum Schluss
Im vergangenen Herbst kaufte ich einen Lexus NX 300h als Dienstwagen, der in jeder Hinsicht das Gegenteil des Macan ist. Eigentlich dachte ich damals: „Ich gebe den Macan ab und fahre beruflich künftig ein bequemes Auto.“
Natürlich würde ich mit dem Lexus nicht sportlich fahren wollen – das erwarte ich von ihm auch gar nicht. Sobald ich auf die Autobahn fahre, stelle ich täglich den Tempomaten ein und genieße die entspannte Fahrt. Der Vergleich mit dem Lexus ist vielleicht etwas extrem. Aber wenn man es so betrachtet, bauen BMW und Mercedes wirklich ausgewogene Autos.
Weil ich im Alltag so entspannt unterwegs bin, bekomme ich doch ab und zu wieder Lust auf den Macan. Eigentlich wollte ich ihn verkaufen, aber bis heute konnte ich mich nicht dazu durchringen.
8) Was bedeutet Porsche für Sie?
Ich bin weder ein Porsche- noch ein Ferrari-Fanatiker. (lacht) Aber ich vertraue Porsche, wenn es um Fahrleistungen an erster Stelle geht – und so kam es, dass ich mittlerweile drei Porsche besitze.
Porsche passt einfach genau zu meinen Bedürfnissen, und wahrscheinlich werde ich auch in Zukunft immer mindestens einen besitzen.
Bei Porsche beeindruckt mich immer wieder weniger die Karosseriesteifigkeit als vielmehr die hohe Präzision der Passungen und Verbindungen. Auch Ferrari hat eine steife Karosserie, doch bei der Steifigkeit der Fahrwerksanbindungen liegt Porsche für mich klar vorn. Das ist wohl das, was mich beim Fahren eines Porsche am meisten beeindruckt.
Mehr dazu erzähle ich später in meinem Carrera-Fahrbericht.
〘Eindruck der Blogbetreiberin〙
Kurumanias Macan-Fahrbericht war äußerst aufschlussreich. Er enthält viele ehrliche Einblicke, die man nur durch den Besitz eines Autos gewinnt und bei einer Probefahrt unmöglich alle mitbekommt. Bei der Wahl eines Autos ist es wichtig, sich klarzumachen, was man sich von einem Auto eigentlich wünscht: Markenimage, Sportlichkeit oder Alltagstauglichkeit? Je nachdem, welche Prioritäten man setzt, kann dasselbe Auto ganz unterschiedlich bewertet werden. Dieser Bericht hat mir einmal mehr gezeigt, wie vielschichtig die Wahl des richtigen Autos ist. Vielen Dank, Kurumania!
Wenn Ihnen dieser Blog gefällt, folgen Sie ihm.


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