10 Jahre Porsche Panamera: Die Geschichte seiner Entwicklung

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Porsche Panamera

10 Jahre Panamera

Gestern erschien auf der „Porsche Newsroom“-Website ein Artikel mit dem Titel „10 years of the Porsche Panamera: sports car, luxury saloon, hybrid pioneer“. Stimmt ja … Im April 2009 kam der Panamera erstmals auf den Markt – dieses Jahr feiert er also sein zehnjähriges Jubiläum.

Deshalb möchte ich einige der im Artikel vorgestellten Fakten mit euch teilen.

Wie der Titel schon sagt, verdient der Panamera die Bezeichnung „Sportwagen, Luxuslimousine und Hybridpionier“ zu Recht.

Der Panamera vereint die Qualitäten eines luxuriösen Sportwagens mit denen einer komfortablen Reiselimousine. Porsche hatte anfangs eine Jahresproduktion von 20.000 Fahrzeugen geplant. Doch der Panamera übertraf die Erwartungen immer wieder: Weltweit wurden inzwischen mehr als 235.000 Exemplare verkauft.

Die bei der Entwicklung des Panamera gewonnenen Erkenntnisse und Technologien kamen auch vielen anderen Porsche-Modellen zugute. Damit spielte der Panamera im ersten Jahrzehnt seiner Geschichte eine wichtige Rolle für die Marke. Übrigens wird die aktuelle, zweite Generation vollständig im Porsche Werk Leipzig gefertigt.

Ach … Ich würde so gern einmal das Werk Leipzig besichtigen – und wenn ich ehrlich bin, interessiert mich Leipzig sogar mehr als Stuttgart. (Haha.)

Die Entwicklungsgeschichte des Porsche Panamera

Die Anfänge reichen bis zum 356 zurück

In den 1950er-Jahren entwickelten Porsche-Ingenieure auf Basis des 356 den Typ 530: einen „komfortablen Viersitzer mit verlängertem Radstand und großen Türen“.

Vom Typ 530 hatte ich noch nie gehört! Später entstanden auch viertürige Prototypen auf Basis des 911.

In den 1980er-Jahren wurde außerdem eine viertürige Variante des 928 entwickelt.

1988 wagte Porsche mit dem „Typ 989“ einen neuen Schritt: Geplant war ein viertüriges Coupé mit einem V8-Motor im Frontbereich und zwei Einzelsitzen im Fond.

Leider wurde die Entwicklung aus wirtschaftlichen Gründen Anfang 1992 eingestellt. Der 989 blieb ein Prototyp.

Die Geburtsstunde des Panamera

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts beschloss Porsche nach Markt- und Wettbewerbsanalysen, eine viertürige Fließhecklimousine zu entwickeln. Das entsprach auch einem lang gehegten Wunsch des damaligen Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking (bekannt dafür, Porsche nach der Beinahe-Insolvenz in den 1990er-Jahren wieder auf Kurs gebracht und ab 2005 die Übernahme von Volkswagen beschlossen und umgesetzt zu haben).

Das damalige Anforderungsprofil für den Panamera lautete: „hervorragende Fahrdynamik, großzügige Platzverhältnisse und ein unverkennbares Porsche-Design“. Der Name „Panamera“ ist übrigens von der mexikanischen Langstreckenrallye Carrera Panamericana inspiriert.

Am 19. April 2009 wurde der Panamera der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Porsche lud Medienvertreter aus aller Welt zu einer Pressekonferenz in den 94. Stock des Shanghai World Financial Center ein. Doch wie kam der Panamera überhaupt in den 94. Stock? Mit Spezialausrüstung wurde das Auto aufrecht in einen Lastenaufzug manövriert – ein Einsatz, bei dem 60 Mitarbeiter mehrere Stunden lang beschäftigt waren.

Der damalige Panamera bot die in seiner Klasse erwartete Kombination aus Sportlichkeit und großzügigem Komfort. Zugleich steckte viel innovative Technik in ihm: Als erstes Fahrzeug seiner Klasse verfügte er über eine Start-Stopp-Funktion. Das Topmodell Panamera Turbo erhielt zudem eine Luftfederung mit bedarfsgerechter Anpassung des Luftvolumens sowie einen mehrdimensional verstellbaren und ausfahrbaren Heckspoiler.

Danach wurde die Modellpalette Schritt für Schritt erweitert – mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieben sowie Varianten mit Hinterrad- und Allradantrieb. Zum Marktstart war der Panamera zwar auch mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich, doch die meisten Kunden entschieden sich für das Siebengang-PDK. (Als ich selbst nach einem Schaltwagen gesucht habe, habe ich auch nach einem 970 Panamera mit Handschaltung geschaut – gefunden habe ich keinen einzigen. Haha.) Die Diesel- und Hybridmodelle waren mit einer Achtgang-Automatik ausgestattet.

Das speziell vor allem für Kunden in China entwickelte Executive-Modell kam im Zuge der Modellüberarbeitung 2013 auf den Markt. Die Motoren wurden leistungsstärker und erreichten bis zu 570 PS. Mit dem Panamera erschloss Porsche ein neues Marktsegment und etablierte die Marke erfolgreich auch auf dem chinesischen Markt.

2011 brachte Porsche mit dem Panamera S Hybrid den ersten Parallel-Vollhybrid der Luxusklasse auf den Markt. Trotz einer Leistung von 380 PS war er der bis dahin sparsamste Porsche. Zwei Jahre später folgte mit dem Panamera S E-Hybrid der weltweit erste Plug-in-Hybrid dieser Klasse – mit 416 PS und einer elektrischen Reichweite von 36 Kilometern.

Die zweite Generation des Panamera

Die am 28. Juni 2016 vorgestellte zweite Panamera-Generation war von Grund auf neu. Der Radstand wurde verlängert. Ab 2017 ergänzte außerdem der Sport Turismo die Modellfamilie – entwickelt auf derselben Plattform. Sein avantgardistisches Design und Karosseriekonzept machten die Luxuslimousine noch vielseitiger.

Übrigens wurde der „Concept Sport Turismo“ bereits 2012 auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert. Er gilt als Vorläufer des Sport Turismo der zweiten Panamera-Generation.

Der Panamera der zweiten Generation wurde sportlicher und zugleich eleganter. Die nach hinten gezogene Dachlinie und das durchgehende Heckleuchtenband unterstrichen die Markenidentität noch stärker. Zu den Fahrwerkssystemen zählten eine Dreikammer-Luftfederung, eine Hinterachslenkung und die elektromechanische Wankstabilisierung PDCC Sport.

Die Motoren wurden kontinuierlich optimiert und legten bei der Leistung zu. Geschaltet wird inzwischen mit einem Achtgang-PDK. Die Leistung beginnt bei 330 PS.

Bei der zweiten Panamera-Generation führte Porsche in allen Modellvarianten Hybridantriebe ein. Diese Strategie kam bei den Kunden gut an: 2018 waren 67 Prozent aller in Europa ausgelieferten Panamera mit einem Hybridantrieb ausgestattet.

Am Ende ist der Panamera doch der Richtige

Neulich meinte mein Mann nebenbei:

„Unser Panamera muss nächstes Jahr zum TÜV. Bis dahin sollten wir uns überlegen, was wir machen. Das Cayenne Coupé sieht schon klasse aus – vielleicht wäre es eine Möglichkeit, den Panamera dagegen einzutauschen …“

(Das war überhaupt kein konkreter Plan, sondern eher ein Gedanke, der ihm so durch den Kopf ging.)

Damals dachte ich auch: „Wir sind den Panamera schon so lange gefahren – vielleicht wäre ein Wechsel gar keine schlechte Idee.“ Doch je mehr ich über seine Geschichte erfahre, desto klarer wird mir: Für mich ist und bleibt der Panamera die beste Wahl.

Wie lange wird sich der Panamera wohl noch weiterentwickeln? Ich hoffe, dass er auch in Zukunft allen, die ihn fahren, viel Freude und unvergessliche Erlebnisse beschert.

* Bildquelle: Porsche Newsroom: „10 years of the Porsche Panamera: sports car, luxury saloon, hybrid pioneer“

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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