Porsche 911 GT3: Kosten der Jahresinspektion beim Händler und PCCB-Bremsenverschleiß
公開日:2020.03.16
Porsche 911 GT3: die erste Jahresinspektion
Neulich brachte mein Mann unseren 911 GT3 zur Jahresinspektion beim Porsche-Händler. Ausgeliefert wurde der GT3 im Mai des Vorjahres. Da mein Mann Ende des Jahres auf der Rennstrecke unterwegs war und auch ein Ölwechsel anstand, entschied er sich offenbar, den Wagen etwas früher zur Inspektion zu bringen.
Während der GT3 in der Werkstatt war, bekamen wir einen 718 Cayman als Ersatzwagen. So konnte ich damit einkaufen fahren, und mein Mann drehte offenbar auch eine kleine Runde auf dem Royu Driveway. Über seine Eindrücke von der Probefahrt möchte ich später noch berichten.

Für die Jahresinspektion brachten wir den GT3 morgens zum Händler; am Abend war er bereits fertig. Offenbar gab es keine besonderen Mängel. Zum Glück!
Seit der Auslieferung hat der GT3 7.630 Kilometer zurückgelegt. Anfangs nutzte mein Mann ihn noch für den Arbeitsweg. Seit der Note e-POWER NISMO S bei uns eingezogen ist, fährt er jedoch so gut wie nicht mehr mit dem GT3 zur Arbeit.
Mit dem GT3 ging es zunächst zum Einfahren nach Shikoku. Danach standen unter anderem eine Hin- und Rückfahrt zum Fuji Speedway, Runden auf dem Suzuka International Racing Course sowie spontane Ausfahrten nach Wakayama, Awaji und Sanda auf dem Programm. So kamen innerhalb eines Jahres rund 7.630 Kilometer zusammen.
Was kostet die Jahresinspektion des GT3?
Hier die Arbeiten und Kosten der Inspektion im Überblick:
・Vorgeschriebene 12-Monats-Inspektion: Arbeitskosten
・Motorölwechsel (6,4 l)
・Dichtring
・Ölfilterwechsel
・Frontscheibenwischer in gutem Zustand, daher nicht ersetzt
・Bremsbelagstärke: vorne 12,0 mm, hinten 12,0 mm
・Profiltiefe: vorne 5,0 mm, hinten 5,0 mm
・Gesamtsumme inklusive Arbeitslohn und Teile: 87.683 Yen
Bei einer GT3-Inspektion hatte ich mir ehrlich gesagt ausgemalt, dass die Rechnung gleich mehrere Hunderttausend Yen betragen könnte. Wenn keine besonderen Probleme auftreten, scheint es aber in etwa bei diesem Betrag zu bleiben. (GT2, GT3 und GT4 können offenbar nicht in das Porsche Scheduled Maintenance-Programm aufgenommen werden, bei dem die Wartungskosten im Voraus pauschal bezahlt werden.)

Am meisten überraschte meinen Mann bei dieser Inspektion, dass die Bremsbeläge der PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake) praktisch gar nicht abgenutzt waren. Dazu meinte er:
Die PCCB verschleißt offenbar nicht so stark, wie man oft hört – das zeigen diesmal die tatsächlichen Messwerte. Nach rund 7.600 Kilometern seien die Beläge laut dem Servicetechniker beim Händler nahezu neuwertig, und auch die Bremsscheiben sähen gut aus und seien völlig in Ordnung.
Mit diesem GT3 war ich auf der Rennstrecke und trete auch auf kurvigen Straßen ordentlich auf die Bremse. Dass die PCCB trotzdem so gut dasteht, finde ich beeindruckend.
Ich hatte später auch einen Nachtrag zu meinem Artikel über die PCCB ergänzt: Die PCCB eines 991.1 GT3 RS, der überwiegend auf der Rennstrecke gefahren wurde und bereits 25.000 Kilometer auf dem Tacho hatte, sah erstaunlich gut aus und war kaum abgenutzt. Pauschal zu sagen, die PCCB sei nicht langlebig, ist also wohl falsch. Entscheidend könnten auch der Fahrstil und der Streckencharakter sein.
So sagte er.

Im Netz findet man zur Wartung der PCCB häufiger negative Berichte. In der Praxis scheint es aber (zumindest in manchen Fällen) gar nicht so dramatisch zu sein. Manche Dinge versteht man eben erst, wenn man sie selbst erlebt hat.
Nachdem ich mich inzwischen ein wenig mit dem Boxster angefreundet habe, kann ich den GT3 vielleicht auch mehr genießen als früher. An einem sonnigen Tag würde ich gern wieder einmal mit ihm fahren.
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