Ein Appell an die „Tramp-Jungs“, die in den Sommerferien unterwegs sind
公開日:2017.07.23
An die Tramper
In den Sommerferien begegnet man immer wieder jungen Trampern. Meist stehen sie in der Nähe einer Autobahnauffahrt und halten ein Schild mit ihrem Ziel in die Höhe. Auch gestern sah ich einen, als ich auf die Autobahn fahren wollte. An sie hätte ich eine Bitte.
Ihr steht an der falschen Stelle (-_-)
Der junge Tramper gestern wollte in die entgegengesetzte Richtung, also konnte ich ihn nicht mitnehmen. Wäre er in dieselbe Richtung unterwegs gewesen und hätte einen vertrauenswürdigen Eindruck gemacht, hätte ich ihn durchaus gern mitgenommen.
Aber das Problem ist: Sie stehen alle an der falschen Stelle.
Ein Auto kann nicht auf der Stelle anhalten.
Meist stehen sie direkt vor der Abzweigung zur Autobahnmautstelle. Selbst wenn man sie erst bemerkt, wenn gleich dahinter die ETC-Spur oder die Auffahrt kommt, kann man nicht spontan entscheiden, anzuhalten – ganz abgesehen davon, dass dort kein Platz dafür ist.
Hält man trotzdem an, behindert man den nachfolgenden Verkehr. Auf einer Straße unmittelbar vor der Autobahn rechnet kaum jemand mit einem plötzlich bremsenden Auto. Kommt es dann zu einer Vollbremsung oder gar zu einem Auffahrunfall, wird es richtig gefährlich.
Vielleicht klingt das herzlos, aber ich sehe keinen Grund, für einen fremden Jungen anzuhalten und dafür den nachfolgenden Verkehr zu gefährden oder eine Vollbremsung hinzulegen …
Das versteht man vermutlich erst, wenn man selbst einmal Auto gefahren ist – und das ist auch ganz nachvollziehbar.
Was geht den Jungs wohl durch den Kopf?
Andererseits denken sie sich vielleicht:
Wie herzlos die Erwachsenen doch sind.
Ein 15-jähriger Junge steht hier
bei brütender Hitze und gibt sich alle Mühe,
aber nicht ein einziges Auto hält an.
Der Beifahrersitz ist doch frei.
Auf der Rückbank sitzt auch niemand.
Gibt es denn keinen Erwachsenen mit einem warmen Herzen, der für mich anhält?
Ist die Welt am Ende wirklich so?
So in etwa.
Nein, darum geht es nicht.
Wenn ihr nur ein Stück weiter vorne stehen würdet – etwa dort, wo ein Schild auf die Autobahn in 200 Metern hinweist und es einen Platz zum Anhalten gibt –, würden wahrscheinlich dreimal so viele Autos für euch stoppen.
Mit dem Daumen quer durchs Land zu reisen, ist der Inbegriff von Jugend – ein Abenteuer, das man nur jetzt erleben kann. Genau deshalb denke ich in letzter Zeit mit einer gehörigen Portion mütterlicher Fürsorge: Überlegt euch gut, wo ihr euch hinstellt. Wenn ihr einen Platz wählt, an dem Autos sicher anhalten können, sammelt ihr vielleicht noch viel mehr schöne Erinnerungen.
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