Fünf Porsche in unserer Familie: Welchen würde mein Mann behalten, wenn nur einer bleiben dürfte?
Veröffentlicht: 2020.12.16
Unsere Porsche-Modellpalette
Bei uns stehen derzeit insgesamt fünf Porsche: ein 911 GT3 (991.2), ein 911 (964 C2), ein 911 Cabriolet (992), ein Boxster GTS (981) und ein Cayenne E-Hybrid. (Wenn man es sich so vor Augen führt: Das sind ganz schön viele …)





Neulich fragte ein Bekannter meinen Mann: „Wenn es nicht um Wertsteigerung oder Seltenheit geht: Welchen Porsche aus eurer aktuellen Auswahl würdest du behalten, wenn du dich für genau einen entscheiden müsstest?“
„Ganz schön schwierige Frage! Und, was hast du geantwortet?“, wollte ich wissen.
Bis vor Kurzem hätte ich den Boxster GTS 981 genommen. Aber wenn ich mich heute entscheiden müsste, würde ich das 911 Cabriolet (992) behalten.
Das sagte mein Mann. „Ach, wirklich? Das hätte ich nicht gedacht! Warum denn?“, fragte ich.
Der 992 bietet einfach eine hervorragende Balance aus Fahrdynamik und Komfort. Er ist unglaublich vielseitig und macht in jeder Situation Spaß. Außerdem hat er unfassbar viel Leistung – genau das begeistert mich so an ihm.
Besonders seit ich neulich auf dem Fuji Speedway richtig Gas gegeben habe, bin ich dem 992 völlig verfallen. Da geht es nicht mehr darum, ob frühere Porsche besser waren oder nicht: Die Leistung ist schlicht beeindruckend.
Und der 992 erinnert mich nicht nur optisch, sondern auch vom Charakter her an einen luftgekühlten Porsche. Man bekommt das Gefühl, dass ein luftgekühlter Porsche in einer Hochleistungsversion in die Gegenwart geholt wurde. Dieses Flair spüre ich besonders beim Carrera.
Unser 964 vermittelt einem beim Fahren sehr direkt das Gefühl, wirklich selbst am Steuer zu sitzen. Beim 992 ist es ähnlich. Vor allem das Handling ist fantastisch: Das Auto reagiert natürlich und ist zugleich schnell. Dadurch möchte man noch aktiver fahren. Der Boxster GTS 981 ist ebenfalls großartig. Trotzdem würde ich wohl den 992 behalten, weil er sich vom Stadtverkehr über lange Strecken und kurvige Landstraßen bis hin zur Rennstrecke auf hohem Niveau bewährt.
So viel Lob von meinem Mann – dann muss der 992 wirklich ein besonderes Auto sein. Ich bin ihn bisher nur ein paar Mal gefahren und habe wahrscheinlich erst einen winzigen Teil seines Potenzials erlebt.

Welchen Porsche behalten, wenn nur einer bleiben darf?
„Und wenn du auch den künftigen Wert berücksichtigst: Welchen aus dieser Auswahl würdest du behalten, wenn nur einer bleiben dürfte?“ fragte ich. Mein Mann dachte eine Weile nach und antwortete:
Hm … mich auf einen einzigen festzulegen, ist eigentlich unmöglich. Eine Zeit lang dachte ich, dass ein 911 Turbo S Cabriolet und ein Cayenne vielleicht reichen würden. Aber seitdem durfte ich wieder verschiedene Autos fahren, und inzwischen möchte ich den 964, den Boxster und den GT3 unbedingt behalten.
Beim 964 ist gerade die Hauptuntersuchung erledigt. Auch davor haben wir einiges an Wartungsarbeiten machen lassen, und jetzt ist er in einem wirklich guten Zustand – er fährt sich fantastisch. Nachdem wir so viel in ihn investiert haben, möchte ich ihn noch eine ganze Weile behalten.
Außerdem könnte es schwierig werden, wieder ein gut erhaltenes Exemplar zu finden, wenn wir den Boxster GTS 981 oder den GT3 Touring verkaufen. Der Klang des 981 ist großartig, und der GT3 ist ein seltener Touring. Wenn man ihn fährt, merkt man sofort: Das ist eben ein GT3. Den würde ich gern behalten. Hm, aber wenn ich mich wirklich auf einen festlegen müsste, wäre es wohl der Boxster GTS 981.
Dann führte mein Mann weiter aus:
Wenn ich heute auf die Rennstrecke wollte, wäre wohl eher ein GT3 RS als ein GT3 Touring die richtige Wahl. Mit PDK wäre man bestimmt schneller als mit dem Handschalter. Außerdem kommt es mir inzwischen fast zu schade vor, den GT3 Touring auf der Rennstrecke richtig hart ranzunehmen.
Aber ob ich gleich bis zum GT3 RS gehen würde? So weit muss es vielleicht auch nicht sein …
Vielleicht wäre es eine gute Idee, einen Basis-718 Cayman als Rennstreckenauto zu kaufen. Der ist leicht zu fahren, schnell und dürfte sich ordentlich über die Strecke scheuchen lassen.
Dann stellt sich allerdings die Frage, welches Auto aus unserem Fuhrpark dafür gehen müsste. Den 992 abzugeben und durch einen Cayman zu ersetzen, wäre nicht ganz einfach – die beiden eignen sich für unterschiedliche Einsatzzwecke. Und noch mehr Zweisitzer zu Hause wären vielleicht auch etwas viel …
Außerdem glaube ich nicht, dass wir noch ein weiteres Auto kaufen werden. Schon jetzt halten uns Ölwechsel, Hauptuntersuchungen, Inspektionen, das Umparken, Waschen und vieles mehr auf Trab (lacht). Ich fahre einfach gern Auto – und wenn noch mehr dazukämen, hätte ich am Ende gar nicht genug Zeit, sie alle zu fahren. Aber welches sollte man dann verkaufen? Das ist wirklich schwierig. Inzwischen finde ich es auch reizvoll, mal ein Auto einer anderen Marke als Porsche zu fahren.
Wenn man es nüchtern betrachtet, sind wir eine fünfköpfige Familie, aber nur zwei Erwachsene können fahren. Für die meisten Familien reicht ein Auto, vielleicht auch zwei. Trotzdem kann ich gut verstehen, warum mein Mann den 964, den Boxster und den GT3 behalten möchte. Welche Autos am Ende wohl zu unserem Fuhrpark gehören werden? Das bleibt spannend …
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