Porsche 981 Boxster GTS: Was uns im Alltag auffällt

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Porsche Boxster

Über unseren 981 Boxster GTS

Unser 981 Boxster GTS gehört längst zur Familie. Bisher habe ich schon mehrere Artikel darüber geschrieben, was ich am Boxster so schätze. Heute geht es einmal um die Dinge, die mir an unserem Boxster GTS auffallen.

Die Heizung braucht lange, bis sie warm wird

Das Erste, was mir einfällt, ist: Die Heizung wird nur sehr langsam warm. An einem kalten Wintertag dauert es nach dem Starten des Motors und dem Losfahren rund 20 Minuten, bis sie spürbar heizt. Wenn es richtig kalt ist, schalte ich deshalb gleich die Sitzheizung ein und überbrücke damit die Wartezeit.

Neulich wollte ich mit dem Boxster zum Parkplatz etwas außerhalb fahren, wo unser Panamera steht, um die beiden Autos zu tauschen. Als die Heizung endlich warm wurde, war ich gerade am Parkplatz angekommen.

Sobald sie einmal läuft, wird es natürlich angenehm warm – dann kann man das Dach problemlos öffnen. Aber bis dahin dauert es eben. Manchmal steige ich nach einer Fahrt im Boxster in unseren Nissan Note NISMO S und bin richtig begeistert davon, wie schnell dessen Heizung warm wird.

Bei unserem 911 GT3 (991.2) und dem Panamera Turbo (971) habe ich dagegen nicht den Eindruck, dass die Heizung besonders lange braucht (auch wenn sie im Vergleich zu japanischen Autos vermutlich langsamer warm wird). Ich glaube also, dass es speziell beim 981 Boxster GTS auffällt. Mein Mann meint dazu:

Beim GTS gibt es im Gegensatz zu den anderen Ausstattungsvarianten vorne in der Mitte noch einen zusätzlichen Kühler. Vielleicht spielt das auch eine Rolle. Jedenfalls werden das Kühlwasser und vor allem das Motoröl nur sehr langsam warm. Auf der Rennstrecke ist es sicher gut, wenn die Temperaturen stabil bleiben. Im normalen Straßenverkehr kommt im Winter aber 15 bis 20 Minuten lang kaum warme Luft aus der Heizung.
Vielleicht ist das unter den Porsche-Modellen sogar das Auto mit der am langsamsten warm werdenden Heizung. (lacht)

Das leuchtet ein.

Die Sitzlehnen lassen sich nicht zurückstellen

Das ist weniger eine Besonderheit des Boxsters als eine typische Einschränkung bei Zweisitzern: Die Sitzlehnen lassen sich nicht zurückklappen. Beim normalen Fahren stört das nicht. Wenn man aber zum Beispiel kurz an einem Supermarkt anhält und sich im Auto ausruhen möchte, kann man den Sitz nicht zurückstellen und muss aufrecht sitzen bleiben.

Auch der Beifahrersitz lässt sich natürlich nicht zurückklappen. Selbst wenn die Beifahrerin also denkt: „Ich würde mich gern ein bisschen zurücklehnen und entspannen“, ist das nicht möglich. Auf längeren Strecken kann das für den Beifahrer deshalb anstrengend werden.

Schlechte Sicht nach schräg hinten

Wenn das Verdeck geschlossen ist, ist die Sicht nach schräg hinten sehr eingeschränkt. Unser Boxster hat Linkslenkung. Beim Auffahren auf die rechte Spur nach einer Autobahnausfahrt oder beim Spurwechsel ist der Blick über die Schulter fast unmöglich – das fühlt sich ziemlich unsicher an.

Im Rückspiegel sieht man natürlich noch etwas, aber ich möchte mich zusätzlich durch einen direkten Blick vergewissern können. Dass das kaum möglich ist, finde ich etwas unpraktisch. Vielleicht ist das bei Sportwagen generell so, verglichen mit gewöhnlichen Autos …

Beim Cayman ist der entsprechende Bereich verglast, beim Boxster besteht er aus Verdeckstoff. Deshalb dürfte die Sicht im Boxster tatsächlich noch stärker eingeschränkt sein.

718 Cayman S

981 Boxster GTS

Mein Mann sagt:

Die Sicht schräg nach hinten ist im Boxster schlicht miserabel. Ich bin auch schon mehrmals erschrocken. Bei offenem Verdeck sieht man problemlos, aber bei geschlossenem Dach lehne ich mich beim Einfädeln etwas zur Beifahrerseite, um direkt nach hinten zu schauen. Ab dem 718 lässt sich der Spurwechselassistent optional bestellen – gerade beim Boxster würde ich ihn auf jeden Fall mitnehmen.
Wenn ich noch einen Kritikpunkt nennen soll: Manchmal hört man aus dem Innenraum ein Knarzen oder ein anderes leises Geräusch. Zurzeit kommt ab und zu ein leises Zirpen aus dem Bereich, wo hinten links das Verdeck ansetzt.
Wer geräuschempfindlich ist oder die Innenraumqualität japanischer Premiumautos gewohnt ist, fragt sich vielleicht: „Warum macht ein so teurer Porsche Geräusche?“ Bei Porsche sind solche kleinen Geräusche im Innenraum meiner Erfahrung nach nicht ungewöhnlich. Wenn man darauf achtet, hört man auch im Panamera und im GT3 irgendein leises Geräusch. (Mich stört das allerdings überhaupt nicht.)

So ist es. Wer den Komfort und die Ausstattung japanischer Autos gewohnt ist, findet beim Porsche-Besitz vielleicht einiges, woran er sich erst gewöhnen muss. Doch wer all das locker verzeiht, weil das Fahrerlebnis so viel Freude macht, kann einen Porsche in vollen Zügen genießen.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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