【Porsche Owners File #1】Panamera 4 E-Hybrid, Teil 2: Fahrleistungen und Alltagstest

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Porsche Panamera

Hallo zusammen! Ich bin Mina, die Betreiberin des Blogs „Willkommen zu Hause, PORSCHE“. Auf Wunsch vieler Leserinnen und Leser – „Wir möchten die ungeschminkten Erfahrungen verschiedener Porsche-Besitzer hören!“ – ist unsere Reihe „Porsche Owners File“ entstanden. Heute geht es weiter mit dem Erfahrungsbericht von „Poruporu 4E“ aus Tokio: Im zweiten Teil schildert er seine Eindrücke von der Panamera 4 E-Hybrid bei Probefahrten und im Alltag. Wie schon im ersten Teil berichtet er von seinen Erlebnissen als Besitzer.

Mehr über die Ausstattung, die gewählten Optionen und den Zeitplan bis zur Auslieferung von Poruporu 4Es Panamera 4 E-Hybrid erfahren Sie im ersten Teil: 【Porsche Owners File #1】Panamera 4 E-Hybrid, Teil 1: Vom Kauf bis zur Auslieferung.

1) Fahrleistungen

Macht sich das zusätzliche Batteriegewicht bemerkbar?

„Merkt man das Gewicht der Batterie beim Anfahren oder Beschleunigen?“ werde ich ab und zu gefragt. Im Stadtverkehr bietet der elektrische Fahrbetrieb (E-Power) meiner Meinung nach aber mehr als genug Leistung. Wer die Beschleunigung intensiver erleben möchte, wählt den Modus „Sport“ oder „Sport Plus“ oder gibt Kick-down und fährt mit zugeschaltetem Verbrennungsmotor.

Ob sich das Batteriegewicht in den Modi „Sport“ oder „Sport Plus“ als Nachteil bei der Beschleunigung bemerkbar macht, kann ich nicht abschließend beurteilen. Dafür bin ich die 4S und die 4 E-Hybrid nicht oft genug gefahren, um die Unterschiede wirklich einschätzen zu können. Ich glaube allerdings, dass es unter den Sportlimousinen nur wenige Fahrzeuge gibt, die sich in Sachen Beschleunigung mit der 4 E-Hybrid messen können – vielleicht abgesehen von der Panamera Turbo.

Wie harmonieren Verbrennungsmotor und Elektromotor?

Ob das Zusammenspiel „nahtlos und jederzeit fließend“ ist? Diese Beschreibung trifft es vielleicht nicht ganz. Bei der 4 E-Hybrid springt der Verbrennungsmotor an, wenn man im Modus Hybrid Auto während der Fahrt mit dem Elektromotor kräftig aufs Gas tritt oder in E-Power stark beschleunigt. Das fühlt sich wie eine Beschleunigung in zwei Stufen an: Erst schiebt der Elektromotor kräftig an, dann legt der Verbrennungsmotor noch einmal nach.

Ich verstehe den E-Power-Modus jedoch in erster Linie als Möglichkeit, leise und mit der Kraft des Elektromotors umweltschonender unterwegs zu sein. Deshalb habe ich mich damit arrangiert, dass Hybrid Auto ein Modus ist, in dem das System die effiziente Verteilung der Antriebskraft selbstständig steuert.

Beim Fahren der Panamera 4 E-Hybrid wurde mir klar: Ihre besondere Stärke liegt vielleicht weniger darin, wie harmonisch Verbrennungs- und Elektromotor zusammenarbeiten. Vielmehr unterstützt der Elektromotor im Modus „Sport“ den Antrieb, wenn man zusätzliche Leistung abrufen möchte – und genau das macht für mich die Identität dieses Autos aus.

2) Fahrmodi und Motorsound im Alltag

Welcher Fahrmodus eignet sich für Stadt und Autobahn?

In der Stadt fahre ich meistens in den Modi Hybrid Auto oder E-Power. Wenn ich beispielsweise in Roppongi Besorgungen erledige, nutze ich häufig E-Power, weil es dort viele Parkhäuser mit Lademöglichkeit gibt.
Allerdings springt der Verbrennungsmotor nach häufigem Gebrauch von E-Power auch dann nicht sofort an, wenn man auf Hybrid Auto umschaltet – zunächst fährt das Auto weiter elektrisch. Offenbar entscheidet das System selbst: Für die aktuellen Fahrbedingungen reicht der E-Power-Modus aus.

Auf der Autobahn fahre ich überwiegend im Modus Hybrid Auto. Bei der Auslieferung wurde mir gesagt, ich solle das Auto auf den ersten 3.000 Kilometern einfahren und den Motor nicht über 4.000 U/min drehen lassen. Deshalb steht das ausgiebige Fahren in den Modi Sport und Sport Plus noch aus. Ob die Hybrid-Version also ebenso sportliches Porsche-Fahrgefühl bietet, muss ich erst noch richtig herausfinden. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, berichte ich gern darüber.

Wie klingt der Verbrennungsmotor im Hybrid?

Wenn ich im E-Power-Modus den E-Charge-Modus zum Laden wähle oder kräftig aufs Gaspedal trete, springt der Verbrennungsmotor sofort an. Dieser Moment, wenn er mit einem „Wumm, wroooom!“ zum Leben erwacht, ist einfach großartig (lacht). Ein Motorjournalist schrieb einmal, dass schon ein leicht kräftiger Tritt aufs Gaspedal mit einem kernigen Auspuffsound das Gefühl vermittle, das Drehmoment werde spürbar kräftiger. Genau so ist es.

Ich bin schon einige Male im Sportmodus gefahren. Sobald man den Modus wechselt, erwacht der Motor mit einem rauen Brüllen zum Leben – die Veränderung ist im ganzen Körper spürbar. So ein Fahrerlebnis hatte ich in meinem bisherigen Autoleben mit keinem anderen Wagen.

3) Fahrkomfort

Wie komfortabel fährt sich der Panamera?

Das Luftfederfahrwerk gilt als einer der Vorteile des neuen Panamera 4 E-Hybrid – und das völlig zu Recht. Ich fahre den Wagen seit etwa einem halben Jahr und habe nie ein schwammiges Fahrgefühl erlebt. Bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt er geschmeidig und ohne unangenehme Härte; bei höherem Tempo verbindet das Fahrwerk eine präzise Straffheit mit bemerkenswerter Nachgiebigkeit.

Vor dem Autokauf habe ich übrigens auch andere Marken Probe gefahren. Bei dem betreffenden Wagen waren Exterieur, Interieur und Fahrwerk ebenfalls erstklassig, doch der Unterschied zum Porsche war deutlich. Ich kann es nicht ganz in Worte fassen, aber der Fahrkomfort eines Porsche fühlt sich an, als würde man mit dem Auto zu einer Einheit verschmelzen.

Wie viel Platz bietet der Innenraum?

Ich bin etwa 178 cm groß. Ein Mitfahrer (Erwachsener, 170 cm), der hinter dem Fahrersitz Platz nahm, meinte, er habe reichlich Beinfreiheit. Für einen luxuriösen Sport-Gran-Turismo mit Hybridantrieb ist das natürlich angemessen.

4) Verbrauch

Wie hoch ist der Durchschnittsverbrauch seit der Auslieferung?

In vielen Automagazinen wird der Verbrauch als besonderes Merkmal der Panamera 4 E-Hybrid hervorgehoben. Ich habe die NEDC-Werte (Neuer Europäischer Fahrzyklus) mit den Angaben aus der Porsche Model Range (Version 3, 2018) verglichen und folgende Tabelle erstellt.

Automagazine Porsche Model Range
Normal 7,8–7,7 l/100 km (12,8–13,0 km/l) 12,4 km/l
4 E-Hybrid 2,5 l/100 km (40 km/l) 10,8 km/l
4S 8,2–8,1 l/100 km (12,2–12,3 km/l) 12,4 km/l
Turbo 9,4–9,3 l/100 km (10,6–10,7 km/l) 10,0 km/l

Während der Fahrt zeigt die Durchschnittsverbrauchsanzeige im Kombiinstrument Werte zwischen 4,0 und 99,0 km/l an. Bei ausschließlich elektrischem Fahren im E-Power-Modus steht dort durchgehend 99,0 km/l. Der angezeigte Gesamtverbrauch liegt bei 10,8 km/l – genau wie der Wert in der Porsche Model Range für Fahrten im Modus Hybrid Auto.

Im Modus E-Charge zeigt die Durchschnittsverbrauchsanzeige immer 4,0 km/l an. Da ich häufig in Roppongi oder Azabu unterwegs bin und dort regelmäßig laden kann, komme ich offenbar insgesamt auf die angezeigten 10,8 km/l.

Wie hoch der Verbrauch wäre, wenn ich seit der Auslieferung nie eine Ladestation genutzt hätte, lässt sich nur schwer sagen. Nach meinem Eindruck läge er vermutlich bei etwa 9 km/l. Das könnte auch daran liegen, dass ich in einem zentralen Stadtgebiet lebe.

Verbrauch bei häufigen Autobahnfahrten

Bei Reisen im Modus Hybrid Auto über rund 300 bis 400 km – davon etwa 90 Prozent Autobahn und 10 Prozent Landstraße – liegt der Durchschnittsverbrauch bei etwa 13 bis 14 km/l. Wer mich fragt, ob die Panamera 4 E-Hybrid sparsam ist, bekommt deshalb eine ehrliche Antwort: besonders sparsam ist sie nicht. Angesichts des Gewichts und der Leistung des Autos ist der Verbrauch aber vielleicht gar nicht so schlecht.

In unserem Mehrfamilienhaus gibt es einen Parklift, daher haben wir keine E-Ladestation installiert. Wer allerdings einen eigenen Stellplatz am Einfamilienhaus hat und dort eine Porsche Ladeeinrichtung wie den „Charging Pedestal“ installiert, könnte den Wagen stets voll geladen im Stadtverkehr im E-Power-Modus bewegen – dann ließe sich durchaus von sparsamem Fahren sprechen.

→ Weiter zur nächsten Seite: Worauf beim Laden achten? Welche Optionen lohnen sich? Das Fazit

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