Mit dem Toyota Crown Athlete als Ersatzwagen für unseren Porsche Boxster
Veröffentlicht: 2019.11.22
Toyota Crown Athlete
Als wir unseren Boxster GTS kürzlich zur Jahresinspektion brachten, bekamen wir als Ersatzwagen einen Toyota Crown Athlete. Mein Mann fuhr den Boxster morgens zum Händler, nahm dort den Crown in Empfang und gab ihn noch am selben Tag zurück, bevor er mit dem Boxster wieder nach Hause kam. Deshalb konnte ich selbst nicht mitfahren – aber natürlich wollte ich wissen, wie ihm der Crown gefallen hatte.
Der Ersatzwagen war ein Modell der Vorgängergeneration, der Baureihe 210: ein Crown Athlete Hybrid G.

Als mein Mann später nach Hause kam, erzählte er zunächst gar nichts vom Crown. Also fragte ich ihn schließlich: „Und, wie war der Crown?“ Seine Antwort:
Ach, der Crown … Der war besser, als ich erwartet hatte. In der Stadt lässt er sich wirklich entspannt fahren. Absolut stressfrei. Für die Wege im japanischen Stadtverkehr und für häufig verstopfte Autobahnen ist er ein gutes Auto.
Das leuchtete ein. „Aber der Name Crown Athlete klingt doch so, als wäre er sportlicher als ein normaler Crown“, meinte ich. Darauf sagte er:
Stimmt schon. Das Fahrwerk war straffer, als man es von einem Crown erwarten würde. Die Abstimmung fand ich genau richtig. Selbst als Athlete war er im Stadtverkehr ausgesprochen komfortabel.
Auf der Autobahn fühlte ich mich beim Spurwechsel allerdings etwas unsicher. Geradeaus fährt er völlig unauffällig, aber wenn man auf der Überholspur zügig unterwegs ist und etwas beherzter die Spur wechselt, wird es unangenehm. Die Front lenkt ein, doch das Heck folgt gefühlt ein, zwei Takte später – und danach schwingt sich das Auto deutlich nach.
So präzise und satt wie ein europäisches Auto fährt er eben nicht.
Das sagte er.

„Und wie waren Motor und Hybridantrieb?“, fragte ich. „Ist ja ein Hybrid.“ Seine Antwort:
Motor und Hybridsystem haben durchaus ordentlich Leistung. Trotzdem fühlt sich die Leistung geringer an, als die Zahlen vermuten lassen. Das liegt zum einen am CVT: Der Antrieb wirkt dadurch extrem entkoppelt. Motor und Elektromotor drehen hoch, aber die Geschwindigkeit steigt nicht im gleichen Maß – daran musste ich mich erst einmal gewöhnen.
Dazu kommt die Leistungsanzeige links im Kombiinstrument, deren Nadel auffällig hin und her springt. Wäre das ein Drehzahlmesser, würde sie häufig bis in die Nähe des roten Bereichs ausschlagen. Aber die Bewegung der Nadel passt überhaupt nicht zum Beschleunigungsgefühl oder zum Tempo.
Ich weiß, dass man sich daran gewöhnen kann. Trotzdem war es bis zuletzt ungewohnt, dass Anzeige, Geschwindigkeit und die spürbaren Fliehkräfte nicht zusammenpassen. Dadurch wirkte das Auto weniger kräftig, als es tatsächlich ist, und ich trat unwillkürlich stärker aufs Gas.

Schon beim Zuhören konnte ich mir vorstellen, wie irritierend das für ihn gewesen sein musste.
Weiter auf der nächsten Seite → Das Fazit meines Mannes zum Crown Athlete
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