Drei Tipps, wie deine Frau ihre Liebe zum Auto entdeckt

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Unser Auto‑Leben

Wenn man als Ehepaar gemeinsam einen Blog betreibt, bekommt man oft Nachrichten wie: „Wie schön, dass ihr euch zu zweit über Autos austauschen könnt“ oder „Toll, dass ihr dieses Hobby miteinander teilt“.

Stimmt schon … Dass ein Ehepaar täglich über Autos spricht, gemeinsam einen Blog betreibt und außerdem jede Woche einen YouTube-Livestream macht, dürfte in ganz Japan eher selten sein. (lacht)

Manche denken, ich hätte schon immer Autos geliebt. Tatsächlich hatte ich aber keinerlei Interesse an Autos, bevor ich meinen Mann kennenlernte. „Kein Interesse“ ist dabei noch untertrieben: Autos spielten in meinem Leben nicht einmal am Rande eine Rolle – ich ignorierte sie praktisch komplett. (lacht)

Dass ich heute einen Porsche-Blog betreibe und mich täglich mit meinem Mann über Autos unterhalte, zeigt, wie überraschend das Leben sein kann. Und vielleicht bedeutet das ja auch, dass die Partnerinnen und Partner unserer Leserinnen und Leser jederzeit noch zu Auto- und Porsche-Fans werden können …

Deshalb möchte ich heute ein paar Tipps teilen, wie man seine Frau für Autos – und besonders für Porsche – begeistern kann. Das ist natürlich nicht allgemeingültig, sondern beruht ganz auf meinen persönlichen Erfahrungen.

① Lass sie selbst fahren: So wird das Porsche-Fahrerlebnis greifbar

Der wichtigste erste Schritt, um deine Frau für Porsche und Autos zu begeistern: Lass sie selbst einen Porsche fahren.

Es geht nicht darum, sie auf den Beifahrersitz zu setzen. Entscheidend ist, dass sie hinter dem Steuer Platz nimmt und selbst fährt.

Ich glaube, am wichtigsten ist, dass sie das Porsche-Lenkgefühl, das Feedback und die Fahrdynamik selbst erlebt. Bei mir kam das Interesse an Porsche und Autos erst auf, als ich beim Händler zum ersten Mal einen Panamera Probe fuhr.

Mein Mann hatte mich schon oft gefragt: „Willst du mal eine Probefahrt machen? Möchtest du selbst fahren?“ Ich hatte jedes Mal abgewunken: „Nein, ich interessiere mich nicht dafür. Muss nicht sein.“ Eines Tages meinte dann H., unser Ansprechpartner beim Porsche Zentrum: „Wenn wir schon hier sind, sollten Sie auch mal fahren.“ Also ließ ich mich widerwillig darauf ein.

Doch schon zwei Sekunden nach dem Tritt aufs Gaspedal dachte ich: „Was ist das denn für ein Auto?! Das fährt sich völlig anders als alles, was ich bisher gefahren bin! Es fühlt sich an, als wären mein Gehirn und das Auto direkt miteinander verbunden – wie aus einem Guss!“ Ich war verblüfft und begeistert. Von diesem Moment an war ich ein Panamera-Fan.

Porsche Panamera

Warum reicht es also nicht, sie auf dem Beifahrersitz mitzunehmen?

Weil das bei Porsche oft sogar nach hinten losgehen kann.

Auf dem Beifahrersitz ist man in einer Mercedes-Benz S-Klasse mit ihren weichen Sitzen oder in einem anderen Luxusauto natürlich komfortabler unterwegs. Ein Porsche hat ein straffes Fahrwerk, kann je nach Straßenbelag deutlich Unebenheiten spürbar machen und bietet wegen der niedrigen Sitzposition eine eingeschränkte Übersicht. Von besonders hohem Komfort kann da zunächst keine Rede sein. (Hat man sich erst daran gewöhnt, kann sich genau das allerdings ebenfalls angenehm anfühlen.)

Ich erinnere mich an eine Fahrt durch den dichten Stadtverkehr auf dem Beifahrersitz im GT3 meines Mannes.

Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt: „Was ist das für ein hartes Auto mit so schlechtem Fahrkomfort …!“ Damals mochte ich Porsche bereits und verstand auch schon einiges davon, trotzdem wollte ich nicht allzu lange mitfahren. Der stockende Stadtverkehr machte es vermutlich noch schlimmer.

Doch sobald wir auf der Autobahn waren und ich ans Steuer durfte, änderte sich alles. Der GT3 schien förmlich auf der Straße zu kleben. Seine unglaubliche Ruhe und Stabilität hatte ich so noch nie erlebt – ich war völlig aus dem Häuschen: „Wow, ist das beeindruckend!“

Ich war noch eine ganze Weile begeistert und dachte: „Ein GT3 ist wirklich etwas Besonderes. Und das ist bestimmt noch lange nicht alles, was er kann! Unglaublich!“

Einen Porsche muss man selbst fahren, um ihn wirklich zu erleben. Deshalb ist es so wichtig, dass auch deine Frau selbst ans Steuer kommt.

Vielleicht sagt sie bei der Probefahrt zunächst: „Nein, danke. Ich fahre nicht.“ Dann lohnt es sich, sie zu ermutigen: „Tu einfach mal so, als würdest du mir einen Gefallen tun – fahr ihn wenigstens einmal!“

Denn manchmal sagt eine Fahrt mehr als tausend Worte.

② Das Erlebnis Cabrio: Offen fahren und Porsche neu entdecken

Dieser Tipp gilt nicht nur für Porsche: Als Nächstes empfehle ich, gemeinsam ein Cabrio auszuprobieren.

Porsche Boxster

Wenn ihr selbst ein Cabrio besitzt oder die Gelegenheit habt, eines Probe zu fahren, solltet ihr es unbedingt ausprobieren. In diesem Fall darf es übrigens auch eine Fahrt auf dem Beifahrersitz sein.

Erst vor Kurzem kam eine Freundin zu Besuch. Ich nahm sie auf dem Beifahrersitz unseres Boxster GTS mit, öffnete das Verdeck und fuhr mit ihr eine kleine Runde. Sie war begeistert.

Sie interessiert sich überhaupt nicht für Autos und sagte anfangs: „Offen fahren? Das wäre mir peinlich.“ Doch nach kurzer Zeit meinte sie voller Begeisterung: „Cabriofahren fühlt sich ja unglaublich gut an! Ich wusste gar nicht, dass das so schön ist!“

Ehrlich gesagt dachte ich, Cabrios wären etwas für Leute, die angeben oder besonders cool wirken wollen. Wenn ich in der Stadt eines gesehen habe, dachte ich nur: „Der will sich wohl in Szene setzen.“ Aber dass sich das Fahren tatsächlich so gut anfühlt …!
Das ist etwas völlig anderes als im normalen Auto. Mit dem Wind im Gesicht zu fahren, ist einfach großartig! Ich dachte, es wäre mir unangenehm, wenn andere mich sehen – aber es fühlt sich so gut an, dass mir das inzwischen egal ist. Jetzt möchte ich selbst ein Cabrio haben!

Das sagte sie lachend.

Das soll nicht heißen, dass nur Cabrios zählen – jedes Auto hat seine eigenen Vorzüge. Doch der Reiz eines Cabrios ist leicht zu verstehen.

Man muss nicht erst erklären, wie das Fahrwerk abgestimmt ist, wie sich die Lenkung anfühlt oder was den Motor ausmacht. Schon nach einer Minute kann man dieses besondere, unmittelbare Gefühl und den Hauch von Alltagspause selbst erleben.

③ Gemeinsam auf Porsche-Tour: zu zweit eine Ausfahrt unternehmen

Allein eine Runde zu drehen ist schön, aber ab und zu lohnt sich auch eine gemeinsame Ausfahrt mit der eigenen Frau.

Natürlich ist es schwierig, zu zweit loszufahren, wenn die Kinder noch klein sind. Bei uns ist das jüngste von drei Kindern gerade erst vier Jahre alt geworden – eine Ausfahrt nur zu zweit ist deshalb eine echte Seltenheit.

Wenn es sich aber einrichten lässt, lade sie doch einfach ein: „Lass uns mal wieder zusammen losfahren.“ Gemeinsam im Auto Zeit zu verbringen, kann etwas ganz Besonderes sein.

Im Auto kommen oft ganz von selbst die unterschiedlichsten Gespräche auf. Wenn man nebeneinander sitzt, beide nach vorn schaut und die Landschaft vorbeizieht, spricht man plötzlich ganz natürlich über Zukunftspläne und Träume – über Dinge, die im Alltag zu Hause vielleicht gar nicht zur Sprache kommen.

Wenn der Mann immer nur allein seinem Hobby nachgeht, kann sich bei der Partnerin schon einmal ein „Na ja …“ einstellen. Umso schöner ist es, wenn er sie ab und zu mitnimmt und man gemeinsam eine Ausfahrt unternimmt. Vielleicht sagt sie zuerst, dass sie nicht mitkommen möchte – insgeheim freut sie sich aber womöglich doch.


Das waren meine drei Tipps, wie du deine Frau für Autos begeistern kannst.

Natürlich gibt es dafür kein Patentrezept. Es geht vielleicht auch nicht von heute auf morgen und kann seine Zeit brauchen. Außerdem hängt vieles von der jeweiligen Familiensituation ab.

Doch wenn man die Begeisterung für Autos auch nur ein wenig miteinander teilen kann, ist das etwas sehr Schönes. Ich hoffe, dieser Beitrag gibt euch den einen oder anderen hilfreichen Anstoß.

Mina

ポルシェブログ「ポルシェがわが家にやってきた」管理人、3児の母。数年前までは、車に全く興味が無かったが、夫がポルシェを買ってきたことをきっかけにポルシェの素晴らしさを知り、ついには自分でMT車を購入するなどし、現在に至る。 ブログでは、クルマオタクの夫と、夫に洗脳されていく妻の日常を書いています。

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